Mannheim
Compact Memory

Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V. · 1924-10-01 · 4 (Oktober 1924) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
Volume
1924
Issue
4 (Oktober 1924)
Date
1924-10-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/5438908-5438635-5438763--228-4871213
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Stimme nur solchen jüdischen Parteien zuwenden, die auf dem Boden dieser unlöslichen Verbundenheit mit dem deutschen Lande stehen, die ihm mit ganzem Herzen dienen, die sich auch in Not und Unglück, und!g erame in Not und Unglück nicht von ,hm trennen wollen. Wir zählen in unseren Reihen eine grobe Anzahl von Juden, die nicht erst nötig haben zu beweisen, dah sie auch tür jüdische Interessen stet» mit Rat und Tat zu haben sind. Diese Interessen der deutschen Juden wollen^ wir im Rahmen und auf dem Boden unserer preußisch-deutschen Volkszuge, hörigkeitwahrnehmen und pflegen, und deshalb müssen wir gegen diejenigen Glaubensgenossen, denen nicht Deutschland die wahre und einzige Heimat ilt, auch bei den jüdischen Wahlen am 7. Dezember einen'dicken Trennungsstrich ziehen. Täten wir dies nicht, so verlören wir die innere Berechtigung. Uns an der Stimmabgabe für die Reichstags- und preußischen Landtagswahlen überhaupt zu beteiligen, denn nur Deutsche haben das Reiht» über deutsche Dinge entscheidend mitzureden. 6cko äer prelle. Wir bitte« um Uebersnidung aller unIere Beftrtbunaen beteeffenben getiuna»au»Ich->t»e unter Nnaade de« Darum» und der Panetrtchtung -ß' l Die Schrtftlettung Deutsche Tageszeitung (Deutschnational) Datum unbekannt Zultlmmende Notiz zu dein Artikel unseres Vorstandsmitglieds l>. Cohn (Breslau) gegen den Regiekungszionisten Goslar (vgl. vorige NÜmmer). . Deutsche» Adelsblatt 1. 9. 24 Abdruck der Erklärung des Nationalverbandes Deutscher Offiziere (vgl. vorige Nummer). Jüdisch-Liberale Zeitung 26. 9. 24. Abfällige Kritik über das Buch des Majors Anker (vgl. vorige Nummer) »Selbst vr. Naumann dürfte wohl für die Art. in der Anker..... für eine Ausgleichung der Gegensätze.jeintritt ...... wenig Verständnis haben". > Allgemein« Zeitung. Halle (Parteilos, national) 29. 9. 24. Längere zustimmende Besprechung der Versammlung unserer Ortsgruppe Halle (vgl. Verbandsnachrichten). Saale-Zeitung, Halle (Parteilos, national) 29. 9. 24. Bericht wie vorher. Höllische Rachrichten (Neutral) 3V. 9. 24. Längerer Bericht über dieselbe Veranstaltung. Ausführlicher Auszug aus dem Referat. Mitteldeutscher Kurier, Halle (Demokratisch) 30. 9. 24. Bericht wie oben. Schlesisch« Zeitung (Deutschnational) 12. 10. 24. Im Leitartikel »Hemmungen" folgender Satz: »Der Kamps gegen die ... i . Einwanderuim des Osljudentums hat nicht nur die chrisljichen deutschen Kreise, sondern auch die nationaldeutsch empfindenden jüdischen Kreise zur Abwehr gezwungen". Vossisch« Zeitung (Demokrätisch) 19. 10. 24. Erwiderung eines,unserer Mitglieder auf die Zuschrift eines Lesers gegen „Iargon auf der Bühne". Auszug aus der Erwiderung: ...!.. Herr U. meint, dah es im täglichen Leben vielleicht! durchgehen könne, jüdische Worte unter deutsche zu mischen und damit ein Kauderwelsch zu schassen ..'... Ich bin der Ansicht, dah auch im täglichen Leben ein derartiges Kauderwelsch unter keinen Umständen durchgehen darf. Wer mit der deutschen Sprache .nicht auskommt und überall dort, wo er sich besonders prägnant ausdrücken will, zu einem jüdischen Flickwort seine Zufiucht nehmen muh, würdigt unsere deutsche Muttersprache herab. Warum Hallen denn manche geschäftsgewandte Theaterleiter und Schauspieler es für angebracht, uns auf der Bühne bei den unpassendsten Gelegenheiten «in solche» Kauderwelsch vorzusetzen? Doch nur deshalb, weil sie Grund zu der Annahme haben, dah ein gewisser Teil des Publikum« für diese Sprechweise besonderes Verständnis hat und sich amüsiert fühlt, wenn ihm etwas vorgejüdelt wird .. Die Gefahr des Mißbrauchs besteht darin, daß der Widerwillen, der auf diese-Weise bei d^n nichtantisemitischen Christen hervorgerufen wird, sich schließlich .in echten Antisemitismus umsetzen kann.... Wenn dies geschieh», liegt die Schuld.auch gerade bei dem jüdischen Publikum, das sich derartiges gefallen läßt. Wir deutschfühlenden Juden wollen selbst ajus Abstellung derartiger Mißbräuche dringen und nicht darajus! warten, daß von nichtjüdsicher Seite Protest erhoben rohd, der dann von manchen Kreisen der Juden womöglich wieder! als.antisemitisch' ausgesaßt wird. , > Ferner liefen:! Die Weltbühne. Israelitisches Fa»»ill«nblatt. Der »Klassenkampt" (Halle, kommunistisch). Jüdische Zeitutrg für Ostdeutschland. Abgeschlossen 20. 10. 24. Verbanctsnackrickten. 1. Ortsgruppe Halle. In der ersten Veranstaltung des Winterhalbjahre» <27. September 1924) hielt der Verbands-- Vorsitzende Dr. Naumann das Reserat »Der deutsche Volkscharakter". An der Aussprache beteiligte sich u. sa. der Chefredakteur-*der Allgemeinen Zeitung, l)r. Elze, mit sehr interessanten, dem Hauptredner zusiimmenden Aijssührungen. Die gesamte Presse (mit der begrüßenswerten Ausnahme des kommunistischen Schimpsblattes) hat aussührltch und anerkennend über den Verlauf des Abends berichtet. 2. Rednerknrsus Der nächste Kursusabend findet am 2 7. November, abend» 8 Uhr (pünktlich), Chaklottenburg, Knesebeck st ratze 7 S/7 Sl, Erdgeschoß linfs. bei Naumann statt (Stadtbahnhos Savignyplatz: Untergrundbahnhos Uhlandstraße). Die bisherigen Abende waren schr gut besucht. Auskünfte erteilt Herr Karl-WolfgaUg Philipp, Halle, Südstraße 63. , 3. Freund« jüdischer Familienforschung. Ein Personenkreis dieser Bezeichnung bezweckt Erhaltung! und Bewahruftg jüdischer Familienurkunden und Belebung des Inleresses an. der Geschichte der eigenen Familie. Auskünfte erteilt Herr vr. Czellitzer, Berlin, Potsdamer Straßes, >>. 4. Jüdisch« Gemeinde Berlin. Wir verweisen auf das In'erat bezüglich der Wahlen (letzte Seite des Mitteilungsblattes). Der Vorstand. Twei in weiten Kreisen belrsnnte.und bocbgescktete S4itglieder unseres Verbandes wurcten uns dureb clen Tod enirissen. Im Leptember ä. >. verstarb läerr Hermann I^reutlenderx, (Kitinkaber der firm» tterrmann Oerson,- im Oktober tteiT IbrilL Orünspsek, kectitsanwalt und dtotar. VCir werden itinen ein ebrendes Andenken bewakren.! von Vonstnack.! > IlMMMIMMMMMUlMilWIIiMMIIIMMMItMMMMMIIMMMiMMNIIMIMMIMMMNMMIMlMMM > leMM 8. M«k M. llM s. 8. llxpont. üexr. 1872. llxport. Ner8telIunK karbi^er 8ckatunä 2ie§enlec1el' aller Oerbungen unä 2urick1uriAen kür äie Zctiuli^varen-, l^eäekIvaren-, kuctibinäerei-, tectinisclie unä kekleiäun^s- Inäuslsie. a. L. llMllklMMMMMMMtfNMMMttNIllUliMMIUMMUUttMttlllttlllNNlWlUIlNlMltt!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.