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Der Orden Bne Briss · 1935-05-01 · Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1935) · p. Seite 44

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1935
Issue
Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1935)
Date
1935-05-01
Page
Seite 44 (sequence 8)
Language
German
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ratender Stelle wirkten. Die Befürchtungen, daß diese ausgesproclienen Indi\ idiiafitätcn die Harmonie des Ordens gefährden könnten, indem sie für ihre Zwecke werbend tätig sein würden. Italien sich als grundlos erwiesen. Mit (Genugtuung können wir feststellen, daß diese Brüder sich als dienende (Glieder an «las (Ganz«- angeschlossen und es nach Maßgabe ihrer Fähigkeiten gefördert haben. Sie haben im Bne Briss-Orden gelernt, daß es für unsere jüdische (Gemeinschaft nichts Heilsameres gibt als die Aehihith. die Harmoni«-. die N-'.intracht. ln «len «Irei Worten„Israeliten zu vereint liegt das Geheimnis der Grijiüe und der Bedeuist es ihm dadurch gen tung unseres Bundes. \\ iederholt gelungen. Parteikämpfe im inner jüdischen Leben in ruhigere Bahnen zu lenken und die verschiedenen Rieh-1 tiingen für eine gemeinsame lebenswichtige Aufgabe 'zu einen.'f Es wäre zu wünschen, «laß Kreisen in den einzelnen Ländern stehenden Heimstätte" im Heiligen 'Tugend des Ordens, die Kintrael Werte erkannt und in die \A irklichkcit um gesetzt würde. in allen jüdischen und in der neu ent- I.'ande. «liesc hohe h t, in ihrem vollen 50 Jahre. Großloge Führende Persönlichkeiten Br. Ma\ F r e u d e n t h a 1. Am i**. März 1<5«‘!2 wurde die Deutsche Reichs-Loge - in Berlin: durch den \ «'rtrHer «los Ordeiispräsidenteii au- Amerika installiert. Damit hatte der Orilen Bne Bris» ztmj %er-teii Mal«* di«> (Grenz«-!! Amerikas iih«-rs«-|irit-_ teil und ilie cr-le Heim-lütte auf ««iirnpäisclirm Boden gefuiidi-nj Man war auf deutscher Seite sehr rasch, auf amerikanischer Seite erst' sehr langsam sich dessen In-* vctiüt. «laß di«- Abhängigkeit \oil d«-r amerikanisch«-!! Zentral«- eine l.ockerung erfahren mußte, wenn es zu einer gedeihlichen \rb«-it iiuierhalh d«-r Länder des t i iiropäi-chi-n Kontinents kommen sollte, daß notwendigi-rwci-e ««igciic zentrale lu-tauzeu zu liestcllcit waren, «lie fiir lokale Knt-cln-idiuigeii find B«-schlüsse betreffs «ier Uiiii|<--hig<-ii Eignung besitzen und Berechtigung <-rlialten mußten. Die Konstitution des Ordens sah erst für zehn laugen eine eigen«« (Großloge \or. uml in Amerika gab cs «leren bereits sichen. Die deutschen Brüder schufen -ich jedoch bereits nach «l«-r dritten Log«* « in |>ro\t-ori-ch«:s <»i-neralkomiti-c. und dann ging die hntwiekhmg «I«'- Ordens in Deutschland mit so rascln-ii :'chritt«'n| \orau. «laß. eh«» «lie eigentliche (Großloge für «l«-n Di-nj-i-hi-n Di-trikt eingerichtet wtird«-. schorr zwölf Logen ihr iint<-r-tellt wa-rdcn konnten. -Die am 22. Juni •]<!!*•>. a-l-ö lu-reits drei Jahre nach der Verpflanzung des Ordens ntich Deiit-chlaml. durch den damaligen Ordenspräsi«](-nti-n Br. Bien persönlich installierte (Großloge fiir Deutschlanil war die achte des ges;imt«-n Distrikts. Sie hat inzwischen in F.uropa und im Orient noch ehensovicle GVarlifolgivrinnen erhalten. Lünfzig Jahre siiul iiiiiniH-lir s«-rt jenem Installationstage (verflossen. Da ist es hegreiflieh, daß eine Fülle von Persönlichkeiten in ilicsem ILilJ) Jahrhundert «las Gremium; der Großlog«-. «Ii«> sieh bekanntlich aus allen Expräsiilehten, der Logen zii-ammensetzt. sowie «las engere de^ Generalkomitees und das noch eng«-re d«»s Geschäftsaqsschusse« durchschritten hatten. Die besten Köpfe des Deutschen Di-trikts ImIm-ii der (Großlog»» an« gi-li«'irt. denn cs war selbstverständlich, «laß die einzel neu Logen nur die geeignetst««!! uuti-r ihren Mitglieder!' zur Führung mul \ ertri'.tung ihre r Arbeiten beruf««! hatten. Die Tagungen der (Großlog des Generalkoiiiit««es standen '«lcslia hesonderen Höh««, und man schied «las Bewußtsein, wertvolle Stunden durchlebt, bedru t«-ndc Brüder keimen gelernt und nicht bloß praktisch' Anregungen, sondern auch — und geistige und moralische' Stärkung erfuhren zu haben. Br dem Rückblick auf «licse Fülle voi^ (Gestalten ziemt « sieb. \or allem der, drei (Großpr e wie die Sitzung««! b immer auf eine nie ans ihnen ohne ä s i il e ii 11» ii zu ge denken, die fast «lureh vier Jahrzehnte «lie la-iliing «Ir n. der RBr. Juli, u und B <■ r t li o 1 1 . I hi.eilene Pers«'jlilicl ivicllciclit am besteh Deutschen Distrikts in Händen halt« Fenchel. Louis Alarrtzki T i in e n «1 o r f e r. Drei ganz vers« keilen, deren Art der Führung sieh nach einem j«»ner Sprüche scheiden läßt, >an denei unsere alte Literatur so reich ist. wije ja auch der Ordeh auf ««inein solchen Tendenz-Dreispriieh ruht. Auf diese in Dreispruch aber soll nach unseren alten Lehrern «lie ganze \\ ejt ruhen: auf Al ahrlvitl, Hecht lind Frieden: in' diesem Sinne haben auch die drei Großpräsidenten -- jeder in seiner Art - - ihr Amt geführt. Br‘. Fenchel, der verdien}«: Begründer des Deutschen Distrikts,- war nach «len Schilderungen - ich kannte ihn nicht mehr persönlich— ein unentwegter Vertreter des Ordens- und Logenrechtes. Nach dein alten Grundsatz, das Recht muß deir Berg durchbohren. kannte er keinfe Rücksicht in dem, was Logen rechtens war, vo» allem in der zielbewußten Schaffung der Selhstämligl k««it des Deutschen Distriktes, dann aber auch iii der strengen Forderung der Unterordnung unter die Autorität der Leitung. Als er bereits liaelr zwei Jahren, selbstlos zurücktrat, hielt inan nach einem geistigen Führer Umschau, nach einem fähigen Vorkämpfer für die geistigen und sittlichen Ideen des Ordens. Einen 44

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