Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 5 (Mai 1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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— 11 Nebeneinandrrwohnen für ausreichend zu halten. So zeige die Bewegung der nationaldeutschen Juden im Gegensatz zum Zionismus und den ihm verwandten Bich, tungesn den Weg zur Ueberbrückung der Gegensätze, die unwesentlich würden, sobald der Gemeinschaftsgeist vorhanden 6i. Entscheidend für das Deutschtum fei nicht bstkmmung und Religion, sondern der Wille und das Bewußtsein, deutsch zu empfinden, deutsch zu denken und deutsch zu handeln. Der meisterhaft formulierte und gesprochene, von einem hohen Cittlichkeitsgefühl und starkem vaterländischen Empfinden durchdrungene Vortrag löste stürmischen Beifall aus. Die Aussprache, an der sich von Verbandsmitgliedern Herr Eanitätsrat vr. Siegheim. Frau Frankel -Lisner, unter stellvertretender Vorsitzender Herr Sanitätsrat I)r. genfer, Herr Sanitätsrat Dr. Friedländer. Herr Professor Dr. Ginsberg und der Vorsitzende. von nichtjüdischen Gästen Herr Studienassessor Görke beteiligten, ergab volle Uebereinitimmung mit dien Grundanschauungen des Vortragenden. In allen Diskussionsreden wie auch in dem Schlußworte des Hauptredners kam der Gedanke zum Ausdruck, daß wahre Religiosität nicht an ein bestinnntes Bekenntnis gebunden, sondern Gemeingut aller sittlich strebenden Menschen ist, und dah nur die Verbindung dieses sittlich religiösen Empfindens mit dem unverbrüchlichen Gefühl bodenständiger Heimatliebe dem deutschen Volke die Kraft geben kann, die es braucht, um anderen Völkern mit Eelbstbewußtsein ohne Ueberheblichkeit gegenüberzutreten und dem deutschen Vaterlande die ihm zukommende Stellung in der Welt zu sichern. 2. Breslau. Am 6. April d. Js. fand eine Mitglieder- Versammlung mit Gästen statt, die in Abwesenheit des durch eine Reise verhinderten ersten Vorsitzenden durch Herrn l>r. Perls als stellvertretenden Vorsitzenden geleitet wurde. Rach Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten ergriff Herr vr. Rudolf Eohn das Wort zu einem Vortrag: „Das Rationaljudentum als Bundesgenosse des Antisemitismus". An .der Hand eines reichhaltigen Materials, das insbesondere aus der zionistischen, Presse stammte, legte der Redner die ungeheuren Gefahren!>ar. die der deutschen Judenheit durch das Austrete» echter md sogenannter Zionisten zugesugt wird. An das Referal schloß nch eine lebhafte Debatte, die zahlreiche Ergänzungen!>cs von dem Hauptredner vorgetragenen Materials brachte Ins besondere wurde daraus hingewiesen (was übrigens de n Vor cbLn stände unseres Verbandes auch aus anderen Orten geiade in letzter Zeit mehrfach berichtet worden ist), diatz Beeinflussungsversuche im zionistisch-alljüdtschen Sinne gegenüber schulpflichtigen. Kindern durch Religions - leb rer oorgekommen feien. Es wurhe in eindringlicher Form darauf hingewiesen, das, die Eltern diese Gefahr, durch die ihnen und dem Deutschtum die ,eigenen Kinher entfreindet werden können, scharf im Auge behalten mögeä. 3. Königsberg. Am! 20. April d. Js. fand ein Vortragsabend mit Gästen statt. Ein ausführlicher > Bericht sinder' sich in „Echo der Presse" unter „K ö n i g s b e r ger Allgemeine Zeitu n g"I 4. Der Rednerkurstzs, der ursprünglich auf den 1-!. Mai festgesetzt war. ist wegein Behinderurw des Referenten auf t c n 22. M a i <Freitag» verlegt. <rr findet an diesem Tage a b e n d s 8 Uhr bei iRaumann. Eharlottenburg. K n e s c be.ckstr. 78 79, statt.. Das Referat hält Herr Reinhard W o l f f über „N a t > o na l de u t s ch e I u g end und Z i o n i s m u s".!! 5. Wien. Rach längeren Bemühungen iif es nunmehr gelungen, die Genehmigung der Satzung durch, den Bundeskanzler für Inneres zu erzielen. Damit i't > die Ortsgruppe als solche amtlich genehmigt. Auskünfte erteilt Herr Fred Hör ntik-Harden. Wien I. Börsengasse 14. «Fernsprecher 69033.) Drucksachen sind an der gleichen Stelle zu beziehen. Im Mai soll in „Bn'llantengrund". Wi.m VIII, Herchenfelder 2tr. 99. ein allgemein zugänglicher Sprechabend stattfinden. Referent Herr Hornik- Haroen. Die Ortsgruppe bittet die Mitglied« r im Reiche, mit den Wiener Mitgfiedern in schriftlichen Eedanken-Aus tausch zu treten und afif Reisen, bei denen Wien berührt wird, mit den dortigen Mitgliedern persönlich Fühlung zu nehmen. 6. Beiträge. Der Hnuptvontand hat in! seiner le tten Sitzung beschlossen, die rückständigen Beiträge in der zuletzt geleisteten Höhe durch Rachnabme einzuziehcn. Wir bitten unsere Mitglieder, dieser durch die Verhältnisse unbedingt ge botenen Maßregel Verständnis entgegensubringcn und die Nachnahmen prompt einzulöfen. Vit lg lieber die zur Zahlung aus wirtschaftlichenj «s,runden nicht in der üage s^nd, bitten wir um ganz kurr? Mitteilung an. die «Geschäftsstelle:- Begründung nicht er forderlich. Bei Mitgliedern. dievon dieser Anregung «üebrauch machen, wird in Zukunft von Rachnabmeerbcbung abgesehen. j Der! Vorstand. Hn dtc Gltern! Mir kommen beute mit einer Bitte zu Ihnen! Sckicken 8ie uns %brc JVIHdcls (im Hltcr von 10—14 Jakren) zu Unseren fietmnacbnrittagen! J i. Mas wir tun und treiben? Mir spielen, lesen und singen mit den Aindern. Don jetzt ab wollen wir unsere Hei nnachmittage nach Möglichkeit im freien verbringen, und zwar mit lustigen Spielen usw. Alir versuchen es, den Bindern „spielend" das Aleken des Dcutfcbtums ru erschließen. Also nochmals: fübren 8ic uns Ibre kleinen zu,j febon damit sie nicht zionistischen Vereinigungen, wie dem KlauweiK, zum Qpfcr fallen. In dem Millen, die Jugend zu erobern, können wir uns an denj Zionisten ein Beispiel nehmen, die nichts unversucht lassen, ihre Anhanger-Schar zu vergrößern, und besonders die Meinen zu sich heranziehen. j ■ ,j J Die Heimnachmittage finden einmal wöchentlich stabil Anmeldungen sind zu richten an die Geschäftsstelle des Verbandes, Berlin, Blumeshos 9. Dora Salomon. Rertä Borck.