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Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V. · 1922-01-01 · 1 (Januar 1922) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
Volume
1922
Issue
1 (Januar 1922)
Date
1922-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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des Verbandes nattonaldeutscher Juden e.V. Das Mitteilungsblatt erscheint Bezugspreis: Den Verband Geschäftsstelle des Verbandes Bankkonto: C. H. Krctzschmar. vorläufig in zwangloser Folge, mindesten« einmal'monatlich. — Einzelnummer 50 Pf., halbjährlich 2,50 M. ^sniitgliedern geht das Blatt kostenlos zu. : Berlin W. 45, Blumeshof 9, (Fernsprecher: Lützow^ ^069) Berlin W. 8, I^ä^rstraße y / Postscheckkonto: Berlin Nr. rji Jahrgang 1922 nuar Nr. r >)0N unseren , An unsere Leser. , ,, Das Mitteilungsblatt wird in Zr kunft auch einen Inseratenteil enthalten. Wir erwarten .... _ Mitgliedern, daß sie uns durch Inserat:n - Aufträge in weitgehendem Maße unterstützen, damit ein weiter r Ausbau unseres schon setzt vielgelesenen Blattes ermöglicht wird. Wir erwarten ferner, daßj unsere Mitglied« r die inserierenden Firmen bei Bestellungen in erster Linie berücksichtigen.! Berlin, im Jänner 1922 Der Vorstand Die Aussprache im Herrenhaus. Unsere Herrenhausversammlung vom;. Dezember hat in der Oeffentlichkeit einen starken Eindruck Hinte! lassen. Dieser Erfolg ist um so höher zu veranschlagen, ah, naturgemäß nur sehr lückenhafte Berichte über sic erscheine r konnten und es zu gleicher Zeit auf anderen Gebieten nicht an Vorgängen fehlte, die das allgemeine Interesse besonders ^nr^Anspi'Nch nahmen. Unmittelbare Teilnehmer, wie der Vertreter i^er »Kölnischen Zeitung", bezeugen, daß sich der Abend »auf einer bemerkenswerten geistigen Höhe" gehalten habe, sodaß er getrost als ein Markstein auf dem ferneren Wege des Verbandes gelten könne. . Dieses Urteil dürfen wir wohl denjenigen Zweiflern bds» . innerlichen Gegnern unserer Bewegung entg« genhalten,, die Geist, in dem wir unsere Arbeit verrichten, u nd ihm habin wir es zweifellos allein zu verdanken, wejnn der Abend wie die »Kilihre Ablehnung damit begründen, was Naumann wolle/ Hei im Grunde garnichto Neues, und die Mittel, durch die er seinem Ziel näherzukommen suche, hätte zum Beispiel der Zentralverein schon seit Jahren auöprobicrt. Wenn zwei dasselbe tun, braucht es bekanntlich noch lange nicht dasselbe zu sein. Und wir erinnern uns nicht, daß Aussprachen mit nichtjüdischen Volksgenossen, von anderer Seite in die Wege geleitet, ein so starkes Echo in der Oeffentlichkeit gefunden hätten, wie es mit unserer Herrenhausversammlung der Fall war. Auch hier gab «O wohl vereinzelte Red rer, die in die ausgefahrenen Geleise der Aentralvereinsbeweg mg einlenkten, ohne zu merken, daß sie fehl am Orte waren. Der Charakter der Veranstaltung aber wurde bestimmt durch 'den neuen »vielleicht einmal Geschichte darstellen wird", nische Zeitung" sich auedrückt. Die »Zeit" trifft den Kein unserer Bestrebungen, wenn sie die Begründung des Verbände nationaltcutscbct Juden als einen Protest gegen die Polil ik " bezeichnet, dir in ihrer hämischen,^ zersetzenden, auflösend n Art, der nichts heilig war, weit mehr zuM.Blühen dw Antisemitismus beigetragen habe, als alle antisemitisch n Flugblätter cs je vermochten., Daß dies Träger dieser Polit k, das wurzrlloseCafehauslitteratentum an her Spitze, das sich n il Vorliebe in gewissen Wochenschriften, und zweifelhaft " Straßenblättern austobt, sich durch unsere Bewegung getroff n fühlen, beweist die Haltung, die sie unserem Verband« gege„ über einnehmen. Wir haben von ihrer Seite nichts ander w erwartet und werden uns durch 'die Schmähungen, n it denen sic uns beehren, gewiß nicht beirren lassen. Auch auf sachliche Gegnerschaft rechts-wie links waren wir selbst» r stündlich von vornherein gefaßt. Der von uns' erstrelte Wandel der Anschauungen über das Verhältnis zwischen jüdischen und nichtjüdischen Deutschen kann sich nicht v m heute auf morgen vollziehen, er kann nur das Ergebt iS ernster, mutiger und nachhaltiger Arbeit sein. Daß rnir aber den einzig richtigen Weg eingeschlaqei hüben, der—u w deutsche Juden diesem Ziele näherführen kann, davon si td wir nach dem Verlauf der Herrenhausversammlung u»d

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