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Der Orden Bne Briss · 1936-01-01 · Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1936) · p. Seite 8

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1936
Issue
Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1936)
Date
1936-01-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Aus anderem Distrikten B'nai, B’rith Monatsblätter der Großloge für den Cechoslqvakiselien Staat, September-IIeft Nr. 7, 1935. In diesem Heft beginnt die von Br. Großschatzmeister Dr. Bogumil Stein verfaßte (ieschichte des X. Distriktes. Die Quellen des ersten Jahrzehnts sind mangelhaft, weil eine die diesbezüglichen Vorgänge enthaltende! Aktenkiste verloren gegangen ist. Die Gründung des damaligen österreichischen Distriktes erfolgte auf Veranlassung des Exekutiv-Komitees seltsamerweise nicht voll einem zentral gelegenen Orte aus, sondern üIkt die Gohcorriia-Loge in Kattowitz, so daß die erste 1-oge in Bielitz 4n der oberschlesischen Grenze, die zweite 1892 in Krakau: gegründet wurde. Dann kam Pilsen (1892), Prag (1893), j Karlsbad (1894), Wien erst 1895. Die Oeslerr. Großlofje hatte 1895—1910 ihren Sitz in Prag, von da ab in Wiei^. Der Entwicklungsgang zeigt so viel interessante Momente, daß nach Abschluß der Darstellüng im -Zusammenhang darauf zurückgekommen werden soll. Dap Heft enthalt ferner eine ausführliche Besprechung des int Schocken-Verlag erschienenen Buches von Paul Amann! ..Tradition und Weltkrise”. Der die Zeit kennzeichnende Nationalismus wird hier nicht auf Basse und l’rtrielt liegründet. sondern auf Tradition, d. h. geistiges Erbe, feuriiekgeführt. wobei zwei Traditionskreise —- Antike iip weiteren Sinne zind Zentral- und Nordeuropa — als Gegensätze entwickelt werden, deren Kampf als Wissenschaft gegen Mystik, Persönlichkeit . gegen Masse,- die treibenden Kräfte der Kulturentwicklung seien. , E(n fernerer Aufsatz von Dr. Enianucl G r o ß über den Bildhauer Bernhard Ii e d e r behandelt die Entwick lung dieses erst seit einer im Sommer 1935 in Prag veranstalteten Ausstellung einem größeren Kreise bekannt gewordenen Künstlers, dessen stilstrcnge Gesjaltungsart noch -weiterhin bedeutende Leistungen erwarten läßt. ß'nai B'rith Mitteilungen für Oesterreieh. Heft 7/8, September/Oktober 1935. Das Heft wird durch einen gekürzten Aufsatz aus der Schrift von Prof. Dr. 11. Steinthal „l’ejjer Juden und Judentum” eingeleitet, der die Notwendigkeit darlegt; durch Religionsunterricht aiif .das Gemüt des Kindes einzuwirken. Born, Athen und Zion seien die Bildungsgrundlagen unseren Zeit. I deren Humanilälsgedanke in, Zion wurzele. Damit «fit- Kinder nicht für einen inhaltlosen Namen dulden rufe kämpfen, müssen sie das Judentum kennen krnen. um zwar aus den hebräischen Trquellen.. (Geschrieben 1890. Es werden sodann die Ergebnisse der vom 4. bi i 9. Mai 1935 in Washington stattgehabten Tagung d.« ■ Konventionsgroßloge mitgeteilt: Verlegung des Sitzes der Ordcnsleitung nach Washington. Abhaltung der KonveiJlionsgroßlogc alle drei Jahre, statt wie bisher alle fünf Jahre. Aenderung des Namens der Konventionsgroßloge in ..Supreme Lodge B'pai B'rith" (Oberste B'nai B'ritbl.oge). Anerkennung der 100 Frauen-llilfslogen mit 10 0C0 Mitgliedern und deren Gliederung in fünf Distrikte: weitere Organisation der Anti-Defamation-League; Amerikanisi;- rung der Juden! Hilfsaktion für die deutschen Judejl finanzielle Fundierung der Hillel-Foundations. Ueber den Luzerner Zionisten-Kongreß - berichtet Dr. Victor Keller und verzeichnet als Hauptergebnis maßvolle Haltung der Arbeiterpartei und die Bückke Weizmanns. Die großen Erfolge der zionistischen Arbeit in den beiden letzten Jahren werden durch die 1 200 000 angewachsene Zahl der Schekel-Zahler und die et Br. lis c ie den beiden letzten Jahren hunderttausi nd betragende Zahl die bedauerliche ung der Jabotinskyder Einwanderer beleuchtet. Üebei Spaltung im Zionismus durch Absonden Gruppe berichtet Br. Adolf Böhm. Ein Beitrag zur Geschichte der Krankheiten der Juden von Dr. I. Fischer bringt hochinteressante Daten aus den Lebens- und Gesundhcitsverhältnispen der böhmischen Juden, 'deren besonders häufig auftijetende Krankheiten nach Gutachten der Prager medizinischen, Fakultät vom Jahre 1818 zum größten Teil auf die ungesunden Wohnungsverhältnissc, die schlechte Ernährung und die die Krankheitsübertragung begünstigenden Kreise der Ghetti zurückgeführt werden. Mit einem Aufsatz von Br. Land Dr. I). Herz og-Graz „Leber die liehen Verzeichnissen von jüdisch schließt der Hauptlei] des Heftes. Das Einwanderungsheini der Bne B riss in Jerusalem. Als im Sommer 1933 sich über E Strom deutscher Olim ergoß, befanden Heiraten im engen rabbiner Professor Anlegung von amten Schuldbriefen“ P. R. rez Israel der erste sie s|ch hier in betir a|uf in drängter Lage. Den meisten fehlte in der fersten Zeit die zum Lebensunterhalt erforderlichen Mittejf; und anderebrachten zwarbeschränkte Mittel mit, .mußten aber mit jedem Pfennig rechnen, bis sie sich ir die Wirtschaft des Landes einordneten. Angesichts diese* Not gründeten die Bne Briss-l'ogeu in Jerusalem — unterstützt von der durch .Miss Henrietta Szold geleiteten Zentralhijfsorganisätion für deutsche Juden — ein Heim für diese Einwanderer in einem dazu gemieteten Hause, das Baum für 20 Olim; bot. . Doch sehr bald stellte sich heraus, d iß dieses eine |faus dem dringenden Bedürfnis nicht genügte. Man mietete deshalb ein zweites Haus neben dem ersten, so daß! von Mitte September ab im Heim 50—60 Gäste j aufgenonamen werden konnten. Das Heim wurde den Anforderungen der Hygiene entsprechend und mit großer Bequemlichkeit eingerichtet. In den ersten zwei .Monaten führte äas Heim keine genauen Listen, jedoch zeigt die Statistik vom 24. September 1933 Jus 24. September 1935 das folgende Bild Von der Berufsschichtung der darin beherbergten Olim: Es wurden in den zwei Jahren aufgenomtnen 3411 Personen. 2613 Männer lind 798 Frauen. Von den: Männern waren 624 Akademiker (115 Aerztfe, 75 Rechtsanwälte. 19 Rabbiner, 79 Lehrer, 112 Ingenieure, 17 Architekten, 14 Apotheker, 163 Studenten usw.), 26. Ange-) hörige verschiedener Berufe: 30 Künstler, 401 Kaiifleutej 336 Landwirte und landwirtschaftliche Arbeiter, 432 Arj beiter, 20 Beamte. 68 Schüler usw. I , Von den Frauen waren 101 mit akademischer Bildung, 48 Angehörige verschiedener Bprüfe, 55 in kaufmännischen Berufen, 76 landwirtschaf lieh tätig, 88 Arbeiterinnen, 158 verheiratet, 50 Schüler nnen usw. ' Im November vorigen Jahres i ibersiedelte daß Heim in sein eigenes neues Gebäude; das sich neben dem, Logeiihaus befindet. Das Haus, das von'den Bne Briss'v^r, einer Reihe von Jahren aus den M tteln eines Nachlasses erworben und umgebaut worden ist, enthält 4 große Säle, 22 Zimmer und ist mit vorzüglichen sanitären .Vorrichtungen ausgestaltet. Das neue Hei n wi(d seinen Gästen eine willkommene Ruhestätte für Gyist und Körper bieten. J. P. 8

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