Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1935
- Issue
- Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1935)
- Date
- 1935-05-01
- Page
- Seite 45 (sequence 9)
- Language
- German
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solchen1 Vertreter der Fahrheit“, wie Fenchel einer Großloge: zehn Jahre an ihrer Spitze. Mit geistigen inen; eigenen Worten f ir den lichten Wahrheit ent- „des Rechtes“ gewesen, iah die hindurch in Br. Maretzki Waffen wollte er nach's (irden wirken. Die Brüder gegenziifiihren“, erklärt der folgenden findet sich in dieser Gedanken der ge: der Erhebung des Orden r als «! ie Aufgabe bereits in seiner ersten Ansprache |an die Großloge, Und in jeder immer neuen Abwandlungen stigen Stärkung der Briidcr, s zu einem geistigen Sämigen und sittlichen melpunkt, der ständigen ge'ist Arbeit an sich seihst wie setzung der ideellen Stri mutigen denen auch materiellen. Es ist - anderen — das Verdientst dieses stehenden Mannes, daß das geisti gefordert werden, rie alle hier mit Ngmcn aufziiführen. Seinen nächsten Mitarbeitern auf jenen drei Gebieten hat Br. Maretzki in dem Sammelwerk seiner Ansprachen bereits selber ein dauerndes Denkmal gesetzt. vor allem den Bp Siegmund Bergei, r. Albert .Joachim, A Mayer, David Wollt, Gustav Tuch. Wer die Festau jedem einzelnen, der Durehetiergisehen A’ertreter Distrikt seinen Aufhau icgeniiber den vorhauabgesehen von allem seihst geistig sü hoch-- tifie und rein ideelle Element mit zu einem Cha^akterislil um der deutschen Eugen des Ortlens und zur^i Vorbih anderer europäischer Distrikte geworden ist. Nach, dem lies „Rechtes“, der dem Deutschen schuf, und dem ernsteni Vertrete^ der „Wahrheit“, der ihm seine geistige und ideelle Prägung verlieh, kam in der liebenswürdigen Gestalt1 des Br. Timendorfer der Vertreter des „Frieden!“ an die Spitze «1er Großloge. Dies jüdische Wort „Stmaloin“ bedeutet pns von jeher' nicht bloß das brüderliche Verhältnis der einzelnen Menschen zueinander, foiidbrii auch den Ausgleich der Gegensätze in der gesamten, Mensehemvelt durch werktätige Liehe. So ist es hegreiflieh, daß unter der über ein Vierteljahrhundert umspaiiiiciidon Leitung Tiincndorfers die Logen diel Plattform tler injticrcn Versühnung in der deutschen Jjudenheit wurden, wie auch daß unter ihm tler Deutsche Drstfikt, aus denk engeren Rah- Persönlichkeiten überschaut,, deren Numen in tler nummer zuin Ortlenstag —■ und auch da nur in einer Auswahl - - als bedeutsame für den Deutschen Distrikt Aufnahme gefunden haben, wirtl viele von ihnen als gleich hervorr: gende Mitglieder der" Großloge jenen ersten anreihen können. Wie«Br._Joachim waren in tler Feststellung uutl \ «len Logen, unter vorbildlich in ihr« ert« itligimg fies Rechts im Ortleii. tu den' Briidtn'n, vtir dien antleren dir BBr. Hermann Staub, I.udvvr« C.alieiL - Hugo Kiizuitzki r. Arbeit, jeder von men der BriidcrhilTe h der grfkßen sozialen 'jüdischen I lilfsvereinigiingen einwie als Theologen stets ,das -Ohr tler \ ersanimlung. trat untl so in weitem begann, das Timcndor Namen tragenden Loge druck seines eigenen tlete: „das Wichtigste ruussehrritend. mit in tlie Reihe Maße tlas W ort zii verwirklichen er bei Einweihung tler seinen als sein Programin wie als Aus- Wesens so bezeichnend verkiiniii Menschenleben:ist tlie Liehe!” Julius Gohlsteiu ihnen eine hestmtlorli alle eins in tlers ausgeprägte Persönlichkeit untl diesem Itleal tles Rechtes, demihr Sdiaffpii galt, Aus tler Schar «1er geist'igen Potenzen, tlie tlas hohe Niveau tler Großl jgciitagungcn schuf *11, ragten diejenigen noch bcsondeis heevlnr, die tlie Gibc eintlrucksvoller Retle besaßen um dadurch tlie Lebhaftigkeit tler Versammlung in still« Andacht zu-hanfien w ußten. So war es. wennaußcf \ aret’zki und Time ltlorfer besonders Männer wie Max Loch und Julius PI griffen, deren itleile Persönlichkeiten einen nachhaltigen Zauber aUsst •öinten. 'Sclmar .-üierhach, Richard Bieber. Max Laib Kinn, Max Kopfslei 1, Hermann Gohn- Dt'ssau rissen tlurcli Getfankenscliärfe mit fort. Siegmuntl Hagen erfreute herzigkeit, .Maximilian Stein tlurcli d« i ’ * Zug seiner apcli pi jüdischen Dingtji Retlen. Hirsch Josef F.scliclhachcr hatten als vornelm i iiiitl 'Temperament durch tlie W armn liehcnsvvürdigen ii kenntnisreichen tl . Roscnthal. e Persönlichkeiten verband mit plii iier wie Hermann und ■ I Wie soll As inöglic i (sein, neben diesen drei fiihrcn- «Icn .Männern «lie vi< Icti Briidcr zu charakterisieren, die unter und riiit ihnen als Mitglieder «ler Großlog«' arbeiten durften! Vielleicht lassen sie sieh, am besten gleichfalls in diesen wichen Rahmen tler Betätigung fiir „Wahrheit, Recht uiui Frieden“ entspannen, ohne «laß damit gesagt sein soll, «laß sie nur, fiir eilte dieser großen 'Ideen, unter Vernachlässigung «ler anderen beiden, eingetreten wären. Wan ,1 cs doch srhon ihre Pflicht als? Dienst tles Ordens Präsidenten, ihre Loge« im Sinne aller dieser Tendenzen zu führen iintl gleich« {weist* als Vertreter in tler Großloge für ihrer aller Verwirklichung «lie rechten W ege zu suchen! Bleibt «*s ja üherhaupt Kcnnzeiclich reicher Naturen, mit ihrer Lbgabung nicht ein einziges Fehl allein fruchtbar* zu bestellen! Es kann freilich nicht sohüngeistige Diktion untl glanzende Vortragskunst. Alfred Goldschnii'lt —■ nach: David Großsckretär und nach Maretzki «ler tlarsteller tles Den1 selten. Distrikts - besonders durch sein feinsinniges Pflege der schaffe atlen Kunst. -Das tlas von tler Großl«;ge ausströmte, erg: - E osophischer Tiefe! Wolff «ler zweite zweite Gesehiehtshoeiildruchte noch mtreten fiir die geistige Fluidum, i'iff aber auch draußen «lie geistigen Potenzen und bewirkte, daß z. B. Mün- Cidien, ' Glistuv «lie hervorragt Karpeles, Franz misten Tlietdogen Rosenzweig tlieser fünf Jahrzehnte ohne Unte'rschied «ler reli giöscii Richtung, a i ihrer Spitze Muiuel Joel, Marcus llorovitz, Jacob Gultniaiin u. ä. m., freudig sich in den stellten. * Mona Lsheriehte, Rednerlisten, Jugemllitera ur, tlie Preisausichreibcn der Manheiine'r-Stiftinig, itl’elle und finanzielle Unterstützung dge jüdischen Geisteslebens untl der jüdischen \\ is'sensehaft dürfen als A isfliiß «liesc» geistigen Einflusses der Großloge, dieses Stiehens nach der ewigen „Wahrheit“ nicht unerwähnt bleiben. 45 i 6