Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1935
- Issue
- Nr. 7/8 - Juli/August (7.1935)
- Date
- 1935-07-01
- Page
- Seite 71 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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r r ■ Tt'nai B’ritk Monatsblätter der Großloge für den tschechoslowakischen Staat. j Juni-Heft 1935. 1 Die Zeitschrift B'nai B'rith der tschechoslowakischen Großloge bringt in ihrem Juni-Heft 1935 einen kurzen Bericht über die Tagung unserer Konvention in Amerika. Danach werden die Frauenhilfslogen und ihre Distrikte offiziell anerkannt. Sie werden ermuntert, sich weiter zu entfalten und der Gesamtheit werktätige Hilfe zu leisten. In Zukunft werden die Tagungen der Gesamtkonvention statt alle 5 alle 3 Jahre stattfinden, und zwar immer in Washington. Eine ausgezeichnete Bereicherung unserer gesamte^ Literatur bedeutet die Wiedergabe des von unserem Br. Slarkrnstein; dem berühmten Pharmakologen der Deutschen Universität in Prag, in unserer Vereinigung gehaltenen Vortrages -,Musa heu Maimun, der Arzt des Mittelalters". Der Vortrag (liefet eine kritische Würdigung des Arztes Maimonides, der ganzen Zeit, in der Maimonides lebte; er vermittelt in besonderem Maße die Kenntnis der damaligen Zustände; er weist darauf hin, daß das alte Judentum lediglich auf dem Gebiete der Hygiene schöpferisch gewesen ist, daß ihm aber auf therapeutischem Gebiete insbesondere die Griechen weit überlegen waren. Die außerordentliche Bedeutung. di/- dem Arzte Maimonides als Praktiker zukommt. ist in genauer Würdigung aller Zeitumstände in vorzüglicher Belehrung eingehend auseinander gesetzt. Durch eine genaue Zusammenstellung der benutzten Literatur ist die Arbeit besonders wertvoll. Cher unsere Vereinigung auf Rhodus, die unser Br. Großpräsident vor ganz kurzer Zeit besucht hat, ist ein sympathischer Bericht gegeben. — Wir hören aus Shanghai, daß auch dort in unserer Vereinigung drei Vorträge über Maimonides gehalten wo; den sind. — Von besonderem Interesse ist gin Bericht aus Buenos Aires, nach dem in einer dortigen Zeitschrift ausführlich und sehr lehrreich über Entwicklung und Bedeutung der jiddischen Sprache berichtet worden ist. L. H. IS'nai B'rith-Mitleilungen fifr Österreich. Mai-Juni 1935. Die B'nai B’rith-Mitteilungen . für Österreich sind di( Mitteilungen der großen Sachlichkeit, Ah so che bieten sie immer den in unseren Vereinigungen aktiv ] llitarbeitenden besonders viele Anregungen. Sie werden diesen sehr unterrichtenden Charakter behalten, auch wenn sie nach einem Beschlüsse des Wiener Gencralkomitees hur alle zwei Monate erscheinen. Die vorliegende Niimmer bringt1 einen ausführlichen Bericht über die 12. ordentliche Tagung des Verbandes unserer Vereinigungen für Österreich, die am 25. und 26. M^i in Wien, statgefunden’ hat. Wi ■ lernen durch den Bericht des Br. Großpräsidenten Utiive rsitätsprofessor l)r. Braun die Tätigkeit der einzelnen Vereinigungen genau kennen. Wir erfahren durch die Zeitschrift aus der Arbeit der einzelnen Orte und selten, daß man insbesondere in sachlicher, leidenschaftsloser und objektiver Weise die Brüder über den Pälästina^Aufhau mit all seinen (Schwierigkeiten und seinen Bedenken gj-nau unterrichtet. Namentlich Kat Br. Expräsident Adolf B ii h m'in einem Referat „Die Probleme im Aufhau derf jüdischen Heimstätte! “ eine in ihrer Kürze vorzügliche Arbeit geleistet. , L. H. Humänien. Buletinul Lojii Noua Fraternitata No. 1—-5, Mai 1935; Die Nummer dient fast ausschließlich, der Sammlung von Mitteln für die Errichtung eineä eigenen' Logenhauses, für rer Zeit erstan daß ebenso wie das der Grund und Boden bereits vor länge den worden ist. Es wird u. a. ausgeführt, in Palästina auch in der Diaspora die Schaffung eines jüdi sehen Heimes notwendig ist. — .Ferner wir! ein Überblick über das Leben der Juden in den verschiedenen Ländern aus dem B'nai B'rith Magazine gegeben. —- An den Hilfsmaßnahmen für deutsch-jüdische Flüchtl nge haben dii! rumänischen B'nai B'rith sich beteiligt. — In Gemeinschaft mit anderen Organisationen .ist ein Ferienheim für Kindeerrichtet worden.-Die Nummer, enthält eine Würdiguni; Maimonides aus der-Feder von Br. Großjiräsident Niemi E. O. i * r" ' Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden. J Ein Bericht, herausgegeben aus Anlaß des 10 jiiliiigcn Bestehens der verfassungsmäßigen Organe des Landesverbandes ' -. 21. Juni 1925 — 21. Juni 1935. Gründung, Entwicklung und Bedeutung des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden sind in einer reiche Belehrung bietenden, kleinen Schrift niedergelegt, der ein Aufsatz des Syndikus Dr. Hermann Sinzheiiner „Die Wendung ins Geistige“ beigegeben ist. Aus dieser seien einige Sätze zitiert, die das Wirken des Landesverbandes illustrieren: „Schon jetzt lassen sich manche Früchtfc der Arbeit erkennen, und es zeigt sich auch, daß die Auffassung unrichtig ist, die diese grundlegende und aystematitche Aufbauarbeit ifiil dem Schlagwort „Verwaltungsarbeit“ abtun zu können glaubt. Verwaltet ffeilich muß werden, aber es geht dabei nicht nur um wirtschaftliche Dinge, also etwa um den Finanzausgleich zwischen leistungsfähigen und leistungsunfähigen Gemeinden. Die finanzielle Hilfe für die Gemeinden geschieht nach einer bestimmten Richtung hiq: zur Aufrechterhaltung des Kultus, des Religionsunterrichts, der seelsorgerischen und sonstigen Betreuung 'durch Rabbiner und Lehrer, der jüdischen Institutionen, also zusammengefaßt: zur / Erhaltung des jüdischen Lehens in der Gemeinde,, damit di« Gemeinden ihrerseits imstande sindr die jüdische Substan; in jedem ihrer Mitglieder zu stärken und zu mehren. Wei es weiß, daß nicht die einzelnen Juden, sondern die-Gemein den die lebensbildenden: Keimzellen des Judentums sind, dei versteht, wie hier Arbeit nicht nur für die preußische, nicht nur für die deutsche Judcnheit und nicht nur für die Juden heit dieser Generation geleistet wird. Hier ist der Punkt, an (lern die Arbeit des Landäsverbandes ihre .Erhebung ins Gei stige erfährt. Und im Bewußtsein dieser Tatsache hat dei Landesverband seit zwei Jahren seine Betreuung über-das religiöse Gebiet hinaus auf das kulturelle erstreckt, hat durch seine Kulturfahrten, seine Wai^derLücherei und sein Gemeindeblatt die Juden der Kleingeiheinpen aus ihrer gei stigen Isolierung befreit und damit die Gemeinden selbst in erhöhtem Maße zur Erfüllung ihrer jvdisqhen Aufgaben befähigt. So ist $er Landesverband Führer, Beschützer und Bildner der kleinen'Gemeinden, ihrer leitenden Mensghen und ihrer Mitglieder geworden.“ (C. 71 l