Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1935-09-01 · Nr. 9/10 - September/Oktober · p. Seite 79

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1935
Issue
Nr. 9/10 - September/Oktober
Date
1935-09-01
Page
Seite 79 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/6727475-6029211-6074911--3213-4869775
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Einleitung Von Br. E. F i n k e 1. lenstage l*|i eiliscliaft erhalli '^schichte unsere der Not" und Drangt Mut und Zu1 von Gefahren die Lippen: d er Ewige — Sah sieh der Jude; lein Psalmbuehe auf ni i c Ji furcht e h ■i leichtert undgetrövU il-Iic gehalten hatten . i mit ihrem Vater im Höhen prophetische r i •üch'rung. t,. gehoben und ' in Gebete vergüt Himmel. Von Verheißungen eine Das Gebet Von Br. Kirhard Koch Das Gebet unterscheidet sich dadurch von der Bitte, daß der Mensch sich nicht an einen Menschen wendet. Das Vf ort Gebet verf ihrt dazu, das, worum es sich handelt, auf eine JBitte des Menschen einzuengen. Aber unsere Dankgebete, unsere Spgenssprüche, unsere Lobpreisungen sind keine Bitten. Unsere Äußerungen, mit denen wir uns in Gott zu versenken suchen, mit denen wir die Vereinigung mit Gott oder der Ewigkeit oder einer höheren Form des Daseins anstreben, auch die Äußerungen, in denen wir unsere Fi rcht, unsere lloflpung, Unser Ix-id oder unsere Freude lusdriicken, sind in vielen Fällen J e c ht e «G e b e t e, aber es sind keine Bitten. Die sondern daß vir ohne Vorstufe h|ei rem Gegenstand, also bei unsereh fanden müsse Nu r wennrun <Li Urform des Gebetes zerstörenden, I zü erkennen. Das Zusammenhängende ger, als wir lange g< wir den Menschen, wirklich interessiert, zell i gen Lebewesen ist,die Äußerung der Kreatur, die sich weder an. eine fiiderc Kreatur noch an sich selb*! richtet. .Wie falsch die a isschließlich enlwickluiigsgeschichtliche Betrachtung innischlicher Dinge ist, zeigt die Tatsache, daß der Schrei des Tieres in Todesangst oder seine Äußerung der FreudI und des Behagens, beim Singvogel sein Jauchzen und Jtbeln im Lied', biologisch betrachtet, nit der erhabensten F’orm des ^Gebetes frommer Mensc icn haben, und daß auch wieder Gebete der Menschen, lie sich nur sehr wenig zu unter- Wirklichkeit in keiner anderen Verbindung zueinander itehen, als daß sie dieselbe Bezeichnung führen, denn wis sie-sonst ähnlich macht, hat Wert und Bestand verlort^!. W ir fangen heute an, e i n e ■■ rrtum unseres Zeitalte.rs klärung unseres' Betcns brauchen,, lfi einen Sinn, nur dann befriedigt uns sonst ist diese \\ issenehaft einesch «ine edle Besehäftigung, aber nichts, das Gehet bcz cfit. AV eit mehr als.ei|i Wissenschaft'! om Geh« i bedeutet; i dürfen nur nicht den Hochmut d« besitzen. Eine andere Zeit muß^r Erforschung . der Gebete l>esoiidei|i Wir, denen die Kraft des Betons loren gegangen ist, \ erpiiren betenden Benschen mell ten, der d i e* G e h c t e alle » I \ ölker ki nn t, aber, sei kann. Die Kraft des Beton*, ist sclijr gerade' den Gelehrten und Gebi. .Nüchternen und Poetischen, deit Suchenden verloren gegangen. Es es seihst solcl eil, die aus Gcwolinjh und die Gcbetsstältun regelmäßig nicht anders geht. Und die aus’ nicht aufhrin;en, Gebete zu untc^l sie nicht glatlM-u, sind nicht dip denn wenigst« irs ihre echte Angst ls Vergleichbare, sogar «las natürlich lagt unserem W issensdrang viel weni-;< glaubt haben. W ir begreifen, daß— [laß wir uns seihst, so weit es uns nicht aus der Stufenfolge vom cinqis zum Menschen erkennen k<">nncn, uns seihst, hei unsccigenen Gebeten ansoweit wir eine Ert ilicses l nlerfgngen die Lehre vom Gehet, irl-innige, wohl auch was sieh w irklieh auf e noch so großirtige sie mit der 1 Deshalb Gebet zuerst «la die Wissei echten Gebct|ei hoehkultivie 1-4 wigkeit verbindet, eht uns wenig an, in bei niedrigen Naturv« ii Schaft zeigt, daß die ji n näher stehen k«J er Völker. Ibis li«*ej1 er t' en. veriim- 1 )er ist* Wie das jüdisch 5 Haus, dessen Bedeutung «lie vorjährige Fest war, so hat auch dal jüdische Gebet im Ablauf einer leidvollen G Das Gebet wurde den Juden zum Lehcusspcnder, flößte ihm in Zeiten sicht ein, wurde ihn «1er Quell neuer Kraft zum Dulden und Tragen, ringt, so kamen ihn wie von selbst «lie beseligenden Wort«* aus seit .E wr i g eis t mein Licht und mein Heil, vor wem.ioll ich meines Lebens Scliutzwehr, v o r, w e m soll i c h" b a n g e Das Gebet ließ Unsere Väter freier aufatmen; si«J fühlten sieh e weihti, wenn sie mit] ihrem Gotte und dem Gott ihrer Väter Zw iespra sie sich selbst, alle Erdennot und Erdempial und fühlten sieh ganz eins Fesseln irdischer Sorgen gelöst, erhob sich der Jude im Gebete zu «len Gottesreiches/der all imfassenden Menschenliebe uiul der Menschenverb Was das Gebet uns Ju«len gewesen, wie es «lus Dasein des jüdischen Menschen zu ein« m u n u n_t erbrochenen Gottesdiei Bt gestaltet, darüber belehren uns «lie nachstehenden Aufsätze. — n u in m e r zum 0# Ge g«rtf idmet gellen den Beten selbst. eigenen Gege iwarl «lie .wissenschaftliche hoch eniseli itzen. i unj großen Teil v«*rn'in W a h r heit als d i*n G e 1 e h r- M e n s e li e n st nicht h lei«’ n, \ iclt-n Von uil: :*n, aber auc Stumpfen und ist zu vermute jit (»ebete verrl mul eifrig aufsi Vberglaube den asstm, an deren schlichtesten ein festes Ba anl welchen Forme «! lkcrn auftritt, arimitiven Gehe 4»en als die (I um Herzen, op W ir u n d teil und den den daß ichti-n jehen, Mut Kraft 1 Jcter, I, «las das 4umal «len ehete wjr L'll tu 29

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.