Die Bne Briss
- Journal
- Die Bne Briss
- Volume
- 1936
- Issue
- Nr. 7/8 - Juli/August
- Date
- 1936-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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die sceeliscjie Grundlage der Sekte ist. (iröiie und Gg- Hilfe der landeskundigen Brüder durch staltungskraft dieses Gedankens beweist «las Aufblühen der voll den Quäkern kolonisierten Provinz Pennsylvanicn. liam Penn, einim Oberhaupt der Sekte. Die Hauptieträgt den Namen Philadelphia Stadl der kolot Bruderliebe. Di« Beispiele der Herrenhuter und Quäket lehren, daß weltanscha die he Ideale nicht immer darauf beschränkt sein müssen, aus Sternenferhe zu leuchten, sondern; als Antriebskräfte arbeitender Gemeinschafu gestalten vermögen. teil das Leben ein Wort. Ansä Logenjagend ze sehaf tsfeildung Räterteilung riehen Mög- III. Die Aufgab ■ der Gegenwärt, für zahlreiche Familien unseres B r n d e r k r e i s e s eine neue Heimat zu |p Sehen, sollte uns von selbst auf den Gedanken der Geraeinicfaaftssü(Hung führen, sofern wir daran glauben, daß Brüderlichkeit uns mehr bedeutet, alsnur ze. wie die geplante Hachscharah von jen bereits den Willen zur Gemeinr Die genossenschaftliche Erwerbung von Sicdlungsla »d, die Vorbereitung aller wirtschaftlichen Bedingungen mit Hilfe des in vielen Ländern wirkenden Bruderbundes steht durchaus im Bereich der Möglichkeil. Schon im Stadium der Vorarbeiten könnte, wo es nötig ist. die Hilfe der im Siedllingsland ansässigen Brüder bei Verhandlungen mit den Behörden die Zulassung der „Einwanderer und das gesamte , Ansiedhmgsvor laben erleichtern. Später wäre die über die landwirtschaftlichen und indus lieblichen, die Eröffnung von Absatzmärkten und Handelsbeziehungen wichtig und geeignet, die Neugründungen vor Fehlschlägen zu bewahren. Alle diese brüderlichen Hilfsleistungen würden über das rein praktische Moment hinaus wirksam sein, indem sie den Neusiedlern die Beruhigung geben, nicht allein-zu stehen, sondern den Bück halt an einer verbündeten^ Gemeinschaft zu besitzen. Wenn sich dann nach der Tagesarbeit tlic Siedlungsgenossen in Zeilabständen zur Logensitzung zusammenfinden und in den altgewohnten Formen die gemeinsamen. Interessen pflegen, wird ihnen die Verbrüderung Halt und Stärkung gegenüber den Schwierigkeiten ihrer neuen Existenz gewähren und mehr, bedeute! * als dies bei dem loseren Zusammenhang und den Ablenkungen ihres bisherigen Lqbens möglich war. Man fühlt sich nicht mehr allein, wenn man in einen Kreise sieht, wo jeder sieh als Bruder des andern bekennt. Heimatsgefühl kann ebenso stark in den Seelen wurzeln wie in Boden und Umwelt. Das Bestreben. Grundlage der Brüderlichkeit zu errichten, wäre zugleich höchste ideale Steigerung des kens und seine Verankerung im wirklichen Leben. Eine große Aufgabe, aus dringender Not erwachsen, würde dem Orden einen idealen Aufschwung und zugleich ein Feld Segen bringender Arbeit geben: Zu> neuen Ufern lockt ein neuer Tag! Lebensgemeinschaft auf der der Gefährtpli Logenhachscharah in Palästina Br. Sali L c v i - Mainz, i In ' dies« und die l'msjiedlung der Juden Deutschlands eine unwidersprochc nc Notwendigkeit geworden ist. muß die 1'nisehiehtui] lieh e n M Zeit, in der die berufliche Umstellung bezw. die Umsiedlung der jugende n s c h v n als die wesentlichste und wirksamste Aufgabe betraclitet werden. Wenn für diese Aufgabe «ine Patentlösung auch nicht gegeben? ist und wenn die Umsiedlung nach den Ländern, in welchen Raum für Juden ist. versucht werden muß, so bleibt allen Ereignissen der letzten Monate zum Trotz die Übersiedlung junger Mensehen aus Deutschland nach Palästina gewiß eines der wichtigsten Ziele. -. . . Zwar lei itete die Jugendalijah und die Handwer- **- * ■ " ', ker-Cbersie« hing in dieser Hinsicht verdienstvolle Ar- 66 beit, die Tausenden von jungen Mensclien zugute kam. Durch die Einrichtung der Hachscharahs'tellen wird der Erfolg der Ubersiedlungspläne wesentlich vorbereitet. Es ist aber eine Tatsache, die jeder, der in Palästina war, feststellen kann, daß den jungen Menschen-, die in Deutschland für Palästina vorbereitet werden, beim Beginn ihrer Arbeit in Palästina eine außerordentlich schwierige Aufgabe gestellt wird. Die jungen Menschen haben in Deutschland zwar Fertigkeiten für ihren praktischen Beruf gewonnen, sie haben sich Kenntnisse in Ivrith und Palästinakunde angeeignet und sie wurden zu dem so wichtigen kameradschaftlichen Geist erzogen; aber die Lebens- und Arbeitsformen Palästinas sind von denen'Mitteleuropas so verschieden, daß die jungen Menschen in dem l~ L