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Der Orden Bne Briss · 1935-03-01 · Nr. 3/4 - März/April (3.1935) · p. Seite 22

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1935
Issue
Nr. 3/4 - März/April (3.1935)
Date
1935-03-01
Page
Seite 22 (sequence 2)
Language
German
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<lafs, Trauri Charakte-r willens nie. heutigen I^ bens erlösen kann. So'schm.e: wirtschaftliche Not. «lie Sorge uni die- \ngriffe auf die Ehre des Judentums lie. das unserem Dasein, s^iniM .erleiht. «larf die Energie it brechen. Unsere Zeit verl izl [ Zi! T starke Men dien von heroischer Seelenkrift, »iml. jede: Leid zu ertragen, mit Sicherheit iliren eg zu gehen und ininu den Kampf Juden, die fesseln und hängigkeit überstellen. um die Zukunft zu wagen, in aller äußeren Enge sich einengen lassem, sondern mit ihrem Schicksal und den Men Solche Vt illenskraft aller uni) Moses Maimonides zur ach di wir die kunfL, die ü lilen, all tragischen •es Lebensgt willensdie fähig lheirrharer von neuem brauchen stig nicht zer Unabgi *1? Stil si heil gegeniolche Freisicli heit der Seele kann uns nur Unsere Väter haben in aller Schicksal; sich die Freude am Judentum ihnen so teuer war, bereit waren, jedes Ix“icJ auf in ihrem Glauben einen unzeri dens besessen. Sie haben in allq erdulden mußten, mit souverän scher Unabhängigkeit ins Leber ihrem Glauben einen seeliscl dessen Glanz alle äußeren Güter So werden wir auch in unserer innere Freiheit nur dann besitz tum uns wieeler Sinn unel \\ e 14. Ein J ibiläum ist ein Prüfstein, ein den zu Fe -tandhält. : eniden. ob sein Ruhm der s.chwjin lenden Zeit clitem etwas ob sein erk späteren Ge*chl bedeutet,?in Prüfstein auch für die feiern:le Gemeinschaft. ob sie Verständnis für das Werk Ines Jubilars, ob sie die werTlen n richtige Einstellung zu ihm besitzt. Jubiläen ir in geschichtlich orientierten gi‘ii — 16 55 oder 1735 dachte keiner unserer hundertsten Wiederkehn seines Geburtstages i;san 4895 — 30. März 1935 1 on Br. Jsmar El bogen. unser Glaube verleihen. düsteren Tragik ihres jzben erhalten, weil ihr daß sie um seinetwillen / zu nehmen. Sie haben spürbaren Sinn ihre» L«‘ir Rechtlosigkeit, die sie Sicherheit und seelii geblickt, weil sie in eil Reichtum belaßen. der Weh überstrahlte. Zeit seelische Kraft und eil, wenn unser Judenunseres I.ebi‘iis wird. rt Pi-üfstein für Zeiten began- Vorfahre*u, cli die Dichtkunst hatte ihre glpn senel«'« Ver- Ji elentu m ist auch wt-nn sie tagtäglich elie Werke eles Ramham stuelierten, :n einen solchen Erinnerungstag.—. und es ist für unsere Zeit ein rühmliches Zeugnis, e-laß sie in so einmütiger Bereitschaft eien Geelenktag an <lcn größten Geiste»he leieneler jüdischen Diaspora zu »egehen geelenkt. I Spanien war im zwölften Jalirhune ert ein L-anil hoher geistiger Kultur, elas wissenscliaftl icl e Erbe eler Antike vfurele von den arabischen Gelehrtcjn eifrig gepflegt. treter u lei zahjreieflien Freunde. Das durch eli »e Umgehung stark befruchtet l.orelen; es hat' sein gei-tiges Erbe vertieft und sein Ferse liungsgebiet erweitert. In eliese geistige Kultur ist M os :s Maimonieles hine ingeboren als eler Sohn eines ge el rten Vaters, als der >proß einer langem Reihe von Ähren, die alle als Raldiines oeler Richter tätig waren im uns bis in elie Zeit zurüekführen, >aus der wir iiberli uijit Nachriebt über geistige» Schaffen der Juden in Spin en besitzen, fn seine Jugend fiel die Krise, elie frül er oder später sich in je»eler Kultur einstellt, in eler A tif därung unel ■ Ortlioelovie Zusammenstößen. Nach .Span en kam sie infolge les Auftretens iler .Almohaden, die in strengster Form el is Bekenntnis Einheit Gottes forderten und jede Anschauung verfolgten, elie von «lei ihren abwich, elie eine streng puritanische und asketifchje Gesinnung teil «lie Anerkennung Mohammeds als Propheten unel das Gehet zu ihm, sie* verboten den Gotteselienst in Kirche unel Synagoge. Es war I ür die Juelen besonders!; tragisch, daß sie hier mit einer Weltanschauung in Kon-lj flikt gerieten, mit deren grundli-genelerii Bekenntnis sie »ich in weitgehender Übereinstimmung wußten man doch die Glaubensproklamal i dem jüelischen Glaubenshymnus Viele fügten sich auch wirklich aber — uüel das war die Mehrzahl hat ion eler Almohaden mit; Adon Olam verglichen dem Zwang, aneler«; vertraten unel niemanel njeht beugte. Gegen Glaubenegenossen und und Juden wüteten sie «bildeten, der ihr eir Willen sich lie eigenen moh im medanischen ganz besonders geien Christen in ihrem Fanatisnvs; sie forderv «fließen Fleinia; unel Besitz und begaben sich ai f die Flucht ins Ungewisse, um nur ungestört ihrem G auben leben zu dürfen r Zu diesen gehörten Maimon und seine Familie. Etw i ein Jahrzehnt mögen sie im christlichen Spanien heijumgewanelert sein, dann (1158) begaben sic sich mac > Fez, wo sie wohl auf eine günstigere Stimmung hofften, aber doch bald die ganze Tragik des unsicher« Dasein; des glaubenstreuen Juden verspürten. Für e^ie Dauer war auch dort nicht ihres Bleibqns. Im Frühjahr 11(5 begaben sie sieh ins heilige Lahd. wo sie nach einer überaus stürmischen und gefahrvollen Reise anlangten. genötigt, weiter nach einiger Sicherheit auf Nach kurzer Z^it sahen 6ie sicli Ägypten zu wandern, wo sie mit ein Leben 'ohne Glaubenszwang •eclinen konnten. DckIi. dort verfolgten sie' widrige r persönliche Schicrksal|e. Moses verlor Vater unel Bruder. Ernährer. Er verfiel in schwere K|r lang schüttelte ihn das Fieber, md npcli lange spät! Ereignisse dachte. D ie Leiden jener 20 Waiizitterte er, wenn er an alle jene Unruhe, eler Schrecken und das derjahre haben mächtig an seiner Gesundheit gerüttelt und seine Kraft zermürbt. Er blieb zeitlebens ein leielen- «ler Mann, nicht so sedir organisch krank wie körperlich schwach und verbraucht: seine Anfälligkeit lähmte seine Kraft, vermineierte seine Aibeitsfähigkcit. Um so erstaunlicher ist die jewaltige Leistung, die von ihm ausgegangen ist, die E iergie, mit der er d?r Schwierigkeiten Herz wurde, üehr rasch hat er in den Lehrer und «le n rank heit: fast ein Jahr 22

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