Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Journal
- Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Volume
- 1922
- Issue
- 1 (Januar 1922)
- Date
- 1922-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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lautet wörtlich: „Eine Aussprache ilder die Grundlagen . und Ziele des Verbandes nalionaldeutscher Juden fand gestern im Sitzungssaal > des ehemaligen Herrenhauses statt. Redner der verschiedensten Parteischatticrungen er- . griffen das Wort, so der Deutschnationalc non Opprln- Bronikowski, der Volksparteilcr Abg. kempkes, der Sozialdcntokrai Barth." (Länge Zeilen). Die Zeit (Deutsche Volkspartci) 6. (2. 21. Sehr ausführlicher Versammlungsbericht tl Svalte»). SehL wohlwollend. . Deutsche Zeitung (Völkisch) >>. 12. 21. Versammlungsbericht. Rein sachlich mit Zusatz: „Aus diese Tagung wird noch zurückzukommen sein". Täglich« Rundschau (Parteilos:, national) tj. 12. 21 Versammlungsbericht. Sehr mwklwollend: Der.(schwarze) Tag (Parteilos: national) t>. 12. 21 Versammlungsbericht wie Berliner Läkal-Anzeiger Reue Bogtländische Zeitung <i. 12 21 . Kurze Anzeige über unser Mitreilungsblatr. Münchener Neueste Nachrichten (Demokratisch) 7. 12. 2i ' Kurzer Versammlungsbericht. 'Rein sachlich Dresdener Anzeiger (Parteilos) 7. 12. 21. Kurze Anzeige der Raumannschen Schriften. Deutsche Tageszeitung (Deuischnational) 7 12. 21 Längerer Änisatz des Chefredakteurs Dr. Becker. allgemeinen durchaus Denkender wird . . . . ^m wohlwollend. „Kein uubesangrn der . Bewegung . zein ^n asse-. ' Die > sachlich, 12. 21 leressc und seine Anerkennung versagen können." Ab wartende Haltung bezüglich der Fraze, ob „die .tzkas des Jüdcntzlms" im Deutschtum aufgehen könzie deutschnationalc Volkspartei solle sich jedensakls „von jüdischem Einslun völligiireibaltcn". da andernfalls die Gründung einer besonderen antisemitischen Partei drohe, die nicht^iinsiandc sein würde, „diese Bewegung auf die .Dauer von,Einseitigkeiten uild Ausartungen sreizuhalten. die schon,im Juierenr des inneren Friedens.in Deutschland höchst unerwünscht waren. Unter diesem Gesichtspni kl sollten auch die nationaldeirtscheu Jude» die Siel lunsg. die .die deutjchnaiionale Volkspartei einniminl. nick « nur als berechtigt, sondern auch als nötig ansehen " Atlgcmeiie Tdüvingischc Ländrszeituug, Weimar (Parteilos) 7. 12. 21. - Vemaminlungsbcricht Rein Merseburger Tageblatt 7 12 21 Petziomnilungsbericht Wohlwollend Z Zritüng mr Hinterpommern. Stolp (Rational) Verkanimlungsbericht. „Auch wir stehen den Bestrebt!» gen!des Verbandes mit Snmpathic gegenüber und wollen nur! wüusclfc» und hoisen. dnjz sich seine Ziele möglichst weilt auswirkcu mögen" Leipziger Neueste Nachrichten (Rational) Vcr'ajmmliliigsbcricht. Rein sachlich kölnisch« Zeitung (Denlschc Volkspartci) Versammlungsbericht. lleberjchrist: Halbdeutsch" Der Bezieht folgt im Wortlaut: Beilin. ti Dezember 2) Dr Mar Raumann, der durch seine Aussätze in der Kölnischen Zeitung die Ocsfentlich keit mit dem nanongldeuischen Juden bckanntgemacht batj und seitdem eine erste Krönung seiner Arbeit in der Errichtung des Vcrbanhks nationaldeutscher Juden hoi erleben dürfen, bat sichjgestern einen weiteren Erfolg «Mlhcri mit einer Versammlung im Sitzungssaal des Herrenhauses.. Derdicht gefüllte Raum war die Szene eines Vorgangs. der vielleicht eines Tages Geschichte darstellen wird Dr Raumann hatte Freunde und Gegner >2 .'I. >2. 21 „Ganzdeutich oder seiner Sache znsammengerufrn, um mit Richtjuden zu einer weiteren .Trage zu gelangen, ob der Verband in freier Aussprache Klärung der groben auf dem rechte» Wege sei, wenn er versucht, das jüdische Rassengefühl durch das höhere Tand des deutschen Nationalgefühls zu ersetzen und den in Deutschland lebenden Juden ein Vaterland zu geben das nicht am Jordan liegt, sondern an Donau, Rhein uid Elbe. Bei diesem Streben stützt der Verband vor allem auf zwei Widerstände, die sich innerlich gleich sind, we l sie beide im Rassengrdanken wurzeln: den deutschoö!kischen und zionistischen. Naumann entwickelt« in feiner treffsicherer Rede die Ziele, denen er mit stinem Verband zustrebt, lehnte vor allem den rassepolitischen ^.Züchters iandpunkt" entschieden ab und beschäftigte sich dabei nachdrücklich mit den Antisemiten sowohl wie mit den Zior iften, streifte die Ostjudenfrage, die er nicht als eine jüd sche, sondern als> eine deutsche bezeichnet«, und entrollte dann das Verbandsprogramm, das sich in drei! Punkten erschöpft: Verstästdigungsarbeit nach äugen, Erziehungscirbeit nach innen, Entwicklungsarbeit an die Jugend. Es ist schade, dag für all das Kluge und Gute und Offenherzige, das der Vortrag bot: nicht mehr Raum zur HanU ist, um es auszubrciten. denn hier liegt Aufbauarbei:, liegt Sammclarbeit, liegt vor allem Derständiguiigsarbekt in reicher Fülle vor. Der Antisemitismus als Gruipencrscheinung kann nicht bekämpft, er musz abgebaut werden, und wenn es richtig ist, dasi jeder Antisemit sei ten Hosjudcn hat, dann sollte diese. Arbeit.nicht ganz unmöglich sein. Värurtcilc gedeihen nur im Dunkel und in der Stickluft der Unkenntnis. Ein Programm, wie es der Verband dcutschnationalcr Juden sich gesteckt hat, musz zum mindesten die Kenntnis verbreiten und die Erkenntnis anbahncn, dag cs neben den Zionisten und-den Zwischen chichjlern noch eine dritte Gruppe von Juden gibt, die zuerst Deutsche sein wollen und dann erst Juden. Die Versammlung und der Vortrag Naumanns haben gezeigt, bau cs solcher Juden eine viel gröszerc Zahl gibt, als man bisher angenommen hat. Ein wertvolles Nebcncrgednis bildete die Aus-t ivrache. pe Herr von Oppeln-Vronikowski mit dem Vekenntni nalc, als kleine, g einleitetc, dasz seine Partei, die Dcutschnatioantisemitisch gelte und dasz sic allerdings auch in ihrer Mehrzahl antisemitisch fei. Es gäbe aber auch cinc isrig nicht zu übersehende Minderheit, die den antisemiliscksen Rummel nicht mitmache, und die gewillt sei, sich allmählich von der Bevormundung durch eine kleine oirlautc Gruppe freizumachcn. Rechtsanwalt kempkes aus den Reihen der Deutschen Volkspartci fand, dag das Programm Naumanns sich völlig mit seine» eigenen Grundsätzen decke, und er begrüfttv es, dasz eine Zahl voi Juden bereit sei, das Deutschtum in de» Vor dergrund zu rücken, wie das beim Verband nationaldcutschcr Juden geschehe. Hier sei ein Weg gesunden, tbegciisätc Zitz Überdrucken, denn wenn die nichtjüdischen Deutscher sich überzeugten, dasz cs einem groszen Teil des Judentums ernst sei. sich als deutsch zu bekennen und zu betätiget, werde eine Zujamincnarbeit Gleichgesinnter um Wiewrausbau Deutschlands möglich sei». Der einzige besr mdliche Tan kam in die Versammlung, als rin demokratischer Rektor sein« Parteilcimrute so dick bestrichen luslcgtc, da» einer der Hauptgcdgnken Naumanns, tämlich die Vcrbandstätigkcit sreizuhalten von aller Pacteipolitik. ins gerade Gegenteil verkehrt schic». Im übrigen hielt sich der Abeiid aus einer bemerkenswerten (Listigen Höhe, so dasz er zzrtrost als ein Markstein aus dem ferner» Wege des Verbandes nationaldeutscher Juden gelten kann SI Vollsstimme, Aufsatz: üblichen maßvoll üruberg (Völkisch) 7. 12. 2l. „Natioiraldeutsche Juden?" Z Spalten.' Die völkischen Gedankengönge, aber im Ganzen sehr (.>e>tf,v»u»g ick der jw.ü.n^Bcilug»')