Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 7/8 (Juli/August 1925)
- Date
- 1925-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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nation I. ' . ÄÜttvMr -oesBeiVünoes Fuden EL.!! Das ÄMeilruigsblalterschemt_ Stzugsprers 'iO 'DmVemawsmMiedem gcht üasBlatt"^" : 6Jy. ^retzfthmLN7. BerÄnrv. S ^ägerftn'S. postfi »8att«2fofH£3t. ■■ r Jahrgang 1025 ^uli/?^ugust Nr. 7/8. Line Streitschrift.gegen unsere Lästerer. [ Ls Hilst alles nichts, der Kampf muß fortgesetzt werden. Oder richtiger: die Abwehr. Die Abwehr gegen jene Gegner in den Reihen des deutschen Judentums, die nicht darauf verrichten wollen,-uns und unseren Verband zu schmähen und zu verdächtigen und durch Verunglimpfung seiner Führer einen allmählichen Ausgleich der bestehenden Gegensätze zu Hintertreiben. Haben wir bisher immer nur von unseren Gegnern gesprochen, so müssen jetzt, angesichts der neuesten Leistungen aus dem Lager des Fentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, schon stärkere Ausdrücke gewählt werden.! Ls handelt sich um eine Broschüre des Karlsruher Rechtsanwalts l)r. Fakob Marx, einer der süddeutschen Größen des Fentralvereins. Herr RIarx hat der Versuchung nicht widerstehen können, dem bereits unzählige Riale totgesagten „Verband nationaldeutscher Fuden" mit Hilfe seiner ganzen advokatorischen Beredsamkeit und mit recht bedenklichen Fitierkunststücken noch einmal das Lebenslicht aüszublasen. , Damit hat er aber den stellvertretenden Vorsitzenden unseres Verbandes, Herrn Sanitätsrat vr.^Pegfer, auf den Plan gerufen, den Mann also, den unsere Gegner gern als den Vertreter einer milderen Tonart herausstreichen, um ihn so gegen den bei ihnen mit Recht sehr unbeliebten Max Naumann lichtvoll abzuheben. Nun, auch l)r. Pegser ist jetzt der Geduldsfaden gerissen. Das kann man schon'aus dem Titel ersehen, den er seiner Antwort an Fakob Marx gegeben hat. „Rationaldeutsche Fuden und ihre Lästerer" neunter sie, und er fügt! ausdrücklich hinzu, daß sie eine Streitschrift ist und sein soll gegen den l)r. jur. aus Karlsruhe, der es nicht unter seiner Würde gefunden hat, Naumann und seine Anhänger als Gegner des deutschen Judentums zu bezeichnen, vr. Pegser setzt, wid es sich nachgerade gehört, auf einen Schelm anderthalbe, und bleibt dem Broschürenschreiber des Philoverlages die wohlverdiente Ahtwort nicht schuldig. Roch einmal entwickelt er die leidvollen Erfahrungen und Stimmungen, aus denen heraus der Verband nationaldeutscher Fuden im 2ahre 1421 entstanden ist — Deutschland, Deutschlaud, was wird'aus Deutschland? — Mit diesem! einen sorgen- und kummervollen Satz ist eigentlich alles: gesagt, was zur Rechtfertigung unserer Verbandsgründung vorzubringen ist.!Wer's nicht-fühlt, wird's freilich nicht erjagen. Auch Herr Fakob Marx aus Karlsruhe nicht, der seine abgestandene Weisheit gegen uns mit viel Behagen und erstaunlicher Unbedenklichkeit auf den Markt trägt, als hätte er alle die Auseinandersetzungen der letzten Fahren mit denen wir uns gegen Lügen und Verleumdungen zu behaupten hatten und behauptet haben, verträumt oder verschlafen. Die Streitschrift l)r. Pegsers räumt noch einmal den ganzen Wust des Unrats aus denz Wege, den man gegen uns angehäust hat. Sie ist eine glänzende Kampfschrift, und fiel wird der mühseligen Aufklärungsarbeit, die wir!u'nausgesetzt zu leisten haben, sicherlich ausgezeichnete Dienste leisten, bei denjenigen wenigstens, die sich noch eine Spur von gutem Willen zur Verständigung bewahrt, die den Sinu für Wahrheitsliebe und Gerechtigkeit noch nicht verloren haben. Wir dürfen den Wirkungen dieser Stteitschrift mit gutem Gewissen verttauen, dürfen dem Ausgang dieses Broschürenkampfes mit heiterer Gelassenheit entgegensehen, insofern, als er diese Abwehr veranlaßt hat, soll Herr» vr. Marx der ausdrückliche Dank unseres Verbandes nicht vorenthalten bleiben. Der Verband nationaldeutscher Zuden lebt und er wird weiter leben, — zum Trotz Herrn Marx und alle« anderen Lästerern! '■ S.j B. Aallonaldeulsche Wen und ihre Lästerer, s Line Streitschrift von vr. Alfred ptyf«r. , — preis 60 pfg. . — ~ I \ ’ Au beziehen durch alle Buidkandlmigen oder die tFeschäitrttelle des Verbandes nationaldeutscher Etüden e. V. vertag Albert G o 1 d s ch m i d t, Berlins lv 3 5. i