Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Journal
- Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Volume
- 1921
- Issue
- 2 (Oktober 1921)
- Date
- 1921-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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uns dt« 4>ivz(<chk«il d«t R«b«ttein»nd«ro»t.«iktn» beider Or-aatsa»ioa«a durchaus drjehea. Rach nasir« Übrit»zuag dH« gerade dieses Rebeaeiaaader dea Jatrreffea des deatschgesianteu Indrarunes» rmd.w» es zck verhindern sucht, schätzt demlt dieseJatereffenia nicht zu veraatworteader Weise. Wir wissen gewiß aichr längst alle», w«t von Seite» des Herrn Dr. Holländer geschieh» und geschehen ist, uu» dem Verband nationaldeutscher Juden Schwierigkeiten in den Weg M legen. Rur der Aufall har »nt in einige« Fällen genau« Kenntnis von seinen Bemühungen verschafft. Um so notwendiger war es» an weuigileni ei»em Beispiel di« unschön« An der Angriff« zu kennzeichnen^ denen wir von dieser Seite her fortwährend au-gesrgt find. Ein« solch« Abwehr ist gewiß nicht angenehm, aber fie war notwendig — um der Sach« willen, der wir dienert. Wir hoffen, daß mir dieser einmaligen , Polemik gegkn Herrn Dr. Holländer die .Vrivatsache* diese« Herrn end-, gültig für un« abgetan sein kann. Dr. S, Vre-laner. Berbandsnachkltzten. 1. ) Versammlung: »m Sonntag, den S. Oktober d. I.. fand ch Berlin eine versammhrng statt, deren Verlauf sehr befriedigend war. Rachstehend folgt Bericht >a«S dem Berliner Lokal-Anzeiger (wörtlich übereinstimmend im .Tag' und in der .Deutschen Zeitung'). Der verband nationaldeutscher Juden hatte gestern zu einer Versammlung in der Aula der Kaiser-Friedrich-Schule «n Äharlotteuburg eingeladen, um mit einem Vortrag über den Bri griff »nationaldentsch' in der Erziehungsarbeit de« Verbandes leine eigentlich« Siuterarbeir zu beginnen. Der Vortragende, SauitätSrat Dr. Peys er,'unten achte die Krage, ob internationale Denkungsart wirtlich vor der nationalen, die von moi deruen Zeitströmungen so gern alb rückständig abgelehnt werde, den Vorzug verdiene. Unter starker Betonung der Liebe zum Vaterland, dir zahlreich« seit Generalionen mit dem deutschen Boden verwurzelte Juden in ihrem Heizen' tragen, kam er zu dem E.grbnis. daß «an seine Gesinnung auf nationaler Deuknnterlage wohl zu übernationaler erweitern dürfe, daß aber diese nationale Denkunterlage für jeden deutschen Juden ebenso wie für jeden deutschen Christen da« Primäre sei und bleibe» müsse, tinr harmonische Vereinigung von Deutschtum und Judentum hält er. bei verständnisvoller Annäherung der besten Juden nild der besten Richtjnbeu für möglich. Die Juden müßten auf einen . Teil ihrer Empfindlichkeit gegenüber Angriffe» aus dem anderen ' iLager verzichten. Schwäche» und Fehler ihrer Stammesgenoffen 'zu bekämpfen sich entschließe», wahrend auf uichtjüdisch«. Seite zu verlangen sei. daß mau bestimmten Besonderheiten der jüdischen Sesensart Rechnung trag«. Den echten Zionismus erkennt der Redner an. jüdisch-nationales Mitläufertum hält er für ein Knuftprodukt^ Al» Aufgabe des Verbandes, dessen parteipolitische Reutralität scharf hervorgehoben wurde, bezeichnet er: ver» itändignngsarbeit »ach außen, Erziehungsarbeit nach innen, insbesondere Arbeit an verengend, die von Seelenfängern aller Art bedroht sei. In der Aussprache kamen Vertreter der verschiedensten Berufe und Altersstufe» zum Wort. Dr. Raumann, der Vorsitzende des Verbandes, berichtete über die Aufnahme, die deffeu bisherige Arbeit in der politischen Öffentlichkeit gefunden hat. Gerade jetzt, wo Me-positiven Kräfte des deutschen Volke» zu hingebungsvoller .GemMlschaftsarbeit gesammelt werbe» müßten, wolle auch der verband nationaldentscher Jude» i« Sinne de« Zusammen, stehent aller aufbausrendigen Elemente des Volkes wirke». Der Verband Hab« bereit» mit maßgebenden Faktoren de» »UenMch«» Leben» Fühlung genommen und werde, unbeirrt durch Ungriffe n»n jüdischer und «ichljüdischer Seit«, sein« Arbeit fortfetzen. 2. ) Berliner Berfammlnnge«: Als nöchfte Veranstaltungen für Berlin find eine Lkademikerverfammlung (Referent Dr. Raumann) und eine Lnfklirüngrversammlnng, zn der msbesondtrr auch Richtjuden eingeladen werden sollen, in Aussicht genommen. Besondere Nachrichten folgen. S.) Auomärtige Versammlungen: Sofern außerhalb Berlins von anderrr Seite Versammlungen ernbernfeu werde», in denen voranssichtlich über unseren Verband verhandelt wird lCentralvereiu rc.). wird »m rechtzeitige Nachricht gebeten. Nähere Anweisungen erfolgen dann schriftlich. 4.) Organtsationr Richtlinien und Normalsatzungen für Ortsgruppe» werde» vom Vorstand ansgearbritet und demnächst au dir Vertrauen«lente in de» einzelnen Orten versandt. Mitglieder, die bereit sind, da» Amt b»n Vertrauensleuten zn übernehme», werde» nm Miltes!»»« gebmen. Mimlieder, die Vorschläge für den Antbau der Organisation zu mache» haben oder die sonst bereit find, ihre Tätigtest in Gestalt von Verträgen, Serbe- »nd Büroarbeit dem Verband zn widmen, werden «n Mmrilnng gebeten. Insbesondere werde» aneb jüngere, st» Berlin 'wohnhafte Mstglieder zur Entlastung der vorstanosmstglieder gesucht. 'itten. alle Zuschriften, soweit st« »ich/ w den Verbaub nnttonnlbmttfcheä >f V zu richtr«. Zahlungen bitte» wir ouio p» lrtstru (flehe den Kopf dtrfe» ff ) OeschüstosteKer wir rem.perfönlicheu Juhalt habe», Jude». Bert in S Üb. ststnmes anf unser Bank- oder Postsche Blatte»). 8.) TSerbearbett: Um Msttrilungea von Anschriften solch« Peosönlichsette». an die Serbematerial gesandt wer»r» soll, wird gebet«». 2» Frage komme« nnr solche Personen, von denen mit Bo» fttmmthett ««senomme» warb«» kan», baß fie durch«», »«f dem Boden de» Verbände» stehen. ^— 7) Drucksachen: verbemstterial sowie weitere Exemplärr dstsÄ MilteilnngsblatreS können von d« GeschLftgftelle kostenlos bezogen werden. j , 8.) Mttteilungbblntt. -Kurze Beiträge für'kn» MüteitnngsblMt, da» später zu ein« regelmäßig erscheinenden Zeitschrift ansaedaut werden soll, find erwünscht. Übjer die Aufnahme entscheidet der Schrift» lest«, der sich auch Kürzungen Nnh geringstgige Änderungen »orbehält. Fall» Zurückftnduug des MonNskriptes st» Fall« d« Ablehnnng gewünscht Wird, bstteu wir am Astifügung de» Rückporto». Mitglied«, denen durch Bersehea der Expedition da» Mitteilungsblatt nicht zimrht, werden gebeten, die« »« Geschäftsstelle z» melde», ' AuschriftoLnderuuae»: Mitglied«, di« ihren Wohnsitz oder Aufenthaltsort wechseln (Stnoitreude rc.), w«de» gebeten, ihre »rn« , Anschrift der Geschäftsstelle jeweilig sofort «stzueilen. s 1K) Veltrüge, Mitglleimkartenr Die Übersendung der Mttgliedskarte« erfolgt jeweilig, sobald das SufaahmegeMch vom Vorstand genehmigt ist. Zählkarten für Beiträge (Jahresbeitrag «d frriwtlliaer , Beitrag zu den Gründnugskosten) werden beigefügt. Die Höh« der Beittäge wstd bau den Mitgliedern selbst bestimmt. Mindestbeitrag jährlich 10 M. Die Mitglieder »erben gebeten, ihre Familienangehörige», soweit fie anf de« Boden de« Verband«« stehen» zmp Beitritt zu veranlassen. > Der Vorstand. ' Oberschlefien. Die Weltricht« haben gesprochen. Ihr Spruch lautet wie noch ftrrv ihre Sprache lautete«: zum Schaden Deutschland». Wieder einmal wird au» de« lebendige« Körper de» deutsche» Volke» et» Stück her«»»- gerissen. Und Dentschland mnß stillhalten, den» nnsere Hände find gefesselt dürch de» Schmachnertrag, de» nnsere Feinde höhnisch einen Friedengvertrag nennen, «nd nnsere Wehr liegt zerbrochen am Boden. Armee deutsche« Volk, wie gleicht Dein Los dem Los des jüdischen Stammes! Haß und Mißtrauen umgeben dich rings. Was du tust, wird dir zürn Nachteil gedeutet, was du sprichst, wird »«dreht und »«lacht, »tagst du trotzig oder demütig reden. Lein« hört auf dich, wen» du den Nachweis führst, daß es Frevel und Narrheit ist, was man an dir begeht. , Lut nicht». Der Deutsche »ird »erbrannt! Deutsche Brüder und Schwestern in den verschacherten Städten und Dörfern des Deutschen Schlesien, wir denken euer, in rur« Not. Wir denken euer, gleichviel welchen Stamme« wir sind, gleichviel welch« pcckitrschen und religiösen Richtung wir angehKren, euer denken wie alle, denen ein deutsches Herz in d« Brust schlägt. Und üb« die künstlich «klügelte Grenze rufen wir euch zur Haltot fest an eure« Deutschtum! Tut em?e Pflicht «tt znsammeugebissene» Zähne» und Iaht dir Hoffnmtg nicht sinke»! Einst wird komme« der Ta-! Nicht an kriegerische Abenteu« denken wir) die heute nur verbrechende Narrheit wären, mag es' auch manchen von uns in den Fäusten jucken. Ab« es gibt Dinge, di« in Trümmer fallen müssen, auch wenn maa sie nicht mit Waffen zerschlägt. Setzen wir der polnischen Wmschaft dl« deutsch« Arbeit entgegen. Wer arbeite» kan«, wird schließlich der, Sieger sei». Bleibt Dcmtsch« im Herzen, dann wird eines Tage« der polnische Lchlagbaum zersplittern unt« de« Druck des deutsche» Gefühls. Einst wird kommen der Tag! Verband nationaldentscher Inden e. B. k» s