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Die Bne Briss · 1937-01-01 · Nr. 1/2 - Januar/Februar · p. [Seite]

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Journal
Die Bne Briss
Volume
1937
Issue
Nr. 1/2 - Januar/Februar
Date
1937-01-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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im ersten Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts geschildert, die sichvon der der deutschen JudenheH-der damaligen Zeil im allgemeinen nicht wesentlich unterschied, wohl aber dadurch vor allem stark in Gegensatz zu anderen westjüdischen Landsmannschaften gestellt " wurde, daß die Weltstadt London einen gewaltigen) Zustrom fremder, namentlich ostjüdischer Elemente aufjwies. Der Wunsch dieser ostjüdischen ..zweiten Gener-ation" in nähere Berührung mit der englischen eingesessenen Judenheit zu kommen, stand ebenso au der Wiege der Logengründung wie der Wunsch einer Reihe junger jüdischer Kiemente: insbesondere zionistischer Wellanschauung, sich gegen die damaligen ,.Notablen"', insbesondere das Oberrabbinat und die Gesamtorganisalion des englischen Judentums -(Board of Deputies und Anglo-.lewish Association), efn Sprachrohr .zu verschaffen. Aus den Kreisen der ,,alteingesessenen"' Juden Englands ebenso wie aus den Kreisen der Notablen kamen auch die Bedenken gegen die Lpgengründung. wie die Gegnerschaft gegen ihre ersten Maßnahmen. Trotzdem ist es beachtlieh, daß die Gründung selbst unter tätiger Mitwirkung unseres Br. Dr. (.laude Montefiore, sogar in dessen Haus vor sich ging. Unser verstorbener Br. Kxpr. Siegmund Bergel nahm an den . Gründungsverhandlimgen regen Anteil und installierte auch schließlich die erste Loge :un 19. März 1910. Unter den Gründern der Loge finden wir einige auch heute noch führende Männer des geistigen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen englischen Judentums, so den jetzt NOjährigen Dr. Moses Gaster. den Br. Kxpr. Auguslus Kahn, der heule im Wobourn Hottsc fcine segensreiche Tätigkeit entfaltet. Auch der jetzt-schon, verstorbene Herbert Benlwieb, den Y;it r des bekannten Vorkämpfers in jüdischen Minoritätsfragen Norman Bentwich, g -hörte als erster Präsident der neuen Lage . an. Im wesentlichen aber hat die Loge am Anfang wohl aus Eingewanderten der \. und 2. Generation bestanden. Sie hatte das Glück\ bald ebi-nso wie andere englische Logen führen, le Männer der jungen -Monistischen Bewegung bei sieb zu sehen. Wir finden in einein der frühesten* Arbeilskomit.es die Namen von Wcizmann und Sokolow als niitarbeit -nJ - Brüder. In der ersten kurzen-Periode vor dem Kriege hat die Arbeit der Logen vor allem!n 'der Betreuung der Einwänderv.r und in .der Vertretung ihrer Hechte gegenüber der damals sehr scharfen Handhabung der Frcmdengesetzgebung bestanden. Ks ist jintei essa'nt zu lesen, wie sich die Loge hier zuerst gogen die Opposition des Board of Deputies und, dann in verstän Inisvoller Zusammenarbeit mit ihm durchgesetzt hat. Diese Gegnerschaft und sciiließliche Zusammenarbeit ist auch in anderen Fällen zutage getreten, so bei der viel umstrittenen Frage der Besetzung des Amtes des Chiefrabbi nach dem Tode Hermann' Adlers im Jahre 19H. in Scliächtun:| Ehefragen ifsw. -;- - - ' " * I ■ Dann kam der Krie'g mit seinen großen neuen Problemen.-der Flüchtlings- und pfriegsgefaitgenenfürsorgf, und schließlich am linde des Krieges kamen, wie ja bei ihrer maßgeblichen zionistischen Zusammensetzung besonders verständlich war, all Palästina herum gruppierten. In die "nun folgenden 10 FriedensjY.hrc fällt der Aus bau und Neuaufbau der Loge. [Zuerst hatte man sicil mit den typischen Nachkriegsprobleimen beschäftigt I.Sorge, für ^die durch den Kriegsdienst m\ der Bahn geschleuderten Brüder u. dgl. rri.l Dann" aber wurde in großem Umfang das soziale Werke der Vorkriegszeit wieder aufgenommen. Die Fürsorge für das riesige jiddische Proletariat im Londoner Ostend führte zur Zusammenarbeit mit den Frauen- 16 die Fragen, die sich um Hilfskomitees Und zur Gründung einer selbst indigen Schwesternvereinigung. Ks. ist unmöglich, in einem kurzen Überblick die gesamten sozialen Aufgaben, denen lieh die Loge erfolgreich gewidmet hat. im einzelnen darzustellen. Daß eine Riesenstadt wie London ganz besondere Anforderungen sozialer und charitaliver Art stellt, braucjit nicht erst betont zu werden. Sehr interessant, namentlich für die "BrBr. au} reu Städten, ist die Darstellung über die Beweg Brüderschaft überhaupt. Den allgemeinen Schwiei Juden in einer Großstadt zu erfassen, gesellt-; London die schon gekennzeichnete Zurückhaltimf Immerhin hat iii den spezifisch-englische größcung der gkeiten, sich in der „geletzten Judenhaß alle Ströogi maßgeb- So ist diese Loge nicht England geworden, sonborenen Engländer" hinzu, ^fahren dfis Interesse der Schaft an der Loge stark zugenommen. Die ILodt umfaßt heute auch führende Männer der großen Organisationen, w ie die -beiden letzten Präsidenten des Board ofl Deputies, den Chiefrabbi von England, aber auch führende Männer aus der jüdisch-liberalen Bewegung Londons, sp daß der Bericht mit Hecht darauf hinweisen kann, muugen des englischen Judentums in der liehe Vertretung gefunden haben, nur der Pfeiler der Großloge von I dern hat darüber hinaus selbständig im Lcjlieil der englischen Jiidciiheit einen nicht mehr verrückbjiren Platz eingenommen. „ Noch einige Worte über den Bericht des Präsidenten für das Jahr 1935/36. Dieses Jahr wurde durch das Silberjiibiläimi gekennzeichnet, welches am 10. Npve hber stattfand. Unter den Einrichtungen der Loge ist vo' allem die Gründung eines students' common room :ini Wobourn .'Ions.' zu nennen. Die Zusammenkunft führen Jer Brüder zu Kursen und Vorträgen mit den Studenten dürfte der Loge den notwendigen Nachwuchs sichern. Di; eingehenden Berichte über.die einzelnen Vorträge und Gesellschaftliehen Zusammenkünfte entziehen sich der Darstellung in dieser kurzen Anzeige. Bemerkenswert is't, da S die Loge von verhältnismäßig jugendlichen Männern gerührt wird, so daß sie auch schon darum an allen icgenwa'rtsproblemen des jüdischen Lebens lebhaften Anteii nehmen imstande ist: .•lf Hf :h. Stern. Kurz vor Redaktionsschluß erfahren wir Freude, daß B r. P r o f. Dr. Selig llrollt Großpr'äsidcntcn des Distrikts 15 B'nai II worden ist. Die Großloge für Deutschland h rilh dem englischen Distrikt herzliche Wünsche ül n iL zu unserer J z k y zum gewählt it ihm und rmittett. Sehr. Z( Pulästina. Gegenwärtige Bemühungen der Km Briss ii Lande. i Während unser Distrikt sich in letzten Anregung des Br. Kxpräs. Sali I.evi, Mainz. Jung einer I.ogenhachscharah in Palästina (M. B. 19.10. Nr. 7/8,. S. 66), erreicht uns die Nachricht, daß" das hochw. Exekutivkomitee hat, einen ansehnlichen Betrag zur Gründung e im Heiligen Lande bereitzustellen, die zu j f Ordenspräside nten den Namen ..B'nai B'pth Cohen Nachlah'" tragen soll, Diese in der Nj tales zii errichtende Sicellung wirel die Me"i 120—125 Familien, vorzugsweise . aus siissig zh machen. Mit der Gründung bzw soll schleunigst begonnen werden. Life,..; ■■<■: . I -K Heiligen betr. mit einer Errichbeschäftigt erfreuliche beschlossen iner Kolonie h|ren unseres Alfred M. iles Jordanliehkeit gebe.n, an- Kolonisierung ihe DeutSi Iii and

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