Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- II (1908)
- Issue
- 3/4 (25. September/Dezember 1908)
- Date
- 1908-09-25
- Page
- [Seite] (sequence 34)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/4869944-6026861-6026924--0639-4870600- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
128 A. Lewiaskv. r v nebst des Juden Weib und 7 Kinder, in die Luft geflogen ist“. In No. 73 (Sonnabendischer, vom 22. Junius) begegnen wir der Mitteilung aus Warschau (vom 4. Junii): Aus der Ukraine wird gemeldet, dass diejenigen Juden, welche unweit Latyczew, einen Edelmann bey der/Nacht in dessen Hause überfallen, ihn und die seinigen . . ermordet, und das Haus in Brand stecken wollen, ergriffen und nach Caminieck vors Gericht sind geführet worden“. No. 82 (Sonnabendischer, vom 13. Julius) bringt aus Warschau )vom 23. Junii) die Nachricht: ״Der Herr Cron-Grossmarschall hat, auf Anhalten der Königl. Münz-Commission kund gemacht, dass, nachdem verschiedene Geldaufkäufer das beste Geld umschmelzen und rafiiniren, wodurch sie die Stadt in Brandgefahr setzen, das schlechte Geld aber unter die Leute bringen, alle dergleichen Umschmelzer, besonders die Juden, bey grosser Strafe gewarnet werden, sich in Zukunft alles Geldumschmelzens und Rafiinirens zu enthalten, und das Geld in die Königl. Münze zu bringen, und daselbst rafiiniren zu lassen“. Aus dem Jahre 1766 findet sich in No. 37 (Donnerstagi8cber, vom 27. Martius) der Bericht ,von der Pohlnischen Gräuze“ (vom 4. Mart.): ״In der Application auf Pohlen wird unter andern gesagt: . . befänden sich in Pohlen und Litthauen, . . . 6500000 Seelen, wo nicht . . diese Anzahl zu hoch angegeben, indem . . 1200000 Juden gerechnet, die sich nach der letzten Aufzeichnung nur auf 585617 Köpfe beliefen, und hätten die Juden zwar einen Theil, aber nicht die Hälfte verheelen können“. Ebenfalls ״von der Pohlnischen Gränze“ wird in No. 38 (Sonnabendischer, vom 29. Martius) berichtet (unter 7, Mart.), und zwar aus dem 7. Stück des Pohlnischen Monitors: ״Auf künftigem Reichstage wird man aus den Schatzcommissions• Rechnungen die Einkünfte vom Generalzoll, . . . und dem Judenkopfgelde ersehen; sie werden aber wohl kaum noch einmal so viel als vorher austragen“. No. 43 (Sonnabendischer, vom 12. April) meldet aus Warschau (vom 23. Mart.): ״Es ist vor kurzem ein Lieferantjude1) entlaufen, welcher für die hiesige Münze Silber geliefert, ') Sein Karne wird nicht genannt.