Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1935
- Issue
- Nr. 3/4 - März/April (3.1935)
- Date
- 1935-03-01
- Page
- Seite 21 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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i Nummer 3/4 Berlin, Mürz/April 1935 ^Ltttdbisutcti &co$iic>%£fixc (eingetragener ©ercin. Eigener Verlag der Croßloge. — ßüroi W 62, i Aachdruck sämtlicher Artikel Kl« iapitraSe 12. — Telephon: Amt ß 5 Barbarossa 4619. jus diesen Mitteilungen verboten. INHALT: Pessach - Maimnnides — AIiimonidea-Ke|iern — Wilhelm v General-Komitee — Aus anderen Distrikten — Iniversität Jerusalem vjrfil ,on Humboldt — Max Liebermann J. L. Peretz: Der kranke Knabe 4- B Aus den bogen •iefe aus.der Kei des VIII. Distfikt ne — Üiirhersiiiaji. Pes$ach 1 Von Br. e Unsere Feste bringen uns i ielit nur die Gedanken des Judentums zum uns uucli auf tlie Fülle unserer rungen bin untl lebren uns, in ihrem Liebte tias Leben unserer Tage zu betrachten. So fest eine ‘unmittelbare Beziehung zu dfrm unseres heutigen Ix-bens. Seitt eni die wirts Grundlage unserer Existenz erschüttert, unse raum eingeengt ist, viele wieder Bewußtsein, sie weisen geschichtlichen Erfali-, lat.aucli unse „das Brot der Armut Rabbiner Dr. L e w k o w i t?. 1 Pessach- Schicksal diaftliclie r Lebensessen, ist das Pessachfest für uns nicht nur> geschichtlicher Erinnerung geweiht, Was Israel an Leid untl Verfolgung, att äußerer Not und seelischer Qm 1 in den Jahrtausenden seiner Vergangenheit erlebt liat, wird uns nun zum Bild unseres eiget eil Daseinj«. Weil aber das. Pessachfest eine so deutlic t fühlbare Lebensnahe gewonnen hat, spricht auch seine Botschaft hdi so stärker zu unserem Herzen. In unserer ,Haggada danken] wir Gott ilafifr, daß er uns „aus der Knechtschaft zur Freiheit, ims Leid zur Freude geführt hat“. Diese Vierte enthalten nicht nur den Hinweis auf einzelne historische Tatsjach -ii, ihnen liegt vielmehr eine grundsätzliche Auf fass mg vom Ix-ben der Menschheit zugrunde.! Wir erblicken in ihrer Geschichte nicht ein sinnloses |)urclieinaiidet von Ereignissen, sondern das planvolle Walten di r sittlichen Weisheit und Liebe. Israels Befreiung aus'der Knechtschaft Ägyptens ist für uns nichj ein Willkürakt grundloser Gnade, sondern das jiidisc|ic V olk hat seine Freiheit gewonnen, damit es.seine iweltgeschichtliche Aufgabe löse, die religiöse Wahrheit den Menschen verkünde. Daraus aber ergibt siefc, daß das leben des »jüdischen Volkes nicht zerstört tlverden kann, «olange es seiner Aufgabe treu bleibt und| seine Sendiipg erfüllt. Kein Leid ist so tief, daß Israel ihm nicht mehr entrinnen könnte, und keim drückend, daß ijlire Fes.» können. Diese Cherzeu; der Gegenwart schenken Sicherheit unseres Lgbei die (Gefahren sind, die Leid ist, das auf unsere vernehmen wir die Bot» des jüdischen Lehens, Fest w neclitsclfaft so ein nicht me ii lg w ill Uns d Je. schhierzli •mpfinden, I VS Iwörolion- Seele Mästet, i liaft vön der Unser Fest weist uni auf die erlii sende Kraft der .göttlichen Liebei hin, die Dunkel ins I.ichf. aus I.i-id zur Freude, aus der Er .ge ins Weite geführt hat. Si migkeit. daß wir alle Bi des leben.» als ein (»esc den. Das bedeutet aber Leistung, in völliger Pass Die- Unzerstürjxarkeit d^ (»rund nicht nur in sondern ebenso in der l willens. So viel Furch den seiner Geschichte e: entspricht es freiting vom lenk-göttliche ielit, daß wir ivität Gottes I i er Ewigkeit uzerhrechharkcit seines I.ehc 'Qual liat seine Lcheiisciiergir, die Zä sclilossenheit, mit der stolz ihre Freiheit emp Unabhängigkeit zu alltfn ist Israels Erlösung miig Israel zu aller; seliwer und hehr gelöst werden rs Pessachfest in ifher wir die l littmannigfacl er je sch desto dankho nzerStörhark Zeiten aus dem jüdischer Friirnx-id, alles Gli ek Gnade emplinohne jede eigene Ifares Israel in agen mußte. .iebe empfang i-n. jüdischem V olkes hat ihren seiner Aufgabe, den Jalirtausi auch die bitterste ligkeit und Fotgegen alle Tragik des Leb; nsnankämpfte, nicht zu schwächen vermocht. Und so eng auch der Raum war, <lei i. man unsere i Vätern gönnte, so mannigfach und eipisdniiirend. die Beschränkiin ihrer Rechte waren, in ilirer Seele haben unsere V; leg I linden und Zeiten .erhalt« ich geworden Damit aber sind die V oraussetzungen hezeich ict. unter «lenen Gottes Lieh’ uirs .voll ddm Elend unseres ich ihre geisl ige n. Nur dadurch