Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Journal
- Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Volume
- 1924
- Issue
- 4 (Oktober 1924)
- Date
- 1924-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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! Mitteilungsblatt l! des Verbandes nationalpeutscher Juden e. V. Das Mitteilungsblatt erscheint monatlich. Bezugspreis: Einzelnuminer 10 Goldpsennig. ' De Geschäftsstelle des V> Bankkonto: <k. H. Kl , Verbandsmitgliedern geht!da« Blatt kostenlos zu. rbandes: Berlin W3S, B umeshof S IFernsprechert Lützow 30KS> ctzschmar, Berlin W8. Jägers!^. 9 / Postscheckkonto: Berlin Nr. >11231 r I ' ' i Jahrgang 1924 Oktober Nr. 4 1. Sendet und werbet Inser monatlich. 2. Am Tuge der Reichstagsanch die Wahlen zum Verband» Mgliei »tenaufträg« für unser und preußischen (andta i tag de» Kreutzischen clev! Mitt«ilung»blatt. Das ^latt erscheint jetzt wieder zswahlen, dem ^7. Dezember diese» Jahre», finden Land«»v«rbzrnde» jüdischer Gemeinden statt. <Ls ist niederschmetternd, mit rr diesem wichtigen Vorgang gegenüber -ringen der Zionisten und Gstj, Zionisten und ihr Anhang wollen „jüdischen Volkes" machen. elcher Gleichgültigkeit und Unkeantni» ein großer Teil der deutschen,Juden teht. Der Wahla«»fall wird «»scheidend dafür sein» ob dzW» vor» den im Gemein-eleben «in Riegel vorgeschoben «erden /kann. Die insere Religionsgemeinden zu „Volksgemeinden", d. h. Gemeinden des Deutschfühlend« Inden, mit Ostjuden «nd anderen Fren Unser verband wird dafür S<>' in den v«rband»tag gewählt w sein« Pflicht tnt. lvaljlberechstgt erforderlich, datz jeder stch selbst alle, die nicht selbständige Steuerzahler Für die Mitglieder in G» Aart« sofort für sich «nd fein« an den Vorstand der Jüdischen nicht gebraucht werden, an deutschgcsin chollt ihr weiterhin Deutsche jüdischen Glauben» sein, oder zusammen den «in« „national« tkinderheit" im deutschen Volk«? rge tragen, daß überall, wo es irgend möglich ist, -eutschfühlende Älänner »rden. Dazu ist aber erforderlich» -atz jeder deutschfühlend«! Wähler ist nur, wer in der Wählerliste steht. Zur Eintragung in di« List« ist Dies gilt besonders für Lhestauen und in seinem Wahlbezirk anmel-et find. otz»8«rlin liegt eine Anmeldekarte dieseni Blatte bei. Jeder füll« di« ^rotzjährigen Familienangehörigen au» und sende sie «nv«rzüglich Gemeind«, Yerlin N. 2^» Oranienburger Stratz« 24. Gebt Uarten, die nie Nichtmitglieder weiter! DSV Vsvftailrd» Die Oftjuclenfnage Zeptern unä Keule. Die leiclige frage Von Erich Köhre r. Der Verfasser, der auch unseren lvgl. MitteilungS^ gehört der Sozi an. Er ist, da er gemeinschafi nichl glied unseres Ve ein bekannter Publizist, Lesern nicht fremd ist blatt Nr. 2 von 1922), iuldemokratischen Partei der jüdischen Religion-» angehört, nicht Mitrsbandes. Die Schriftleitung. Das Hervortreten des Verbandes ngtionaldeutscher Juden hat ganz zweifellos mindestens in einer Richtung sympathische Folgen gehabt: es hat klärend gewirkt. Die Scheidung der Geister hat begonnen und ist mit bemerkenswerter Schnelligkeit fortgesetzt worden. Der Äegriff des nationaldeutschen Juden, der trotz des zu Verwechslungen die Möglichkeit bietenden Namens zuletzt doch für jeden verständlich ist, der guten Willens ist, hat mit dem törichten Gerede von einer alljüdischen Front aufgeräumt und Tauseäde jüdischer Deutscher dahin gebracht, datz sie sich yber ihre völkische Einstellung klar geworden und zur Erkenntnis ihrer innersten Zugehörigkeit gelangt sind. Ich betone dabei, datz ich die Frage ganz aus dem ^piel lasse, nach welcher Richtung dieses Zugehörigkeitsgefühl sich wendet, und datz ich allein in derTa 1 sache, ixjrtz Klar - heit geschaffen wird, unbedingt einen Gewinn sehe, den Freund und Feind gleichmätzig begrützen mühten. Aber es gibt natürlich nicht unerhebliche Kreise der christlichen und jüdischen Deutschen, denen diese Klarheit höchst unangenehm ist. Viele Menschen können nun einmal nur im Nebel ihre Tätigkeit verrichten und flüchten vor! der Sonne gern in das Zwielicht. Schwindet der natürliche Nebel, so suchen sie auf künstlichem Wege Ersatz zu schaffen. Ueber alles die Unklarheit! Und sie greifen gierig zu. wenn sich vonirgendwoher eine Möglichkeit zu bieten scheint, solchen Nebel aussteigen zu lassen, solche Unklarheit zu verbreiten.! In den Bezirken, die das. Arbeitsgebiet des Verbandes nationaldeutscher Juden umfatzt, findet sich manch« derartige Möglichkeit. Die leichteste und übelste erwächst auS jener leidigem Frage, die seit Jahren die deutsche Oeffentlichkeit immer neu erregt. Die Ostjuden - Fräge ist wieder und wieder der Streitpunkt gewesen, an dem sich nicht nur die Zwistigkeiten zwischen jüdischen und christlichen Deutschest, sondern auch zwischen den einzelnen Anschauungskreisen der jüdischen Deutschen entzündet haben. Wie gefährlich der Boden ist, auf den die Erörterung dieser Frage führt, ist vor etwa zwei Jahren auch an dieser Stelle deutlich erkennbar geworden, als einmal in dem Mitteilungsblatt die „Ostjudengekahr!" in be-