Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Journal
- Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Volume
- 1924
- Issue
- 1 (Januar-Februar-März 1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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tteilungsblatt des Verbandes nattonaldmtscher Juden e. V. Dar Mitteilungsblatt erscheint in zwangloser Folg«. Bezugspreis: Einzelnummer 1ü Goldpsennig. Den Berbandsmitzliedern geht da« Blatt kostenlos zu. GeschSftrstelle de» Berbande«: Berlin W 35, Blumeshos 9 (Fernsprecher: Lützow 3069) Bankkonto: L. H. Kretzschmar, Berlin W8, Aägerstr. 9 / Postscheckkonto: Berlin Rr. 11123t ' --4---> Jahrgang 1924 Januar — Februar — Mär? Nr. l 2ur Beaektung. 1. An» Versainnrlung von» 28. Januar j424» von den zahlreichen Astfragen ans Akitgliederkreiseii, die uns bezüglich dieser Versammlung zugegangen sind, ist ein Teil im „Briefkasten" dieses Blattes' beantwortet. Im übrigen ergibt sich, soweit nicht inzwischen briefliche Antwort erfolgt ist, alles Erforderliche aus dem Leitartikel, den ,^tin»u»«n von» anderen Ufer" und dem „Echo der Fresse" dieses Blattes. 2. Hauz»t»«rsan»«nlr»ng: Die ordentliche Hauptversammlung wird voraussichtlich um Mitte April stattfinden. Die Einladung erfolgt durch die nächste Nummer des Mitteilungsblattes. ' t- 3. Gesellige» Abend: Am 2s. März d. I. findet in Berlin im Haus« -es „Brüderverein«", Aurfürstenstraß« 115/116, eine gesellig« Veranstaltung mit musikalischen und sonstigen künstlerischen Darbietungen statt. Wir bitten, den Abend vorzninerken «nd «inzuladend« Gäste rechtzeitig -er Geschäftsstelle zu bezeichnen. Besondere Einladung an die Berliner Mitglieder folgt. 4. Beiträge» Ein Teil der Mitglieder hat noch immer nicht den Beitrag für das erste Aalendervierteljahr 1924 (1 Goldmark) gezahlt. Wir bitten dringend um schleunig« Einsendung. Vorauszahlung für mehrere Vierteljahre ist zulässig und erwünscht, von Mitglieder«, deren Verhältnisse «» gestatten, wird dringend di« Aahlung höhere» Beträge erbet««. Mitglieder, denen selbst der Mindestbeitrag noch zu hoch erscheint, werden gebeten, kurzer Hand den Betrag einzusenden, den sie erübrigen können, von umständlichen Erörterungen über die Höhe des Betrages bitten wir abzusehen. 5. Verbandsabzeichen» Lin Teil der Mitglieder hat das Verbandsabzeichen noch nicht bezogen. Nachdem aus Grund vielfacher Anträge aus Mitgliederkreisen die Einführung des Abzeichens beschlossen ist, dürfen wir erwarten, daß di« Abzeichen von sämtlichen Mitgliedern bezogen und auch von älteren Mitgliedern wenigstens bei dem Besuch eigener Veranstaltungen -es Verbandes und sonstiger versamntlungen (Wahlversammlungen!) angelegt werden. Ve* Vo»stat»d. dnsene Versammlung im I-ogenkaus. Von vr. S. Breslauer. , (Linea zusammenfassenden Bericht über de» Verlauf der Versammlung enthält der Aufs<H von Friedrich v. Oppeln-Brom» kow-kiunter.Stimmen vom anderenUfer". Die Schriftleitüng.) In der Geschichte unseres Verbandes wird die öffentliche Versammlung vom 28. Januar 1924 stets einen besonderen Platz behaupten- Einmal, weil der Hauptredner des Abend», der Berbandstvorsitzende vr. Max Naumann, es verstanden hat, mit seinem Bortrag über „Deutsche, nickt jüdische Einheitsfront" unserer jungen Bewegung neue, starke Impulse zu geben. Dann auch) weil der weithin^ nachwirkende Verlauf der Aussprache den schlüssigen Beweis dafür erbracht hat, daß unser Verband, dem, als er vor drei Jabre» in» Leben trat, von allerhand wohlwollenden Kreisen sofort bescheinigt wurde, er sei ein totgeborene» Kind, die Geister gehörig in Aufruhr gebracht hat, also doch wohl die Kinderkrankheiten von Geschöpfen seiner Art schon ganz gut Überstunden haben muß. Und endlich, aber nicht? zum -l wenigsten deshalb, weil das Auftreten des sozialdemokratischen Landtagabgeordneten und Sowjetgenoffen vr. Oscar Cohn eigentlich jede weitere Diskussion über die Unmöglichkeit einer jüdischen und über die Notwendigkeit einer deutschen Einheitsfront überflüssig gemacht hat. Insofern gebühre» ihm unzweifelhaft die größten Lorbeeren des Abends, und er kann sich gewiß nicht darüber beklagen, daß die Der», sammlung ihm die wohlverdiente Danksagung für seine fabelhasten Offenherzigkeiten schuldig geblieben wäre. Der hundertfältige Schrei der Entrüstung, den er zu hören bekam, als er die Frage aufwarf, ob die Erhaltung des Deutschtums gegebenenfalls überhaupt einen neuen Weltkrieg wert sei, wird nicht eher verhallen, als bis das Kampffeld zwischen „deutschen' Juden seine» Schlahe» und unS nationaldeutschen Juden ein für allemal bereinigt ist. I. Naumanns Bortrag verdiente e» wohl, al» Flugschrift durch Deutschland verbreitet zu werden. Er war rin - k