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Die Bne Briss · 1937-01-01 · Nr. 1/2 - Januar/Februar · p. [Seite]

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Journal
Die Bne Briss
Volume
1937
Issue
Nr. 1/2 - Januar/Februar
Date
1937-01-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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(Ii, folgen, Gew menhänge Pfadfinders aufgedeckt, dische Leben ß hnt er auch in der Aufhellung der Zusamden Typ des jüdischen Wandervogels und [eschaffen haben, viel Wahres gesehen und Die Schattenseiten, von denen auch das bünnicht frei ist. sind in diesem Much beispielhaft dargestellt worden. Darüber ist aber, wie ich meirie. das I>fsitive kurz gekommen Maybaurti religiöser Wi rle risäer von d und nicht be immer auch es (weist dei tlich der' Keliglon können. In Stadt bewohnt das in <ler bündischen Erziehung liegt, zu ht ei um die Wiederaneignung jüdisch- Nun haben die »OH ihm verehrten Phar Thora gesagt. ..daß sie nicht bei Händlern Kaufleuten zu finden ist." (Erubin 56a) Wie dies talmudische Wort zu verstehen sein mag. auf die Spannungen hin. die zwischen iind diesen ..städtischen" Berufen entstehen der Tat hat die Religiosität der jüdischen r im letzten Jahrhundert sehr stark von dem imnierwähre iden Nachschub ländlicher. Menschen, die von dem Dorf in die Großstadt zogen, gezehrt. Riehlig ist die Maybaum se ic These, dali sich die Religion heutigen l ages nur d irch geistige Auseinandersetzung mit allen konkurrierende! Mächten den ihr gebührenden Platz im Aufbau des menschlichen Lebens wieder sichern kann. Ehe man aber mit der Religion streiten kann. muU man von ihr gepackt und durchdrungen sein. Dieser erste Zugang zur Welt Gottes kann aber im unmittelbaren Umgang mit ■den l'rkräfI eil der Natur eher aulbrechen als durch den Aufenthalt i 1 dem Steinnicer der Großstädte. Von diesem Weg zu (io t wissen nicht nur die Psalmen, sondern viele andere Müc ier der Bibel zu erzählen. . Es ist gtmg ausge eshalb die Frage, ob der von der Jugcndbewc- 1 ende Aufruhr gegen das Städtertum nicht letzten Endes e n religiöses Kreignis von fundamentaler Bedeutung für dii heutige Menschheit und nicht zuletzt auch für das Jaden! m ist. Eine solche Revolution könnte sich als jüdisch zul issig ausweisen. Zu dem Satz der Thora: ..Ein Jeder ehrfi rcKte seine Mutter und seinen Vater und beobachte mein - Sabbale" sagt Raschi: „Die Sabbalfeier steht hier neben dem Gebot der EHerhehtUflg, um dir anzudeuten, dali du trotz der Pflicht der Elternehrung, dem Vater h i r h t,zu gehorchen brauchst, wenn er dir befehlen sollte, den Sahha zu entweihen." Und Raschi fügt hinzu: „Und so ist es tri allen anderen Pflichtgeboten." Es ist über allem Zwe fei erhaben, daß die Jugendbewegung das religiöse Sehe ndasein. das der jüdische Großstadtmensch oft zu führen | ezwungen war. klar durchschaute und die ..Rückkehr zjrr S'atur" nicht nur vollzog, um ein' romantisches Jugeirdlan 1 zu beziehen, sondern iri der sehr ernsten Absicht in - Ke Stille und Einsamkeit ging, um durch ein naturgem: ßeres Leben den Anschluß an das Geheimnis der Welt wict erzufinden. II Es sc liehen St länder al den. Viel den Chal jüdischnatürlich lange nicht nen. Tradition notwendi Stadtlebebs Weg zur leicht sp Wille au» 22 -n Ii ■ns sicherlich freuen, wenn sich die bürgerdtkulturen der überseeischen Einwanderungs- Stiitzpunkte jüdischer Religiosität erweisen wergrößer scheint uns aber die- Chance zu sein, die lzim in l'.rez Israel zur Wiederaneignung eines igiös geformten Lebens gegeben ist. Wir wissen auch, daß die palästinensischen Siedlungen noch als ..Heiliges Land" angesprochen werden könvielleicht gehört die Ablehnung, die dort die des Judentums noch vielfach erfährt, mit zu den;en Reaktionen' auf die ./Schattenseiten des die erst überwunden sein müssen, ehe der jüdischen Lehre freigemacht werden kann. .Vielicht sieh gerade in dieser Auflehnung der starke mit der Religion endlich wieder ernst zu machen und sie zu tragen, soweit und sofern man sie in Wahrheit and Ehrlichkeit zu tragen in der Lage is|L Damit soll gewiß nicht alles am kibbuzischen Leben gutgeheißen wer-, den. Das soll nur gesägt sein, um die besondere Stellung, die dem Neuaufbau Palästinas auch nach Maybaums Meinung im Dasein der heutigen Judenheit zukommt, ins rechte Licht zu setzen. —- Mr. HUgo Hahn. .Tancred". Schriften der 1936 ist der Disraeli in Mus 1-21 b a u erst gestern ge- Als /weiter Band in der Reihe der Jüdischen Buchvereinigung für das Jahr Roman ..Tancred" von Benjamin der Übersetzung und Bearbeitung von .1 n veröffentlicht worden. Dieser Roman, Ider im Jahr' 1K47. kurz bevor Disraeli seine hohe politische Laufbahn begonnen hatte, erschienen ist. ist gleichsam ein Bekenntnisbuchv worin Disraeli seine politischen Träume und seine religiösen Anschauungen verwoben hat. Line Reihe von prickelnden, politischen Sentenzen ist darin aufgezeichnet tlaj.1 man glauben könnte, das Buch sei »einrieben worden. | Stark und ergreifend ist die Sehnsucht des Tancred, des Helden der Erzählung, des mündig gewordenen jungen I.ords atfs altem englischen Adelsgeschlerht, die ihn, der von mystischen Gefühlsregungen erfüllt ist! nach dein Lande der Bibel zieht, nach den Stätten, die göttlicher Offenbarung gewürdigt wurden. Dort hofft auch er, als neuer Kreuzfahrer die göttliche Erleuchtung zji finden. Nüchterne und klare Schilderungen der . politischen Zustände Englands einerseits, uiitl andererseits farbenreiche, phantastische Szenen aus der Welt des Orients [bilden den Inhalt dieser Lieblingsschrift Disraelis. Vom Jüdischen Standpunkt ausgesehen, sind besonders interessant die Schilderungen von Jerusalem. Hebron. Bethlehem und Damaskus, wo kurz-vorher der traurige Pro >schuldigiing stattgefunden hatte. Disrae! ger Knabe der anglikanischen Kirche zugleführt wurde, war dennoch stolz auf seine jüdische Bassezugehörigkeit und versucht die Anwürfe gegen Juden und Judentum zu widerlegen und seine Zugehörigkeit zur Kircl ren jüdischen Gefühlswelt in Einklang Buch, das beinahe verschollen wfir,, ist v heil entrissen rer Tage zur Besinnlichkeit aufrufen eß einer Blutbel, der als 12jähri- . ert der Vergessenii werden, und wird manchen-Juden unse-' e mit seiner inne-' zu bringen. Das ind airegen. B. E. Jüdisches Rllndenjahrbuch. Die Selbsthilfegruppe der jüdischen) Münden in Deutsch lana, welche von den 356 jüdischen Bünden ca. 300 umi faßt, gibtzum zweiten Male ein „Jüdisches Jahrbuch für lit.tt) 37" heraus. Es enthält außer dem Kalendarium ein : Reihe von Aufsätzen, in denen Blinde über ihre häuslich; und gewerbliche Tätigkeil, ihre seelische Einstellung zur» Leben zum Teil auch in poetischer Fjorm berichten. Eifahrene Blindenfürsorge zeigen die | Blinden im Wirschaftsieben und im Kampf um den Arbeitsplatz, die neue i seit dem Kriege eingeführten Blindenbeiufe werden besor ders hervorgehoben. Eine statistische Arbeit über dje jüdischen Münden bildet den Schluß des Buches Die Anschaffung des Jahrbuches freunden nnd allen, die sich über dip Mündenfrage informieren wollen, nur empfohlen werden. W. S. kann allen Blinden

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