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Haḳedem · 1907-12-25 · 4 (25.12.1907) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
4 (25.12.1907)
Date
1907-12-25
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German, Hebrew
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152 Dsrid Kflnstlioger. Es ist ja ganz natürlich, dass, wenn Mohammed die Josef- Geschichte erzählt, diese Geschichte mit der der Bibel viele geineinsame Punkte haben müsse. Ist es doch die Erzählung von demselben Josef, von welchem die Bibel so viel zu erzählen weiss. Es muss aber unverholen auch zugestanden werden, dass tatsächlich manches in der zwölften Sure das enthalte, was die Haggada und nicht die Bibel aus der Geschichte Josefs uns zu berichten weiss. Es sind also unstreitig viele Analogien vorbanden; Genesis, Haggada und Koran bieten viel gemeinsames Material in der Geschichte Josefs. Wie sind aber die heterogenen und allogenen Bestandteile iu der J08ef־Sure zu verstehen? Wie sind jene Stücke zu erklären, welche weder mit der Bibel noch mit der uns erhaltenen Haggada Ubereinstimmen? Woher stammen diese Teile? Gibt es doch in der zwölften Sure eine beträchtliche Anzahl von Momenten und Motiven — wie weiter unten aufgezählt werden wird —, welche weder in der Genesis noch in den Midraschim aufzufinden sind. Gäbe es nur vereinzelte, unbedeutende oder aber geradezu krasse Abweichungen von den älteren Texten, so würden wir sie ohne weiteres als Gedächtnisfehler Mohammeds, als Missverständnisse dieses ungeschulten Mannes ansehen. Hatte doch Mohammed Marjamu, die Schwester Harfins mit Marjamu, der Mutter ‘isäs identifiziert! Sure III, 30 u. XIX, 29. Ein Geschichtslapsus kann allerdings einem Ungeschulten, ja, sogar einem Geschulten passieren, warum sollte er nicht einem Mohammed passieren können? Allein die ko.ranische Geschichte Josefs hat kaum derartige Fehler aufzuweisen. Sie bietet vielmehr Redensarten, Gespräche und kurze Erzählungen, die durchaus nicht auf Fehler oder Missverständnisse zurückzuführen sind, sondern auf andere als Bibel- und Midraschquellen zurückgreifen. Denn aus den Fingern hat er sich diese gewiss nicht gesogen. Um diese Bestandteile der Josef-Sure übersichtlicher zu machen, ist im Folgenden meine hebräisohe Übersetzung dieser Sure abgedruckt. Die Translation ist — 80 gut es ging — dem hebräischen Bibeltexte angepasst. Wiewohl ich den Genesistext als bekannt voraussetzen darf, so stellte (links) ich doch auch die allerentferntesten Genesisparallelen neben diese Übersetzung. Was die haggadischen Analogien anbetrifft, 80 werde ich diese — insofern sie sich nur mit dem Korantext decken, nicht aber jene, die mit

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