Die Bne Briss
- Journal
- Die Bne Briss
- Volume
- 1936
- Issue
- Nr. 9/10 - September/Oktober
- Date
- 1936-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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uenden Druckes sich Gelting veischal'fiep. Der Staat riff im liberalen Zeitalteij in d ese Wahl nur insorn ein, als er für bestimmte Berufe Voraussetzungen % der Zulassung aufstellte, riicht a zulassenden beschränkte. Man greif Ung bestimmter Berufd man Wenn so schon der Staat ier die Zahl der warnte vor der verbot sie aber Zu- Ericht. auf die Berufswahl keinen bestimmenden Einfluß genommen hat, so Stand der jüdischen Gemeinschaft ein1 solche Berufswahl regelung niemals zu. Den einze ne hat der Gemeinde niemals ein so umfassendes Recl t über sein Schicksal eingeräumt, daß sie seine Be könnte. Dieses Recht bestand Kindern der Armen, den Waisen I werden konnte auf Grund der finanziellen Abhängig keit. in der diese Kinder (während der Ausbildung zu der Gemeinde standen ufswahl entscheiden nur gegenüber den , Weil es durchgesetzt Allgemeine ethische nicht der staatliche ZwangJ öder steht, werden nur für einzelne ßcren Kreis bestimmciu e Kra Erwägungen, hinter) denen virtschaltlicher, Druck selten für einen grölt bähen, besonders Abstieg und nicht , wenn sie einen einen Aufstieg begründen sollen j Diejenigen, die im > n'irtscl aftskampf keihe Aufstiegsstellung erreichen konnten, kamen aber auch da 'Inicli noch nicht in die handarbeitende Schicht. In deniZe len großer wirtschiiftlich« r Judennot in f)eutschland, in den fünfziger und sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, schafltc sich dieser soziale Überdruck ein Ventil in der starken deutsch jüdischen Wanderüng in die Vereinigte 1 Staaten von Nordamerika. Ein anderer Teil der im Wirts* diaftskampf siehenden Juden besetzte in erster I inie d e neugeschaffenen und handwerkliche Betrieb 9. Jatirhunderts wurden die Abwanderung der Juden in akademischen Berufe sich ständig vermehrenden Arbeitsplätze fjir Angestellte, weil hier der Be rieb mit jüdischem! Inhaber wesentlich leichtere Ans itzmöf lichkeiten bojt als der landwirtschaftliche oder Seit dem Ende des schädlichen Folgen der die großen Städte und in dir deutlich erkannt, und du gesellschaftlichen Bestrebungen 'zur Umschichtung der Juden wieder | energisch aufgenommen. Wir erin lern an die Bestrebungen der Vereine zur Förderung des Handwerks und des Ackerbaus unter den Juden, die? Schaffung der Jüdischen Gartenbauschule Ahlem bei Hannover, anl die Gründung der landwirtschaft teheu Schule in Pfeine durch den Konsul Simon und an <5ie Errichtung der Lehrlingsheimc in Berlin-Pankow'und Düsseldorf. Alle diese Bemühur gerf haben die Berufsstruktur der Juden in Deutschland glicht entscheidend beeinflussen können; die Fluchl in die höheren Berufe hielt an. Eine Vermehrung der handarbeitenden Bevölkerung trat durch die osl jüdische Einwanderung während des Krieges und nach ihm ein. Es ist bekannt., daß während des Krieges eine Reihe Von judischen Arbeitern aus Polen nach Deutschland gekommen sind, um als Bergarbeiter und hei sonstigen Schwerarbeiter beschäftigt zu werden. Die istarke Zuwanderung, besonders in den rheinisch-westfälischen Industriebezirk, die w ährend des Krieges, erfolgt ist, geht hierauf zurück. Die ostjüdischen Bergarbeiter haben solange unter Tage gearbeitet, als ihre Arbeitsplätze nicht wie der mit deutschen Bergarbeitern besetzt worden sind. >ruh dem Aufhören dieser Arbeit ist ein großer Teil nach Belgien und Frankreich weiter gewandert, um auch dort wieder im ridiistrichczirk Arbeit iu 7 . ■ . f ' suchel. Ein Teil ist dann vom Bergarbeiter zum Heisenden der gesch ifte gegangen. \ I »ie ('. Ii a I ti z bewegung brucli gerade aus dein Ruhrgebiet aus den ehemaligen Bergarbeitern einen Zustrom von alleren Arbeitern erbalteii, die sich in Palästina gut bewähren. Ken entscheidenden Impuls hat die Uinscbicb tungsBewegung durch den Gedanken der Ghaluziutli erhallen, der schein kurze Zeit nach dem Kriege einen Teil der jüdischen Jugend Deutschlands ergriffen hat. Die ( ründung des Landesverbandes des Hechaluz in Deutschland erfolgte im Jahre 192U. Seit dieser Zeit haben alljährlich einige hundert junge Menschen aus Deutsichland — Westjuden -und Ostjuden — den Weg 83 wider Willen den Weg Abzahlungshai schon vor dem Um-