Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1935
- Issue
- Nr. 7/8 - Juli/August (7.1935)
- Date
- 1935-07-01
- Page
- Seite 74 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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wird die Zulassung ert ‘ wissenschaftliche Institu : ausländischen Arzt anfo-i treffenden Institution tä die Lizenz vom High Coip Der Abgeordnet in einem Brief an die ..Ti 4_1933 insgesamt 1043 Ärz darunter 165 Eingebore Arzte nach Palästina ei wird nur wenigen neuei der Praxis gestatten. — die die überwiegende M< nas bilden, haben bereitp .stiert und auch def Öffentlichkeit zum Protes f 19. Zionistenkongreß. Die'Aufgaben und besprieht Br. Michael Rundschauerschienenen dem Titel: Durch Pia Die Broschüre ist Zionistenkongresse auft M eise zu orientieren, kengängen des Palästin ger D i ilt, wenn eine medizinische oder ion für bestimmte Zwecke einen deet. ‘der ausschließlich in der beig sein soll. In diesen Fällen wird missioner selbst erteilt.' Colonel Wedgwood weist es** darauf hin, daß im Dezember te in Palästina vorhanden waren, t.i Seitdem sind etwa 300 jüdische gewandert. Die neue Verordnung i igewanderten Ärzten die Aueübü^g Die jüdischen Ärzte in Palästina, hrheit der gesamten Ärzte Palästigegen die Verordnung protegeordnete Wedgwood fordert die t auf. Ab •obleme des 19. ZionistenkongresS^s a uj> in einer im Verlage der ..Jüd. Bioschüre (Preis: 0.25 RM) unfr nung zur Verwirklichung, ignet, über die im bevorstehenden ebenden Fragen in dankenswerter s Material und die in den Gedangaufhaus geläufigen Begriffe z. B. ..Nationales Kapital“, „Regulierung der Palästinensischen Privatwirtschaft“, ..Zionistische Wirtschaftsplanung“ werdendurch die Fülle des Sa :h- und Zahlenmaterials sowie durch die Knappheit der l^orm auch dem weniger Eingeweihten in übersichtlicher Veise' leicht zum Verständnis gebracht. Der Verfasser schildert iiinäcbit die Lage und den Werdegang der Jewish Agency(in den letzten Jahren, sbwie die zionistische Realpolitik und deren Erfolge unter dem Gesichtswinkel der „Realitäten“, nämlich: Juden in Palästina. Prosperity, Verhältnis zit England und zu den Arabern. um schließlich, die Probleme der Außenpolitik (z. B. Zertifikatspolitik der Mandatsregierung. Einberufung des Gesetzgebenden Rats) u<T die! Probleme ded zionistischen Innenpolitik (jüdische Arbeit in Palästina, Nationales Kapital, die Möglichkeit der Regulierung der palästinensischen Privatwirtschaft z. B. durch die Anglo-Palestine-Bank und die zionistische Wirtschaftsplanung) durclizuspreche W er sich z. B. über das zunehmende Interesse Englands an Palästina (durch die Bedeutjung Haifas auch als (Haupt-. Station auf dem Luftwege nach Indien, die Wiederherstellung eines Landweges eben dahin), über das Verhältnis der Juden zu den Arabern oder über die Bedeutung des nationalen Kapitals als Schrittmacher! des privaten Kapitals, übdr. die Auswirkungen der großen englischen Anleihe kulrz belehren will, wild die 22 Seiten umfassende Schrift mit Nutzen lesen. _ | J.-R. SchincRer. Bücherschau l-'ranz Rosenziveiü. Briefe. Unter Mitwirkung von Ernst Simon, ausgewählt und herausge^eben von Edith Rosenzweig. 743 Seiten Großt^ktav. Berlin. Schocken-\ erlag 1935. Preis in Leinen RM 12,50. Selten ist mir das talmudische Wott von den ..Frommen. denen man keine Denkmäler zu errichten braucht, ihre Werke sichern ihnen ein ewiges Andenken“ so klar zum Bewußtsein gekommen wie in diesen Tagen, da mir die Briefe von Franz Rosenzweig zur Besprechung in unserm Logen-Organ übersandt wurden. In seiner ganzen Persönlichkeit wird Rosenzweig wieder lebendig:" Der Mann mit dem klaren Weitblick iir die Zukunft, mit dem tiefen Verständnis der Zeiten und Menscher, mit der Fähigkeit des treffsiche- . reu L rteils über die Grot en und Scheingroßen unserer Zeit, der Mann mit dem starken Heroismus im Leiden und im Dulden. -Er wird; wie cir selbst einmal sagt: „Wenn, ich sterbe und erst recht daniach“ höchst persönlich. Man kann es kaum für möglich hallen, daß in einer Persönlichkeit so unendlich viel W issen und Kunde aus allen Gebieten sich vereinigt, und dabei eine Bescheidenheit offenhart, .die sich so selbstlos gibt wie. Frapz Rosenzweig in den Briefen an seine Freunde und Zeitgenossen. Er selbst ist uqs ja kein Eiernder. In seinem ..Stern der Erlösung“ hat er sich als der Philosoph gezeigt. —1 Seine tiefsten Gedanken schreibt er.(während er im Dienst^ des Vaterlandes steht, anf Zetteln nieder, pendlet dieve in die Heimat und läßt hach Beendigung des unheilvollen Krieges sein phänomenales Werk entstehen. Nicht jeder ist fn der 'Lage, dieses Buch zu lesen und zu verstehen. Es gehört schon eine~Konzentrierung des ganzen Menschen in seiner tiefgläubigen Seele dazu, um zu begreifen, was dieser dem Judentum fast ganz Entfremdete .und den Weg zu ihm zurückgefundene junge GeistesheldAin so grandioser Form und Weise kündet. Durch den „Stern der Erlösung“ hat er sich ein ewiges Denkmal, errichtet. Ein Führer der Jugend ist er geworden. Ihr hat er neue Wege gizeigt; sie hat er zurückgewonnen und begeistert scharte sie sich um ihn. Heute noch sieht sie dankerfüllt zu ihm hinauf als dem 'Wegweiser und dem F ihrer auf deai verzweigten Bahnen jüdischen Lebens und weltanschaulicher Gesinnung. — Aber die ..Briefe“ — sie werden Lektüre für jedermann sein. In ihnen wird der Jude den Stammesbruder, der Gelehrte den Wissendem der Bibeltundige den Schriftde iter, der Denker den Philosophen der letzten Jahrzehnte, der Talmudist den Forscher und der seelisch Belastete den lioffriungsfroh in die Zukunft Blickenden wiederfinden. Es int in vielen dieser Briefe eine Auseinandersetzung zwischen jüdischem und deutschem, zwischen jüdischem und .chiristlictem Geist, die von der Hoheit der Gjesinnung kündet und Gedanken und Empfindlingen zum Ausdruck bringt, die von besonderer Art sind. Man merkt m vielen seiner Briefe den unendlichen Einfluß, den der unvi rgeßliche Nobel auf ilen jungen Rosenzweig hatte, und dis wunderbare Verhältnis, das ihn von der ersten Stunde les Kennenlernens seines Lehrers Nobel — als er den ersten Seder-Abend in seit em Hause verbringen durfte -— erfül t bis zu dem Klagelxief, den er bei seinem Heimgange sc ireibt, zeigt, wie engverknüpft sein Leben mit dem Nobels gewesen, wie er ihn kannt und verstanden. , Ein Brief an Gertrud Oppenheim (vom 5, 10. 1921 pag. 411) mag es zeigen, wie er von ihm denkt und spricht: Gestern bin ich hier verpredigt worden, habene Buch eines neueren Penkers ich „weilte“ aber nicht unter ihm, unter Nobel, der wieder über alle Maßen herrlich gesprochen hat; schade, daß Du das nie hörst man kann es nicht beschreiben, auch seine Vorträge sini nicht entfernt das, was so eine „Predigt“ (die keine Prec igt ist) ist. Was ist es denn? Dafür fehlen mir alle Ve^leiche. Man könnte nur das Allergrößte daneben nennen, schließlich ich auch haben, den Spr („das der unter unsjweilt“). sondern glücklicherweise Die Gedanken könr te rachstrom hat vielleicht mancher, aber es ist noch etwas dabei, etwas Allerletzt:s, eine Hingerissenheit des ganzen Me aschen, man würde si:h 74