Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Journal
- Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Volume
- 1923
- Issue
- 1 (Januar/Februar 1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/5438908-5438620-5438752--160-4871150- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Niger 1× ep/1824046
OCR text
Münchener Zeitung. (National.) 27. 1. 23. Ausführlicher Bericht über ein« Mitgliederversammlung der Ortsgruppe München. .Die Aussprache zeigte; daß allen Mitgliedern für die Beurteilung sozialer und politischer Fragen ausschließlich der deutsche und nationale Standpunkt maßgebend ist . . . 3m Anschluß an die Versammlung wurden von der Ortsgruppe für das Ruhrgebiet 288 000 M. gesammelt. Münchener Neueste Nachrichten. (Demokratisch.) 28. 1, 23. Ausführlicher Bericht ähnlich wie Münchener Zeitung. (Abgeschlossen 30. 1. 23.) Stimmen vom anderen User Der Verfasser dieses Aussatzes ist ein bekannter sozialdemokratischer (vor dem Zusammenschluß der - sozialdemokratischen Parteien zu den Mehrheitssozialisten gehöriger) Politiker und Leiter der Neichszcntralc für Heimatdienst. .. Einigkeit tut uns not Von Erwin Barth. Deutschland stekt unter schwerstem außenpolitischem Druck. Gerade ikeute täte uns Einigkeit not. Aber auch heute wird das i och nicht überall -verstanden . Das ist das tragische des gegenwärtigen Lebensabschnittes des deutschen Volkes, daß die Stimmen, die gegenüber den lebenSvernichtend drohenden äußeren Gefahren auf Mäßigung und Ucberlcgung und Einigung und Toleranz, innerhalb des Volks- Körpers drängen, zu wenig Echo finden. 3m politischen und auch im sozialen Leben Deutschlands wird unbekümmert weiter Hund und Katze gespielt. Das gilt nach der parteipolitischen und namentlich nach der rassepoiitisckcn Seite. Am bedenklichsten und gefAriichsten ist dabei allerdings die 3ntoleranz, .die sich unter dem Stichwort . Antisemitismus' dreitgemacht hat. Die Entwicklung Deutschlands, in den letzten Jahren müßte eigentlich jedem, vernünftigen Uebencgungcn noch zugänglichen Menschen klargemacht haben» daß die Gebens- und Schicksalsgemeinschaft des deutsches Volkes säst ausschließlich von der Entwicklung außenpolitischer Kräfte bestimmt wird, daß die Fülle von Keimstoffen sür Anzusriedenheit und . Verzweiflung letzten Endes auS Quellen kommt, aus die wir mit Mitteln, die im Machtbereich des deutschen Volkes liegen, so gut. w.e kcinen Einfluß haben. Wir sehen uns gemeinsam einem Wall von äußeren Bedrohungen der Existenz Deutschlands und dedeullchen Volkes gegenüber und stehen einander dennoch zerrissen und -gespalten und mit einem hohen Maß innerer Entsremdung, ja sogar Feindseligkeit gegenüber. Können wir uns den Lurus ichch länger gestatten, die inneren Kräfte des Volkes gegeneinander wirken zu lassen und sie zu fruchtlosem und letzten Endes schädlichen. Tun zu verausgaben, statt sie solidarisch auf den Schuh unserer gemeinsamen poliliscl^n, wirtschaftlichen und kulturellen Volksgüter zu verwenden? Nein, das können wir nicht! Das ist der Grund, der alle verpflichten muß, die eS gut Meinen mit unserem Volke und seiner Zukunft, ihre Kräfte zum Ausgleich und zur Abmilderung der tausenderlei inneren Gegensätzlichkeiten anzuspanne» und in unserem Zusammenwohnen eine erträgliche Atmosphäre zu schassen. Es hat keinen Zweck, bei der Verfolgung dieses Zieles die Augen vor den bestehenden Gegensätzen und Differenzen zu verschließen. -Die wirtschaftlichen, sozialen und nicht zuletzt auch die aus der verschiedenartigen Weltanschauung, der Konfession und der Abstammung gegebenen Differenzen zwischen den einzelnen Gruppen sind da und weiden da bleiben. Eie sind auch keine Gefahr an sick. Selbst der Austrag der Gegensätze schließt keine Gefahr ein, nur" die A r t des AuStragS abweichender oder gegensätzlicher Meinungen trägt die ganze Fülle von Schwierigkeiten in sich. Meinungsstreit muß sein in jedem Volkskörper, der nach höherer Entwicklung ringt. Erst durch den Streit der Meinungen gelangen wir .zur geistigen Vertiefung, zur Kenntnis und zum Verständnis der natürlichen Bedürfnisse der verschiedenen Gruppen und zur Kenntnis des besten Weges, auf dem unter. Berücksichtigung der, verschiedenen Bedürfnisse das Wöhl des Ganzen am raschesten gefördert wird. Der Meinungsstreit ist geiskigrr Streit, ist Kampf mit geistigen Waffen, die der Unterstützung durch verletzende und gehässige Aeußeruugen nicht bedürfen; die im Gegenteil durch derlei unreine Beimischungen abgestumpft und cntedelt werden. Wo kluge Menschen von noch (/gegensätzlicher Einstellung beisammen sitzen und mit Ernst nach Lösung von Konflikten streben, wird in den meisten Fällen ein gangbarer Weg gefanden werden können, der, wenn auch nicht jedem das Volle gebend, doch der Gesamtheit von Nutzen ist. Alle gute Politik ist Kompromiß, ein Ausgleichen und Abgleichen und Abrunden der verschiedenartigen Wünsche auf einen Nenner, der von der Mehrheit als gute Etappe nach vorn akzeptiert werden kann. und diese in Kompromissen sich beweajnd» PoWk^chd um so stärker und Vorteilhafter sein für alle, fvSe dk EdefrieASten Kreise von der Pftzcht durch»nmgef» sin», sich M die Abänderung des Geschaffenen der blankes» Waffe toleranter sachlicher Diskussion zu bedienen. sint Die deutschen Parteien, wie sie sachlich durchgefühlte Austrag der zwischen den Parteien ist durchaus ersre daß in allen Parteien häufig über die s austrag gezogenen Grenzen hinausgesch durch die Klüfte Mischen den großen Interesse unserer inneren Gesundung nur noch vertieft und erweitert werden, liehe Konflikt Mischen Parteien kann in den, die «in ehrenhaftes Respektverhältn mindern, und die eher verbinden, als Meinungsverschiedenheiten nlich. Unerfreulich"*^' s ir einen sachliche» ch ritten wird und daß dapolitilchen Körpern, die im ,erstacht werden müßten. Auch -er schärfste fach- Formen ausgetragen wer- ,iS eher festigen, als verseinden. ver i er lei« hl wei Die parteipolitischen Ge weitem Nicht die Schärfe, den di« ras sähe in der letzten Zeit in Deutschland traditionell gezüchtete Abneigung gegen land schon seit langem die Bezeichnmf ächtlichen Schlagwort gemacht, das in f schen Oeffentlichkett leicht mit Erfolg o gehässige Stimmung gegen einen Teil zu machen. Man soll sich nicht darübejr semitismus und insonderheit auch gegenwärtig in Deutschland ein sehr wachsendes Arbeitsfeld hat. 3n den seit jüngerer Zeit die deutsche Gastsreui, hsich ein großer Teil von Menschen, g«> Hinsicht nur das Gefühl von Verachtuifg diesen Auswüchsen geht man auf der und findet man in allen Lagern ur Leider haben bisher auch die deutschgeflkl unterlassen, von jenen Elementen in der > abzurücken und die Gemeinschaft mit ih^- jetzt endlich — insbesondere durch den Juden — geschieht, ist sehr erfreulich, v semitismus die Hauptgiftzähne ausg Gerade von jüdischer Seite muß gegen gemacht werdest, sonst kann und wird kaum das Bewußtsein wach werden, eingesessenen Juden sich vollkommen asstck deutschen Nationalität ausgegangen ist. meist übersehen, daß sie restlos in den! gewachsen sind, daß sie ihre staatsbü besten Kräften wie jeder gute Staatsbß darum Anspruch haben, als Angehörige und geachtet zu werden. Wir haben j fremdes Blut, das sich seit Jahrhundert: ausgenommen. Namentlich die starken sind zu erwähnen. Unter den Deutsch» Stamm finden sich unzählbar« Masten, d deutschen Gefühl von keinem übertresf .Nichtdeütschen" wird in Deutschland >' gesagt und darum nicht, weil es bishe die systematisch leicht aufz«regende l duldsame Achtung, die in chrem Temhe artige Stämme des deutschen Volkes auch den uns verwandtschaftlich ' slaoischer Abstammung im deutschen , Beweis genug dafür, daß eine sachliche: lichen Qualitäten alle Versuche, Adstani zuheben, ersticken muß, wenn der gute Volksgemeinschaft gehören a fühlen, die sich auf Gedeih und Ve: Körper vereinigt haben. Nicht ob 3ud« lisch, evangelisch, mosaisch oder Dissidü staatsbürgerliche Pflichterfüllung und zu nützen, müßte für nationale We Die dcuischs Volksgemeinschaft ist seit ihrem Bestand darauf angewiesen Kräfte für die Arbeit zum Schuhe und Werte heranzuziehen. Wer die Zustt gemeinscha,t nach anderen GestchtsMMtt Haßsaat gegen seine Mitbürger auSstr» i auf Achtung aller Deutschen, er mag sich Wir alle, mit allen unseren Schwli Einseitigkeiten, bilden gemeinsam den alle unsere guten und auch unsere weint gehören zusammen zum vollständigen Bi charakters. Das begreifen di« Einsicht!; zum Nachdenken verwenden; den anbei, schwere verantwortungsvolle Pflicht, dise nehmen Hot im Interesse der guten s nsähe zeigen aber bei enpolitischen Degenangeaommen haben-vrEich? die Juden hat 1» Deutfch-; .Jude' zu einem »rr- , t allen KretseP der deuterwandt werdeeuhast»,.KtM , >er StaatsbürtzW.lebeudig täuschen, daß öer Anti- Radau-AntisemitiSmus -tes und auch noch,t»WMn üdischen Kreisen, die irrst, ldschaft genieße», befindet en die man fast in feder , ausbringen kann»-^.Mit anderen Sötte hausieren rsseres Volkes Widerhall, nten Juden selbst allzuviel Oeffentlichkett «MschlßhMt. en ao-ulehnen, Dah.-Lies Verband nationaldeutfcher >il nur dadurch d«sisntiekrochen werde»-kü»««n. die üblen Elen»«nt«,iKxont Maste unseres Vqkes die Mehrheit d«t„altlliert hat und ganzso.ider Ihnen gegenüber-,chird deutschen KulturUrrtülleinrgerlichen Pflichten, »ach rger erfüllen und daß sie unseres Volkes ge-EKi^' : in Deutschland so vuiles' n nicht mehr freuch fühlt, stavischen Beimischungen k aus allem polnischem die sich ln ihrem naklonalf«" .lassen. Gegeu M^ I lücklicherweise kein .Wort an Kräften gefehst-chak, der diß Gemüter verhetzen.' 'Die seramenk sehr verschiedenchnander bezeugen «ü^dle er stehenden Elementen kskörper bezeugt wirk ist e Bewertung her z mungSunterschiede's Wille da ist. ll ' ' e. die si^^d^ derb mit unserem oder Nichtjudk oh K nt. sondern alletu die der WM«, der' GesgwKett rkurpeile bestimmend' seist» in der kritischsten die HöchfiMhis-s z»m Aufbau dts^dtttttzhen lmmensehung >ber?-VttkSen erstrebt und -Gltzünd ch verwirkt de»'A«Wsuch noch so naüonakiE^hen. scheu, Fehlern».MänBeln, t «ätsche» Dolkühöppüivtlnd »«Niger gutea-LigmchhSten Wlo des deutschen,TÄnks- ,en und die. die tzr Hirn n es beizubringmyiäM dksk jeder Deutschviautoflch Lntwicklung desldouchchen