Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1934
- Issue
- Nr. 8 - Dezember (12.1934)
- Date
- 1934-12-01
- Page
- Seite 112 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Auf deni Friedhof zu Altona' an meindeschule Deutschländer viele die ihm ein dankbares Andenken li letzte Ruhestätte gefunden. Ath Ri Neujahrsfestes' zollte ihm ein großer ten Tribut »ler Vereitrung und ijlire der jllenry Jones-Loge. Br. Jamps P Vt orte des Gedenkens und des Dankes Name hleiht in unserer Mitte ljiiver Fxpräs Ja h rhi id Ixi>r iisiilrut llr. Ft\lix G dessen jüdischer Gerzehnte wirkte und fjwahrt. hat erseine sttage des jüdischen Bruderkreis den letzetutig._ Der Präsident.. I s . rief ihm warme nach. Deutschländers g »ssen. nt B a m her g e r. hlmttnn. \ Mit Felix Gohlnianti. der iifi 55. I^ebeiisjahro »reslorberi iM. hat uibFiF Geiiicin*rhuft i n r ii Ma-nn der Tat verlor»*!». \ or langen .Jahre» äußerte i*r in einer l »trrlial- Inn^ iil»«ir im-rr Sein: einen rhrjallein i »kommenden \ orzn<: halte unsere- \ ereinipun?. »äntljch dal# >ie — die Beamten wenijiMeii* -r* zit einer allw oHiepl lullten Zusammenkunft niitiire. Die*e Tatsache beding eint* starke Kontinuität der Vrfteit. und sie verleihe daher der Amcit eine innere Ge* *rh1»*.«cnheit- Die FoI*i«Turi£eii an* seiner Grundauffas*»»:: liher den »otwendige» Charakter miseter Arbeit hat Gohlmann iiunn r mit besonderer $ehärfe pezojjen. Darum er* M'hien ihm jeder Abfall \on nnfserer Ge^w*iiiM*haft. der nielit .in* inneren -1111i< li<*n (gründen heditiat war. ('in l nreeht. au*- dem aneh jed»* .müidielie Lolir»*ri»i»2 jrezo«ren werden müßt«* Wenn man *ieh eryuicrt. wi<* *elb*t die Änderung «!«** Namen* eine:* Mitirliede* /an« aiiiler»*» Griind»*» mmi Br»uhrMHtlilmanij auf. das *trMi”*t*‘ inihhilliirt wurde. wenn ^nan *eine litrrai i*che und per*o»lirhe [Schärfe in all di»**«*n /Diniren kriml. <*o hat man j<f nach dein Teiilpcramcut de* < ifl/rtnen \iell» ieht die-e Sr|i;ii'N* a!*. Iipmbii. Mu r im Zrt^amim'ühan*: mit Giile und IIilf*h«;reit*rhaft »Hißte inan der unbrirreü/ten W n h r Ii <• I I « I » e l> »• I’ a t erkennen- /II weitgehend emp- *«mrr uneudliefieii in ihm »iti«*u Mann und »len W ifTen /ur Di» l*raelili*ehe R«-ii::iuiip^»!»emdr J.rip/it: h;i inier ihre* GeinehnJehlat(e* /n ejneit Gedeitkii lt ilie letzte ili iikiiiiiuirtiT Iiir tilgen Führe# an*^* *tattet. \ 011; \iimniei iIirc*ii ln*im^»-üan^enen ."«-i deir\itdeiv Nachrufen *ci hie#;hi* Raum:nanjiel nur der mi*.- res Br. (* r o ß p r ä * i d e n t f n im Wor laut w iederj:e‘:»*b«,ii: ..Rabbiner *einer Grmeipd«* war Fr i\ Goldtnami: er hat ihr mit sau/.er und Meter l!|n^ahe pedi *»t; und er erblickte in ihr «einen Platz. Alter er war zuirleirli ein Rabbuief des d«*iit*ehen- Judentum* "«worden dureh s »ine LeiMmi" sowohl wie .dureh einen h«**tinimenjdeii Zuir seine* Wesen*. I)<*nn er hatte die ^ahe und dem Willen, da» (ganze früher und lebendiger zu *eh»n al* den Teil» und er sah darum Met* den Teil im Ganzen, als Bestandteil des Ganzen: seine Gemeinde im deutschen Judentum und im deutschen Lande, sein deutsches Judentum im Klall Jissroel. in der Gesamtheit Israels, sein Heimatland in der Menschheit. Dalur hat er es vermocht, ein gerechter Mann zu sein; denn das ist dpeh Gerechtigkeit: das Ganze, das Eine, das Verbindende zu begreifen. das zu erfassen, was über dem einzelnen steht. üb<*r seinen .Wünschen undseinen Nützlichkeiten, und mehr ist als der einzelne. Ln allem, wfts Felix Goldmann dachte nhd wollte, sprach diese* wahre, echte Gerechtigkeit, und in ihr hat sich darum dieses Doppelte geeint: sie war das Kämpferisch»*. das Fordernde und Entscheidende seines W csf 11s. die eifernde Sehnsucht mul Wahrheitsliebe seines Lebens, und sie war zugleich die tiefe Wärme und Herzlichkeit deines Persönlichen, das -heiße Verlangen, zu helfen.' das in ihm war und ihn immer bewegte. So, war sein Denken denn auch: in der Schärfe, in der eindringenden Prägung suchte cs Ausdruck und Form, und im Gemiite. in der Innerlichkeit hatte es die W urzel- Ein gütiger Mensch der Gerechtigkeit. das war Felix Goldmanii oder. 11m es mit cir Worte des Propheten (Jesaja 16.5) zu sagen: ..m'hir zeilek**. einer, den es zum Hechten trieb".*' Brutirr llriruich Bttsht- Im 72. Lcbe»*jalire iM am 25. Oktober 1 €>-T 1der r ihnilicliM bekannte InteruiM Geheimrat Professor l)r. H« *i Ro*in verschieden. Er war cincr'der beliebtesten afademi*chen Lehrer an der Berliner *1 niver<ilät. ein anerkannt»*r \V i**eii*cluiftler. he*omh*r* auf dein Gebiete der Ih kratikltcrten. und ein gewissenhafter, erfolgreicher Arz Non -'einem \ ater, dem jiidi*chen (g(*l(*lir!('U und /eilten am jiidise!i-thedlogi*cli«'ii Seminar zu Breslau. Da\id Ro*iif. erbte er die vornehme Gesimiunsr. di»‘ ller;:en i;üte und di«* LirRe zum Judentum. Seinem hesclieid Uie: W i**(‘ii entspreelmnd. hiied* Heinrich Rosin die I Im näiiiter. die ihm %On Ai»*h*n Seiten angetragen wurden Nur der *eli(*n Blindenanstalt' in Deutschland hat er seit ihrer ( dun*: in Treue al* N or*itzend» r zur Seit«* ge*tan«h*u. «lir Bi'-Irrhiingrn der ..Orl"-(ir»rll.-rhaft. Alit. Drillich zur l Iii«rhirht!ing der Jiidrn. fänden hri ihm \ rrsläi D,- I). ii.ltriin- ,u«h and- 111 i - und Förderung, dr-glrirhrn die Arlieileu der ..0-<;"-Ge«rI!- «ehaft für (ie'Uiidheiloehiilz dej Jjiden. Der Mnnteltore-Loge gehörte i'sr i-eit. Mai DtOl war läligere Zeit rege* Mitglied des Sonderati'Srhlis.e? für dir geistigen Interessen. Außer seinen'vielen inrdizinisphrn \ufsät/.en in yersehiedeiien Faehzeitsehriften wurde ein von ilmi i 111 „\ erein für jiiilisehe (Jeseliiehle und Literatur' ^gehaltener \ ortrag iiher ..Die Jud/-n in der Medizin" vom Philo-A erlag l‘)26 veröffentlirht. cf. Iliilstättrn jiir jüdische Lungenleidende- Die Z e 11 t r a I w o h I f a Ii r t s s t e Juden teilt auf mehrfaehe Anfragen mit in zw ei.vorzüglich ausgestaltetenfaehär t sr hen Anstalten, der M. A. v. Rolhschihl'c|i in Nord ra eh i. had. f.diwarzw ald Jvranke'i und,der Kuranstalt für Israe a. Taunus (für männliche und weibliche finden können. Beide Anstalten lieg« bevorzugter Gegend und verfügen ühci wie Liegehallen. Terrassen, usw. In hei den alle' modernen ßehaudlungsineth >' chirurgischer Art. angewandt. - Besond gewiesen, daß Wintrrku ron i i zweckmäßiger sind als So in Privatpatienten, sowie versicherte Organisationen verschickte Patienten fi I e der deutschen daß Lungenleidende ttlieli geleiteten jiidien Lungenlieilstätte (mir für weibliche teil in Bad Soden Kranke) .^ufnahüic 11 in landschaftlich alle Kurhilfsmittel len Heilstätten werden. auch solche wird darauf hiuers allgemeinen I e Kk nrrr und von . jüdischen den Aiifiiähme und ärztliche Betreuung zu mäßigen Sätzen- Die Reich iversiclicriingsanstalt für Angestellte, sowie die Landesversielieriingsanstalten belegen die Anstalten seit vielen Jahrenj und li'agen entspreehenden Anträgen von Kranken, diel auf rituelle \ erpflegiing ert legen, im allgemeinen Lcehnung. In diesem Zusammenhangif d darauf hiiigew iesen iläli \ ersieherte. die ihre Stellung verloren und das freiwillig'; eiterklehen der Beitragsmarken für die Heiehsversieherung unterlassen haben, ihre Anwartschaft wieder hcrsli'llcii kön;ien. wenn sie i ti u e r Ii a I h von z w ei J a h re u nach 1 erlust der Stellung die fehlenden Marken uaehklehen. Weiter«- Auskünfte erteilt die Zentralwohlfahrlsstelle der deutschen Juden. Abt. , Tuberkulosefürsorge. Berlin- Charlottenhurg 2. Kantstr. l.>8. sowwdie Reiehsversicherungsanstalt für Angestellte oder ihr«- \ ertrauensinänntW an deii einzelnen Orten. \ 112