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Der nationaldeutsche Jude · 1925-06-01 · Nr. 6 (Juni 1925) · p. Seite 15

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1925
Issue
Nr. 6 (Juni 1925)
Date
1925-06-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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- 15 - W Punkt 6 der Tagesordnung angesehte „allgemeine Aussprache über die Verbands-Politik". 2n der Erörterung spielte auch die Alpenvereinr-Frage «in« Rolle. Der von »wei Mitgliedern gestellte Antrag, den Borstand um erneute Prüfung dieser Zrage zu ersuchen, wurde mit starker Mehrheit abgelehnt. Nach Schlutz der Debatte wurde einstimmig durch Zuruf beschlos en: Dem Borstand und insbesondere dem Vorsitzenden wird der Dank de- Verbandes und uneingeschränktes Vertrauen ausgesprochen. Demnächst wurde, da die Wahlperiode des gesamten Vorstands mit dem Schlutz der Versammlung sahunasgemäh ablief. zur Neuwahl geschritten. Gewählt wurden in den engeren (geschäftsführenden) Vorstand 1. Rechtsanwalt und Notar vr. M. Naumann (Vorsitzender), 2. Chefredakteur Dr. 6. Breslauer (I. stellv. Vors.), 3. Sanitätsrat vr. A. P e y s« r (II.' stellv. Vors.), 4 4. Rechtsanwalt und Notar vr. F. Weinberg (stellv. SchWführer). 5. Verlagsbuchhändler H. Goldschmidt (Schatzmeister), 6. vr. M. B lockert (stellv. Schatzmeister); r. S. Gin 7. Professor vr. sberg, 8. Studienrat C. Ofner. - , Die bei den einzelnen Namen angegebenen Aemtett entsprechen der nach der Hauptversammlung durch den engerirn Vorstand selbst voraenommenen Verteilung. Der engere Vorstand hat sich inzwischen durch Zuwahl des Herrn 9. Rechtsanwalt und Notar W. Simon (Schriftführer) ergänzt. 2n den weiteren Vorstand wurden gewählt Kaufmann Arthur Eisenhardt. Berlin, vr. Franz Oppenheimer. Berlin, Banner Martin Schiff, Berlin. Iustizrat vr. Georg Siegmann, Berlin. Regierungsrat vr. Erich Simon. Berlin. Schriftsteller Marlin Sochaczewski. Berlin. Kaufmann Siegfried Weil, Berlin. Direktor vr. Julius Wertster, Berlin. Handelsgerichtsrat Franz Beerel, Breslau. Kaufmann S. W. Hetz, Frankfurt a. M., Geh. Sanitätsrat vr. L. Rosenmener, Frankfurt a. M.. Fabrikbesitzer Emil Kuschnitzkn. Eleiwitz. Arzt vr. Julius Jolowicz, Hamburg. Rechtsanwalt .Fritz Siegel, Hamburg. Frauenarzt vr. Fritz Blumxnfeld. München. Amtsrichter vr. Ernst Dispeker, München. Justizrat vr. Fritz Buchmann. Regensburg. Kaufmann Leo Guttfeld. Berlin, Kaufmann vr. Rudolf Cohn, Breslau, cancl. jur. Karl-Wolfgang Philipp, Halle a. S.. Kaufmann Heinz Zeimann. Berlin. Frau Charlotte Rother, Königsberg i. P.. Bankier Julius Blanck, Hannover, Regierungsbaurat Theodor Berghauer. Haste a. S. Zum letzten Punkte der Tagesordnung (Verschiedenes) wurde auf Anregung eines dem Lehrerstande angehörigen Mitgliedes einstimmig folgender Beschlutz gefaht, der hiermit sämtlichen Mitgliedern mit - der Bitte um g e n a u e st e Beachtung zur Kenntnis gebracht wird: Die Verbandsmitglieder sollen im Mitteilungsblatt daraus hingewiesen werden., dem Verbands-Vorstand unverzüglich alle Fälle zur Kenntnis zu'bringen, in denen schulpflichtige Kinder durch Religionslehrer im zionistischen Sinne beeinflutzt werden. Der Verbands-Vorsitzende wird beauftragt, nach sorgfältigster Prüfung des Tatbestandes in geeigneten Fästen Schritte bei den Vorgesetzten Dienstbehörden des betreffenden Religionslehrers zu tun. Die Versammlung, deren ganzer Verlauf die Gewähr für ein weiteres vertrauensvolles und energisches Zusammenarbeiten unserer Mitglieder bietet, wurde in später Nachtstunde geschlossen. 2. Hall« a. S. Am 8. Mai 1925 fand eine Mitgliederversammlung mit Gästen statt, in der Herr Karl-Wolfgang Philipp eine Ilebersicht über die Tätigkeit des Verbandes im allgemeinen und der Ortsgruppe Haste im besonderen unter spezieller Berücksichtigung der Landesverbande- Wahlen gab. Dem Referat folgte eine anregende Aussprache, an die sich der Vortrag heiterer Dichtungen durch Herrn Kissinger und vorzügliche Gesangsvorträge des Fräulein de Levie schlossen. Am 18. Mai 1925 wurde in geschlossener Mitgliederversammlung nochmals eine Reihe von Einzelheiten aus der Berbandsaxbeit erörtert und demnächst die Neuwahl des Ortsgruppen-Vorstandes vorgenommen. Der Vorstand wurde in, einen engeten und weiteren Vorstand gegliedert. Mitglieder des engeren Vorstandes sind Rechtsanwalt Ludwig Menerstein <l. Vorsitzender), Kaufmann Alfred Rosenthal (II. Bors.), Arzt vr. Fr. ^Goldstücker (I. Kassierer). Kqufmann Willy Lewin (II. Kassieret), Kaufmann Waldemar Müller (l. Schriftführer). Regierungsbaurat The0d0r Berghauer (II. Schriftf.). Dem? weiteren V!o rstand gehören an Kaufmann Hermann Baden. Inspektor S. Kissinger. Fabrikbesitzer M a rtin I0chchimstha l. stuck. med. Judith de Levir. fDem Vörstand gehört ferner als Leiter der Jugestdgrup^e|cand. jur. Karl-Wolfgang Philipp aih 3.. Wien. Es wird darauf hingewiesen, datz unsere Wiener Gruppe im Richtssinne nicht eine Ortsgruppe,- sondern ein Schwesterverband gemätz 8 3 Absatz 3 der Satzung, ist. Die Gruppe besteht als selbständiger Verein des österreichischen Rechts. Aufnahm igefuche von Persönlichkeiten, die in Deutsch-Oesterreich an ässig sind, bitten wir nicht an die Berliner Geschäftsstelle» sondern aus sch lieblich an Herrn Fred Hornik-Harden — Wien l, Börsenaasse 14, oter Herrn .Walter Eck st ein. Wien IX. Porzeklangc sie 45, zu senden. . 4. München. Am 29. Mai 1925 hielt unser stellvertretender Vorsitzender S a n i 1 ä 1 s r a t dr. P e y s e r auf Einladung der Ortsgruppe einen Vortrag über das Thema: „Deutschenhab, Judenhab' — und die Zukunft?" Einen ai sführlichen Bericht finden die Leser, unseres Blattes im...Echo der Presse" unter „Münchener Neueste Nachrichten". In der Aussprache, die an den mit starkem Beifall aufgenommenen Vortrag anschlotz, kam es zu einem unliebsamen Zwischenfall dadurch, dab ein als Gast anwesender Münchener Rechtsanwalt die ihm gewährte Redefreiheit zu groben Beschimpfungen des Verbandes und einzelner anwesender Mitglieder mißbrauchte. Als schlietzlich lebhafte Protestrufe einsetzten, versuchte der liebenswürdige Gast gegen eist Münchener Vorstandsmitglied tätlich vorzugehen. Er mutzte gewaltsam zurückgehalten und entfernt werden. Die, Erregung, die durch diesen Vorfall ausgelöst wurde, lietz eine weitere Debatte nicht Zustandekommen. In seinem Schlußwort wies der Hauptredner die Ausführungen des „Gastes", soweit sie einigermaßen sachlicher Natur waren, mit Schärfe und Klarheit zurück. 5. K. C^Mitaliedfr. Wir wiederholen unsere Bitte, datz diejenigen Mitglieder unseres Verbandes, die Angehörige des K.C. sind, ihre g e na tz e'A n s chri f t unverzüglich der Geschäftsstelle msttteilen mögen.- 6. Referendar (Berlin) für gelegentliche juristische Hilfsarbeit (Fertigung von Schriftsätzen um».) gesucht. Meldungen von Verbandsmitgliedern an die Geschäftsstelle erbeten. 7. Versicherungs-Permittelung. Eine dem Verband angehörige Dame, die ii beschränkten wirtschaftlichen Verhältnissen lebt, übernimmt die Vermittelung von Versicherungs- Anträgen jeder Art. Meldungen bitten wir ast die Geschäftsstelle zu richten. 8. llniv«kfitäts»Profesior vr. Mar Herrmai«. der bekannte.Germanist und hervorragende Kenner der Theatergeschichte, der unserem Verbände seit seiner Begründung als hochgeschätztes Mitglied angehört, hat vor kurzem seine»» 60. Geburtstag gefeiert. Auf die ihm durch den Äerbandsvorstand übermittelten Glückwünsche hat er» mit dem folgenden liebenswürdigen und humorvollen Schreiben geantwortet:^ Der verehrliche Vorstand des Verbandes nationaldeutscher Juden hatte die grotze Güte, an meinem 60. Geburtstage meiner mit freundlichen Wünschen und ehrenden Motten zu gedenken. Ich sage dem Vorstand dafür herzlichsten Dank und erwidere jene Wünsche mit meinen wärmsten Wünschen für das Gedeihen unseres Verbandes: sie gipfeln in dem Wunsche, er möge sich bald s 0 ausbreiten, dab er nicht mehr in einer so bescheidenen Persönlichkeit der meinen „eines seiner hervorragendsten Mitglieder' erblicken braucht. \ In vorzüglicher Hochachtung Mar Herrmann. 9. „Deutscher Wille." Wir weisen unsere Mitglieder auf diese halbmonatlich erscheinende Zeitschrift hin, die den Gedanken der nationale» Einigung in überparteilichem Sinne eindrucksvoll'vertritt. Aus den letzten Nummern besonders bemettenswert ist ein Aufsatz „Rekigion und Nation" von Otto Freiherrn von Taube (Nr. 10 vom 15. Mai 1925). Die Zeitschttst wird herausaegeben von dem “ — “ifie“, “ " wie ‘ zu .Kuratorium Deutscher Wik Berlin Sw 11, Hafenplah 9. 10. „Die Schmach am Rhein" heibt die Zeitschrift des „Deutschen Notbundes gegen die schwarze S chm ach und die Bednückungder besetzten Gebiet e". Der Bund, der völlig überparteilich ist. sieht seine Hauptaufgabe in der Aufklärung des Auslandes über die Wahrheit am Rhein. Er versendet seine Zeitschttst in verschiedenen Sprachen in, alle Teile der Welt und verbreitet brieflich sowie persönlich Aufklärung durch die Geschäftsstellen und seine Vertrauensleute. Jahresbeitrag 4 Matt (einrwid) Zeitschttst). Hauptgeschäftsstelle München. Finken- 2. Der Vorstand.

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