Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- II (1908)
- Issue
- 1/2 (25. März/Juni 1908)
- Date
- 1908-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 75)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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Talmodische Miszellen. 71 r. Peraehja setzen, während doch erst sein Schüler Simon b. Schetach (nur nach jer. Kethub. 8,11: 32 c) den Schulbesnch überhaupt anordnete. 9. ,׳ Die Redensart מאן דאבל תמרי בארב(י)לא לקי (Sanh. 89 b und Makk. 20b), die nach Raschi zu bedeuten scheint: ״Bekommt, wer in einem Siebe liegende Datteln isst, die Prügelstrafe?“ ist schwer mit der Mitteilung des dortigen Tanna in Einklang zu bringen, wie schon S. Straschun z. St. bemerkt (הדמיון איט מובן). St. weist auch die Erklärung des Aruch 8. v. תמר: es wäre Art der Menschen, Datteln im Siebe zu essen, und wenn einer dies tut, ohne dass er sie verzehntet, könne es doch niemand wissen, um ihn zu warnen und zur Prügelstrafe zu führeu, ab. St. meint, es wäre vielleicht ein Mann im Hause des Rab Chisda gewesen, der Datteln im Siebe zu essen pflegte. Eher würde ich dann vorschlagen, anzunehmen, dass der Tanna des R. Ch. aus Arbel gewesen-und R. Ch. ihn dann gefragt habe: Wenn einer in deiner Heimat Arbel Datteln isst, so bekommt er (ohne weiteres) מלקות? Es gab auch eine Kaperfrucht צלף, die im Anfang der Blüte תמדות genannt wird (Maass. IV, 6). Nach R. Elieser müssen auch diese Teile, nach R. Akiba nur die eigentlichen Früchte (אביוטת) verzehntet werden. Nach Maim. heissen diese אל נבר (muss heissen, s. Ar. compl. 8. v. אלכבר ״Kapern“), nach R. Jizchak b. Malkizedek heissen die תמרות gerade בכר, was man vielleicht mit jenem von Raschi zur Erklärung von ארכלא überlieferten und von ihm als ״Sieb“ gedeuteten בברה identifizieren kann, 80 dass man die Stelle übersetzen könnte: ,Wenn einer die Datteln in den Kapernhülsen (verstekt) isst (und sich 80 — nach R. A. — vom Zehnten drückt), bekommt er da die Prügelstrafe?“ (Inwiefern hier ein Thoraverbot als Grundlage für מלקות in Frage kommt, vgl. Ber. 36a/b, Rösch, hasch. 12 a, jer. Anf. Maass.) Zu meinem obigen Hinweis auf den Ort Arbel vgl. auch jer. Schebi. VI, 3: 36 d Ende, wo R. Abahu nach Arbel kommt und dort eine Frage, betr. eingepflanzter Früchte des 7. Jahres, erledigt. — Zur alten Deutung (in Raschi) vgl. jedoch apch: ein Dattelkern geht in die Galle wie durch ein Sieb geschüttelt (Chull. 49a); ein Gottesleugner