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Die Bne Briss · 1937-01-01 · Nr. 1/2 - Januar/Februar · p. [Seite]

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Journal
Die Bne Briss
Volume
1937
Issue
Nr. 1/2 - Januar/Februar
Date
1937-01-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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Wie /ler Herausgeber in sc stellt «iuch duvorliegende übersc dar, das ewige Buch jüdischen mit den Mitteln der Gegenwart ist dank ehyn ehrfürchtigen Frn Arbeit, auf denen, das Werk he gültiger Versuch, der Dank und dient, denen die Beschäftigung nicht mit der h e b r ä i s c deutseben, ein religiöses Hr. Georg -Salzl > mit i neu Geleitwort betont, zm g nur einen Versuch emehen der Gegenwart in anbringen. Aber sie 1 lind der hingehenden ihu ein auf lange Zeit Inprkennung aller veruns.Ter Bibel, wenn ei), so doch mit einer Jen ist. Vi UV r. Prankfurt a.'M. f««« Eine vollständige Talmiidübcrsctzung Vor kurzem ging eine -Mitteilim des Jüdischen Vcrdie erste vollständig Talmuds in deutscher Hi im Lesein dieser di r bekannte Dankiages in Berlin diirch .Tie Presse, daß Obersetzung des l> a'b y Ionischen Sprache in 12 Bänden erschienenI i$ Mitteilung drängte sieh »o manchem spruch ..Schehechc jonn"- auf die üij>|>e>i. daB wir den Abschluß dieses gewaltigen langersehnten Werkes erlebt haben. l)ie schlichte Notiz dA^Vorlegers erinnerte uns blitzartig an die mannigfachen Schicksale des Talmuds seit ilrn Zeiten Jnstianus bis auf unsere Tage, wie er auf (ier einen Seile wii etwas Heiliges jveiehrl und von der andetn Seite angefeindet, verdächtigt verleumdet und verspotte! wurden erinnerte uns an die Mannigfachen Kämpfe, die seinetwegen geführt wurden..an die Dispula'ioneo. ah die Fälschungen und Entstellungen! und an -die Wiederholten TaHnudverbrennungen. Auch) seine jüdischen und niclilji(diselun Verteidiger INachmaiides, Johann* Reueh- Iiii u. a in traten uns mit einem Schlage lebhaft in die Frinnerurur. Eine vollständige Ülfertragiing des babv- " liinisebi n Talmuds in eine We-Itsp sehnlichste Wunsch seiner Freunde Forderung seiner tiegner. Wohl hat fehlt, aber-sie fü •che war daher der und die wiederholte es an derartigen Herten nicht /um Endmühiutgcu nicht ziel: sii brachten nur Teilarbeiten. jjBri'chslücke Als da •her in Jahre lKJMi der noch sehr! Hinge Lazarus Goldm hinidt. Orientalist und Talmudistj; zugleich. von neuem •inen einer Vernich /ur einer testkritischoi Talmu Jaiisgahc mit vollständigen 'Übersetzung in deutscher Sprache unten ahm. wurde ihm' kein günstiges Progirostifcon gestellt.' v von .S] i \\ Inen Die zweite Aufgabe war. eine getreue allgemein verständliche deutsche Übertragung zu schaffen, sie nach Möglichkeit sinn- und wortgemäß zu gestalten i nd mit kurzen Erklärungen und Anmerkungen zu versehen. Diese Kieseiiaufgabe hat Gobischmidt in einer jahrzehntelangen hingebenden Arbeit aus eigener Kraft, ohne fremd; Hilfe, ohne jede Unterstützung irgendeiner Olgaiiisation gelöst. Zunächst sind von der auf neun Hände berechneten großen Talmudausgfbe (hebr. Text mit . Ühcrstdzm gl acht erschienen. Die Drucklegung des neunten letzten Bandes niußlc infolge lies Weltkrieges und sonstiger widriger Verhältnisse, die den Autor zwangen, sich anderen literarischen und wissenschaftlichen Arbeifeli zuzuwendei. auf mibe •r inzwischen bemerkt, d iU (i. Ausgab des in den Codex TalmuJhant schrift in der Lage ist stimmte Zeit hinausgeschoben wbrden. ist ab -i erfolgt. (Für den Fachmann Jahren 1912—14 eine textkritikche Hamburgensis. der ältesten erhl ltenen aus dem Jahre MMI herausgegcl cp hat. Da nicht jeder Privatmann ^roße- Talmudausgabe anzuschaffen, entschloß Verfasser auf Anregung -des Verlegers ein;' Volksausgabe, die nur t Tc deutsche I bers? enthält, herzustellen, die nun in 12 Händen vorliegt, wohl die große (loldschmidtschc Talmirdansgabe ab die kleinere Volksausgabe enthält eine; vollständige deutsche Übertragung, die. sich durch Kürze! und Kl irhcil :f sieh du sich der billigere •Izung So auch und Anerkennung auszeichnet.. Wir sprechen dem rastlosen (ieJchrtcfi dieses Moäumentalwerk Dank ganzem Herzen aus. Die Übersetzung von Goldschmidt wird für von Iür Jude I in I Nicht juden das Hilfsmittel seid, sich Ki-nntnissl im Talmud zu erwerben und zu vertiefen: sie Wird üb rdici zur Erforschung mancher Materien im Talmud anlegen, wie dies die Arbeiten der. bekannten Professoren Wilhelm Ebstein. Göttingen, über. ..Die Medizin im Testament und im Talmud" und Josef Kohler. Herlin, das ..Talmudischc Recht" schmidlsehen tbcrsctzun; Darüber hinaus wird sie in ipnloge clehung von großem Nutzen sein und zur H — die beide bereits der siel* bedient, n - zeigen. i s c Ii e ruhigiin vielfach demiiliT beitragen. Der Talmud wurde llnrechl äN ein Gcheimbluch bezeichnet. ielinelu wurde beim Erscheinen des ersten Heftes öttern und Skeptikern prophezeit, daß es wohl die rste und letzte-Lieferung sein dürftet lud auch als später der V< rlag von S. Calvary die Fertigstellung des I. Bandes tngeki ndigt «nd Interessenten ausführliche Prospekt)? -und l'roli.-li >gen zur Verfügung gestellt hatte, verstummten die- Zweile nicht: man mochte eben an <!ie Ausführbarkeit dieses kühnen Planes nicht glaitbmi Denn. Goldschmidl hatte s ch z w e i gewaltige Aufgabpi) gestellt, von denen jede allein naeh dem l'rleileitlesl Rektors des Berliner eine besonder.- Moral für gegen Srchtjuden lejire. wurden Stel deutet und len aus d. in das ■ Verhaltet l'lp dies Zusammenhang ZU bewe seil. (erissen, mißzur Verdächtigung des Judentums, bell llzt Jetzt, da eine vollständige Übertragung elJ-s Talmud! in einer Weltsprache,vorliegt, kann er nichl metir als Gchnimbuch gellen: denn jedem Vorurteilslosen ist nun die Mög lichki-it gegeben, sich über den InJiall dieses allen ei)|enartigen Literaturdenkmals zu unterrichten.*) Wer nunmehr den Talmud ohne Voreingenommenheit mit den religiösen Schriften anderer Hekcnntnissc und anderer Völker R abbin r-Seminares, des bekannten Talmudge'chrten Prof. gleichen und ihn auf seinen ethischen Gehalt prüfen w Dr. Da .iel lloffmann, die ganze Kraft eines Marines \nsprueh zu nehmen geeignet ist. rin In stand diese Doppelaufgaln-v Zunächst galt es. e ii e ii. von Zensurverstümmtungen, Khlstellungen dürfte sicherlich zu dem l'rteil gelangen, da i der Babbi und Philosoph Manuel Joel vor sechs Jahrzehnten seinem Gutachten über den Talmud 'ausgesprochen hat: Dr. Neuen über old der ii Bc der mit das im vei w er in tiolds^hn eii.deger und Druckfehlern gereinigten einwandfreien Text herznhmidt wählte hierzu dje erste Zensur- \iisgabe. die bekannte editio priticeps von tomberg aus den Jahren 1320- "-':{ und zog auficr- Vergleb hiing die Münchener TaliBud-Hapdschrift Jahre 1343, «Iii- ..Variae lectiones*' des Gelehrten Nathan Rabinowicz und die Varianten anderer stelle«, freie Daniel dem zu aus den Raphai ..Ich nehme keinen Anstand! dein hob zu erklären, daß es Wold kaum cineip mit Recht ' bewunderten Moralsätzen de I/iiii anerfcan ih r Talmiidforsrher heran. 18 Wie eli.- „Jüd. Telcgr. Agentur" vor ku wird in einiger /eil auch eine Talmudübe'lsc scher Sprache erscheinen. Au dieser Cbersitzun bereits aclil Bände fertiggeslcjtt sind, arbeite (ehrte mit; die- Gesamtredaktion liegt in Dr. .1. V. p.s I e i n. n Gerichfsi« Salz in Evangebht ps >f en v.eni bericlit in e n g \ Uli dreiUig (., Händen I). Verl. le. i - er

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