Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Journal
- Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Volume
- 1921
- Issue
- 2 (Oktober 1921)
- Date
- 1921-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Da« MittrWxgMatt erscheint vorläufig in oftr Folge, «wldestm» einmal wonatlich. Bezugspreis: EiaPlnuMmck! 50 Pf., haldjährlich 2,50 M. Den- Berbandvmfigliebem geht da» Blatt kosbulo» zu. Geschäft vchtll» de» Verbanh«»: Dwsin^V. z», Blumeshof 9, (? ernsprecher: Lützow ^069) B^ksr»»to: E. H. Aechschepm, B«rll>»W.k, Iägnstxaß» - P«-sch«Lk»ar»: Brrltll Nr. mazL Jahrgang 1921 Oktober Nr. 2 Die gefälschten Aufrufe. ^ach Mitteilungen^ di« UN» von verschiedenen durchaus glaubwürdigen Persönlichkeiten gemacht wtthx»^ sind vor einigen Wochen Wlü«e Zettel i« Olt1eu»s»r««1 verbreitet worden, in denen aufgrfordert wurde, unserem DervauL« beizutretea. Der Text der Zettel war insolchem Ton« abgefaßt) däß Personm, die au sich bereit waren, sich »ns anzuschlirße«, wegen der unwürdigen Fassung der Aufforderung davon Abstand genommen haben. Dies» Zettel rühre« ««der vo» rm» «och vo» Me« «»serer Mitglieder her. Sie fiele« «die nieder» trtchttge Fälsch»»- d«r, di« osse«fichtlich z» de« Zwecke verübt tfi, »« vo»,de« Beitritt z« »»sere« Derbenrd« abz»schrecke».! Zwecks Ermittelung und Ueberführung brr Urheber diese?Fälschung ist e» für uns von größter Wichtigkeit, daß alle Personen» Hie von der Verbreitung der sogenannten Aufrufe etwas wissen, uns über den ZtitpunÜ des Zugänge», die Art der Bersestdung und allk sonfllgen «ahereüumstLNde genaue Angaben machen. Besonders erwünscht wäre uns di« Einsendung möglichst vieler Exemplare dieses »Aufrufes*. . Wir rechnen auf die Mitarbeit nicht allen unserer Mitglieder, sondern aller anständigen Menschen, daies im allgemeinen Interesse lieg», daß den Fälschern das Hasidwerk grltgt werde. , Der Vorstands Programmänderungen? Dem Gründer des jungen Verbandes nationaldeutscher Juden ist von temperamentvollen Versammlungerednern vorgeworfen worden, er, d. -. Dr. Naumann, habe bereits — ich zitiere wörtlich! — oder, 6 mal das Protzramm in wesentlichen Punkten geändert*, «'mit andern Worten, er> schwanke hin und her und wisse^selbst noch nicht techt> was «eigentlich wolle. Ja, einer dieser Tadler hielt sogar einen Zwischenruf für angebracht, »Naumann möge erst einmal etwa» lernen.* . , Der sachlich« Beurteiler vermag mühelo» ftstzustrllen/ daß trotz metzrsacher Bitttn um nähere Erläuterung, von den 5 »der 6 angeblichen Programmänderungen nur 2 s ichstantiiert »erden konnte», der Rest aber sich tll» rhetorischer Ueberschwang erwies. Rpa ist jedoch auch von den 2 Punkten der eine gänzlich, der andere zur Halste unrichtig Hl fit stich «^Merteilosigkeit, während er'früher danach behauptet nämlich, der Verband verkün Mb«^ sich an «in« der Rechtspartrim anzugliedeni. als Herr Dr. Räumen» zwar und vor Abfassung feinst^ Inden* gelegentlich dje der damaligen Mittckpartrie» ad D. einzelne ' dis sich zufaffm, diesen Gedanken aber, as» er zur wirklichen Verband»« gründung schritt, längst aufgegebea hatte. Vo« Anfang an bi» heute besteht der Arbeitsausschuß de» Verbende» au» Angehörigen der verschiedensten Partei«; vertreten waren vom ersten Tag« an Volkspartei, Demo! Wenn ferner lange vor Gründung de»^ Herren — und wir wissen da» auch von unserem Verband« nicht angeschloffen auf einflußreich« Männer innerhalb Parteien in dem Sinne einzuwirken, daH; Aufklärung dm Antisemitismus in ihrsck beginnen möchten, usid wenn sie ss hieran nötigenfalls.persönlich mitzuar! Privatsachr und hat nie etwas parteilichen Ehartrkter dev Ver sofort ergab und ergebm mußte, dem Willen zur jLachlichkrit hättm Weiteres feststestm fönnen. Aber Red« wmiger gehaltm worden u> Jedenfalls: Punkt r fällt in sich Der zweit« Gegenstand — und de» Abscheues — war di« a jedoch später wieder aufgegeden« Dissidmtm. Hierzu zunächst eine