Mannheim
Compact Memory

Haḳedem · 1908-09-25 · 3/4 (25. September/Dezember 1908) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Haḳedem
Volume
II (1908)
Issue
3/4 (25. September/Dezember 1908)
Date
1908-09-25
Page
[Seite] (sequence 35)
Language
German, Hebrew
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/4869944-6026861-6026924--0640-4870601
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

129 Zur Geschichte der Jaden in Polen und Russland etc. r t urid hat derselbe über 6000 Pohlnisehe Gulden an neuem Gtelde entwandt. Es ist demselben, jedoch vergeblich, nachgesetzt worden“. In No. 66 (Sonnabendischer, vom 7. Junius) wird uns folgender Bericht aus Warschau (vom 14. May) übermittelt: ״Durch die verschiedenen Klagen, dass vieler 'Orten die Jüdischen Pächter ihr Contingent zum Kopfgelde ihren Eltesten *) nicht entrichten, und diese dafür! haften müssen, ist neulich eine Kronschatz-Commission veranlasset worden, unter dem 12 ten des jetztlaufenden Monaths ein Edict ausgehen zu lassen, darinnen den Juden-Eltesten versprochen wird, dass, wenn sie vor den Commissions-Gerichten die Restanten belangen würden, ihnen nicht allein die darauf verwendete Gerichtskosten unverzüglich wieder erstattet werden, sondern auch die Schatz- Procuratoren sie in solohen Sachen bedienen sollen“. Aus No. 36 (Dienstagischer, vom 24. Mart.) des Jahrg. 1767 erfahren wir durch eine Nachricht aus Warschau (vom 29. Februar (sic!)): ״Von den Juden, welche wegen Verfälschung der Ducaten in Inquisition gekommen, ist einer hingerichtet worden“ und aus No. 97 (Dienstagischer, vom 18. August) vernehmen wir aus Warschau (vom 1. August) im ״Auszug eines Schreibens aus Zaleszyk iu Podolien, einer Königlichen Erbstadt“, dass ״die Einwohner meistens deutsche Leute und Juden sind“. Eine Fülle von Mitteilungen sind im Jahrg. 1768 erhalten. In No. 44 (Donnerstagischer, vom 14. April) ist ein Bericht aus Posen (vom 20. März) aufbewahrt, iu dem es heisst: ״Von der Conföderation in Podolien giebt ein Schreiben aus Latyczeck vom 6ten dieses folgende nähere Umstände . . . Sie (d ie Conföderirten2) quartieren sich meistentheils in der Juden Wohnungen ein, welche letztere sich daher genöthiget sehen, sich entweder nach den Hintergebäuden ihrer Häuser zu begeben, oder in andern HäUBern ihren Aufenthalt zu suchen“. No. &2 (Dienstagischer, vom 3. May) meldet aus Warschau (vom 13. April): ״Die Zahlung der Juden Kopfgelder eignet *) Über die ״Ältesten" in den jüdischen Gemeinden Polens b. S. Spinner, Etwas über den Stand der Knltar bei den Juden in Polen im XVI. Jahrh., I. Heft, S. 38 ff., (s. a.), Selbstverlag d. Verf. •) Vgl. Griti, Geech. XI. *, 1900, S. 107.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.