Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- II (1908)
- Issue
- 3/4 (25. September/Dezember 1908)
- Date
- 1908-09-25
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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r י Das Verbum sum Ausdrucke (טביעות עינא (העין. Von W. Bacher. Das Substantiv טביעות kommt nur in Verbindung mit עי;א (hehr. העןן) vor. Der Ausdruck bedeutet den festen, bleibenden Kindruck, den das Auge von einem Gegenstände gewonnen hat und vermöge dessen ..es den Gegenstand auch nach längerer Zeit wiedererkennt. Das Substantiv gehört zum Verbum בע;? in der Bedeutung eingraben, prägen (daher ן1ט3ע Münze, Siegel• ring). Hebräisch findet sich der Ausdruck in dem Ausspruche Jochanans (Sabbath 114a), der als ein besonderes Vorrecht des Gelehrten angibt, dass man einen ihm verloren gegangenen Gegenstand zurückgibt, auch wenn er kein bestimmtes Kenn- Zeichen zu nennen weise, sondern ihn nur vermöge des von ihm behaltenen Eindrucks wiederzuerkennen erklärt: ׳עמהזירין לו אבירה בטביעות העין. Sonst kommt der Ausdruck nur aramäisch vor (ט' עינא) und zwar in derselben Anwendung, wie im Ausspruche Jochanans; so Gittin 27 b und B. Mezia 19a (im Munde Rabba bar bar Qhana’s, eines Schülers Jochanans, mit Stillschweigender Benützung von Jochanans erwähntem Ausspruche; Chullin 95 b und 96 a (in Äusserungen der babylonischen Amoräer Nachman, Chisda, Raba, Isaak b. Mescharscheja, Aschil; Baba Mezia 23b, in der Diskussion über einen von Jehuda tradierten Ausspruch Samuels, in der ebenfalls von jenem Vorrechte der Gelehrten gesprochen wird. Joseph — und nach ihm sein Schüler Raba — wendet den Ausdruck auch auf den durch das Gehör gewonnenen Eindruck an, auf Grund dessen man eine Person an der Stimme wiedererkennt, und spricht von טביעות עינא דקלא (Gittin 23a, Chullin 96a). — In Baba Mezia 23 b enthält der bereits erwähnte Ausspruch Samuels einen Ausdruck, der sonst nirgends vorkommt und ebenfalls den Eindruck betrifft, den das Auge von einem Gegenstände gewonnen hat. Samuel erklärt nämlich בלי אנפוריא (Handelsware, ipji&pta) 8