Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1936
- Issue
- Nr. 3/4 - März/April (3.1936)
- Date
- 1936-03-01
- Page
- Seite 25 (sequence 1)
- Language
- German
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Berlin, März/April 1936 Nummer 3/4 4WXO0C fixe ^>i»üSl>lan^inia.iaaa (Eingetragenei; ©ereilt. nn Eigener Verlag der Croßloge. — Böroi W 62, KleiaUtraße 12. — Telephon Nachdruck »amtlicher Artikel au» dieien Mitteilungen verbot< Anitß/i Barbarossa 4619. INHALT: Der Auszug aus Aegypten)— Vom Geiste der Rahhincn — Br. Ludwig General Komitee — Sonderausschuß Aus den Logen des VIII. Distrikts — - Aus Jüdische Winterhilfe Kurze ('hersicht Zunz Stiftung —- Bücherschau Holländers Wirken im Orden den 'Logen anderer Distrikte.' tl’ärteihefreites Judentum.) I > ■'~ De Von r Auszug aus Die Krönung der \Veltschö| fung bildet der Br. Georg S u 1 z. b e r g e r - Frankfurt a, M|, Aber wenn wir. uns .von dein Zauberbanp, in den Sabbat, den Anfang von Israels G< sebiebte der Auszug aus Aegypten. In einer allwöchentlichen Feier wird der eine, in einerti alljährlichen Feste der andere unserem Gedächtnis eingeprägt. D|e „Erinnerung an das Werk des „Anfangs“ und das |,Andenken an den Auszug'aus Aegypten“ verknüpft nicht nur das Gebet, lilit dem yvir jeden Sabbat bei seinein Eintritt heiligen, sondern auch das Gebot, das iib<)r jedem siebenten Tage steh^: „Du Rollst gedenken, djiß du Knecht warst im Lande Aegypten und daß der E(\vige dein Gott dich von dort mit starker Hand und ijusg^strecktem Arm herausgeführt hat; darum hat der Ewige dein Gott dir geboten, den Sabbattag zu halben“. Gewiß ist der Sabbat älter als Pessach, das Fes MizrajimSi Knechtschaft, soviel uns die Erzählung u iserer „Haggada“ immir wieder schlägt, für einen Augenblick freimachen, so können wir uns wohl die K lecbtscbaft in Aegypten mit all ihrem physischen und moralischen Druck ohne werteres vorstellen, wätrend die wunderbare Befreiung uns ein Rätsel bleibt. Zwar der Auszug aus Aegypten an sieb ist ein historisches Faktum, so wenjg zu befenthalt und' die Unter Irückung Beduinenstämme im.; „Hause cer Sklamuten uns die Bilder der Hagder Befreiung aus älter wie die Welt zweifeln, wie der Ai der freien ven". Aber kindlich gada an, die Israels hobener Hand “, womöglich bewaffnet und v ie Sieger triumphierend aus d>n geöffneten Toren in die Frühlingsvollmondnacht ihrer Freiheit liinau .wandern lassen. Die Bibel spricht vielmehr davon, dt ß sie aus Scharen wohlgeordnet, „mit erälter ist als Israels Geschichte.1 Aljier erst mußte diese Geschieht® ihren Anfang nehmen) ehe die Feier des geschichtslosen Ruhe- und Feiertages der Welt in Menschenhand gelegt werden konnte. Hieraus erklärt sich Aegypten vertrieben verweilen durften,, bi: rung für die Reise b kvilfden und nicht einmal so lange s das Brot gesäuert und) die Zehjreitet war. Des ist bis (icute das Hauptsymbol des Festes, die Mazzo, Zeuge. ijtenn mag Bedeutung unseres sinnfälligsten Ausersten beiden Festdie überrügende national-religiöse Pessach-Festes. Sie kommt zum druck in der häuslichen Feier der abende, die an Reichtum der Gebote und Lieder, der Symbole Und Riten sich mit keirer anderen vergleichen läßt. Wir singen und sagen ren, wir schmecken und kosten ai i „Seder-Tlsch“ die Erzählung! jener alten Zeiten mit der Hausherr auch er, die Schüssel, mit hebend, die Worte wir lesen und liöder Höhe einer Lebendigkeit, daß sie aufhört, bloße Erzählung za sein, und wir alle, Große und Kleine, den Gang uns;rer Ahnen aus der .Freiheit in die Knechtschaft und a|us der Knechtschaft *• in die Freiheit miterleben. die Seder-Foier eröffne^, indem den ungesäuerten BroteR emporspricht: „Dies ist das 'Brot des Elends (der Sklaverei), das unsere Väter gegessen haben im Lande Aegypten“, sb erklären wir doch.auf des Fest rituals dasselbe Brot nach dem großen Rahban Ga nliel mit der Eile, zu( der die Aegypter die Vertriebenen drängten. Daneben schimmert noch eine antlere Darstellung jenes * Auszuges aus Aegypten im biblischen Berichte durch. Wenige Tage nachdem Israel das unwirtliche Wirtsland verlassen, wird dem -König von Aegypten erzählt (der