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Der Orden Bne Briss · 1936-03-01 · Nr. 3/4 - März/April (3.1936) · p. Seite 38

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1936
Issue
Nr. 3/4 - März/April (3.1936)
Date
1936-03-01
Page
Seite 38 (sequence 14)
Language
German
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■ Ungarn. In der Anfang Januar abgehaltenen Generalversanim-; lang der Repräsentanz der Pester Israelitischen Religioas gemeinde wurde des 4 0. Jahrestagesdes Inkrafttretens des Rezeptions- (Emanzipations-j Gesetzes feierlich gedacht. Der Präsident der Israelitischen Landeskan^lei und der Pester. Kultusgemeinde, Hofrat Samuel Stern, tonte u. a.: Die ungarische Judenheit betrachte a^ch beute Religion und Vaterland als eine heilige Einheit. Der Reichsverweser^ hat dem führenden Mitglied israelitischen Kultysgemeinde in Budapest, Advokat Josef Spitzer, den Titel ..Oberregierungsrat" liehen. _. Der jüdische Reichstagsabgeordnete Paul Sand ist ihi Alter von 75 Jahren gestorben. Er trat stets die Gleichberechtigung der ungarischen Juden ein. von Ilabsburg hat der Witwe ein Beileidstelegramm gehen lassen, in dem er auch die Königstreue des slorbenen hervorhob. Oberregierungsrat. M^jor - Auditor a. D. D r. Jul Gabo r,- ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Er früher Generalsekretär der Pester Israelitischen Kultus Gemeinde und geschäftsführender Präsident der Israelitischen Bundeskanzler Gabor ist auch als Verfasser wiert voller Schriften juristischen und historischen Inhalts kannt geworden. Der Präsident der Budapester Börse, A 1 e x a n <1 e r F 1 e i s s i g , der vor kurzem vom Reichsverweser mit pem Ungarischen Verdienstkreuz Erster Klasse und dem ..Exzellenz" ausgezeichnet wurde, ist in das U n g a Jer D.r. tero-r für (plto zu- Vcr- II s •Var. bc- Titel r i - s c h-e Ober h.n u s gewählt worden, noch acht Juden dem Oberhaus an. Außer ihm gehören L\ S. A. , .; Bei dem in New York veranstaltetem E nt p f ä n g für Sir Herbert Samuel. I. o r il B e a r s 1 e d .11 n d Simon Marks sprach auch der frühere C berkommissar für Auswande)’ungsfürserrge bei dem Vö kerblind. James G. MacDonald. der sich füt die Pkinc Sir He/bert "Samuels „zu Gunsten der Juden in Deutschland und Polen einsetzte. Präsident Roosevelt empfing Sir Herbert Samuel in einer zwanzig Minuten datier iden' Unterredung und sandte anläßlich der in Washington tagenden amerikanischen Verkebrskonferenz fiir^ Palästina-Aufbau folgende Botschaft: „Jeder Amerilaner kennt die I.iebe der Juden für das Land, das mit den großen Anfängen ihrer_ Geschichte verbunden ist. öeder Jude muß Freude darüber empfinden, daß diese ewige Treue gekrönt wurde durch die Errichtung eines jüdischen Nationalheims, das auf den sicheren Grundlagen der Gerechtigkeit und Wohlfahrt für alle, seine Teilnehmer ruht. Das amerikanische Volk wird meiner Überzeugung nach bereit sein, großzügig an dem Un ted Palesline Appeal mitzuarbeiten,' dessen Ziel es ist, heimatlosen Juden ein Heim zu schaffen. Ich hege die zuvei sichtliche Hoffnung, daß die Mitarbeit des amerikanischen Volkes beitragen wird zu dem weiteren Fortschritt des Heiligen Landes, das, dessen bin ich sicher, auch weiterhin die ganze Welt erleuchten wird." — Die Reichskonferenz beschloß 'die Aktion der englisch-jüdischen Abordnung zu unterstützen und sich dem Programm der Ausiedlui g von 100 000 Juden aus Deutschland und Polep anzuschlicßcn. Der Senator William King aus Utha forderte im’ Senat, daß man jüdischen Auswanderern aus Deutschland ii; den U. S. A. eine Zuflucht gewähren solle. Er trat daher für eine entsprechende Abänderung der amerikanischen Einwanderungsbestim inungen ein. — Präsiderft Roosevelt hat andie amerikanische Misrachi-Konferenz, die am 17. Februar in Washington eröffnet wurde, eine Botschaft gerichtet, in der er di« Rolle, die die Religion in der Menschheitscntwicklung gespielt bot, rühmend hervorhebt. Üicses treffe mit beson: derer Stärke auf die Juden zu. Von den Anfängen ihrer Geschichte an Waren die religiösen Führer der Juden Figuren von Weltformat und haben — so schreibt der Präsident Roosevelt weiter — das Volk in guten und schlechten Zeiten, in günstigen 'Epochen, und in. Zeiten der Verfolgung, zusammengehalten. Präsident Roosevelt empfing 'inv, Weißen Hause den Ehrenpräsidenten der American jJewish Congress und Vorsitzenden des Comite de Delegati&ns Juives, D r Stephen S. Wise zu_ einer län -Der Präsident gab dabei seiner tiefen £läne der Überführung einer groß? nach Palästina Ausdruck. Der jüdisch-amerikanische 'Phil intlyop Salomo n Lampert ist in New York im Alter von 65 Jahren einem Herzschlag: erlegen. Er war Palestine Economic Corp. und Schatzmeister des Jüdischen Nationalfonds in den l\ S. A. Australien. Für den aystralische'h’ Nationalhel den jüdischen General -Sir J o/p jetzt in Melbourne, in der Nähe der halle, ein Reiterstandbild errichtet ’ ngeren Unterredung, i Sympathie für di:’?n Zahl von Juden den des Weltkrieges, n Mona s h , soll australischen' Ehrenrerden. Zupz-Stiftung Zum 50. Todestage von Leopold Zum, dem Schöpfer der „Wissenschaft des Judentums**, erließen Kuratorium und Beirat der Zunz-Sliftung folgenden Aufruf! Am 17. Mürz kehrt zum fünfzigsten Male der Tag wieder, an dem Leopold Zunz in die Ewigkeit. hat er Mit- und Nachwelt durch seine bahnbrechenden ge- ,Wissenschaft des kinger)<mgcn ist. Zu tiefster Dankbarkeir lehrten Welke verpflichtet. Unuergünglich aber ist seine Schöpfung, die er o/i \ludentums“ bezeichnet hat. I I Mit dieser Anregung, das Judentum in seiften Seins- und Erscheinungsformen nach den Met haften der Wissenschaft zu erforschen uni darzustellen,'hat-er das gesamte geistige Leben des Judentums neu begrüßtet und zu fruchtbarer Entfettung gebracht.! Die Zunz-Stiftung, die vor siebzig Jahreh zu Ehren des Altmeisters errichtet wurde und du jFörderung der wissenschaftlichen Forschung in seinem Sinne zur Aufgabe hat, erpeuert das Gelöbnis, I den Samen und das Werk von Leopold Zunz weiter in Ehren zu halten und nach dem Geiste ihref Satzungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Ausbreitung zutragen. der Wissenschaft des Judentums beir Mittwoch, Wtssermann, Elbogei

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