Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1934-10-01 · Nr. 6/7 - Oktober/November · p. Seite 74

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1934
Issue
Nr. 6/7 - Oktober/November
Date
1934-10-01
Page
Seite 74 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/6727475-6029209-6074901--3085-4869653
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Das Glück des Hauses Psalm 123. "Dr. M i; i e r S p a it i i^r. Ilt-il j«dem, der Gott1 fürchtet, ' i er ifi #eiiien \\ egen wandelt. ' \\ i nn du deiner Hände- Mühen genießest: Heil dir. \\ ohl dir! - De n Weib. ein fruchtbarer. WeinstockT c rinnen im Jlau~e. - deine Kinder, wie Ölbaumsprossen, ring> um 'leinen Tisch. > Sieh«-. so wird der Mann geregnet, der Hott fürchtc-t. - | Dich -«-gilb Hott aus Zion. " solht schauen Jerusalems Glück qll deine Lcben-tage mul schauen Kinder deiner Kinder! —«- Friede iiher T-rael! . Iiii Krei-i; der frommen auf <lem W cm* nach Jerusalem mag, dal.ied*;i--nn;ei| -ein. \ ielleieht weilt der W all - fahrer auch -ehon in den Mauern der lteiligeu Stadt. Da -teilt ihm lern \on der Heimat — ein liebliches Bild \or die ■'eelc. .Kr gedenkt seines Jlau-es und seines Glücke-. I nd w,as im demütig stolzen Gefühl des Be- ■dt/erein Herz freudiger -«-blagen läßt« das wünscht er eist eine \ or-cli-ämte Form des Bekenhens -rall , p den Genossen. r > üIhmi war stoTs, die weihlieh — verglicjicn. W«Ich erquiijklieher Anblick! Kr prangt will süß^r Trauben, der Spjrnder des Vi eins, der ..des Menschen .Her/, erfreut”. Ybgr"anz besonders wird seine Fruehtliarkeit hervorgclmbj-n. Kinderrch-htuimist größtes Glück «les altisraelitisclkcn Haus«-?; ]Irinnen w:iltet die niii^mermüde tüchtige jllaH-frau. wie «-s im öl. Kapitel «lei Sprüche so anschaulich dargestellt wird. Man hrauejil daher das ,<W ortj ,.ini Iiuieni des Hau-i-s" nicht so stark zu hetoin-n. alp oh damit angedeutet wäre, daß flach orientalischer Sitte die Frau in I t s oder Gemaches '-ein Bemühen war stets", die heiligen Kehren zu heolgeii. Lml >vre nun seines Hauses Wohlstand wächst, da kündet-cr dankbaren’Herzens, wie liebevoll der gütige Go’tt seiner Frommen sieh annimmt. Man muß auf diese W orte des kleinen Gedichtes nicht mit -ürengem Tinger wei-en: ..Seht, da tritt wieder der I.ohngedunke störend hervor!” Jvde dogmätisehe Absicht fehlt hier. F,s hat cli«? nai\r \ußerung ein«'? befriedigten G<-iniites. das sich seines äußeren Glückes nur freuen kann, weil es auf rechtem W ege erlangt ist. W ie bescheiden ist das Maß dieses äußeren Glückes! Man hat die Genugtuung, daß man'sich sein Brot in Kbren verdient. Treue Arbeit auf dem Felde, im Garten. hei der Herde liefert auskömmlichen, wenn auch oft nur geringen Ertrag. Das Glück im eigenen Hause, in dt-r Familie entschädigt. für alle Mühen. In lieblichen Bildern denkt er der Seidigen. Das Weih wird mit «lern fruchtbaren W ein-toek — -das hebräische-Wort gcf.rn ist.? einem abgesonderten leile des Halls« mit. den Kindern s|ch aufhalte. Die Gemeinschaft. dicht di«- Trennung wirjtl hier betont. Dicj Kinder, sonst in Spiel und Arbeit Ivt-rstreut, sammeln dich zum heiteren K " S ■Mahle. - AI it juugijm Ölbäumeu werden sie \erglicln-n. 'Der safti ge Ölhautn mit seineil köstlichen Früelüen gilt i . - - immer als Bild <l<Jr G«\-ündhcit und Kraft. I ml wie sie in «1er l’flanzuujg nebeneinander st^hi-n. eins etwas größer als'das andere, —.wir sind gewohnt ein Bild aus auderiit Anschainjlngsgehiel«- zu gebrauchen —, reihen sie sii-lt in säftvjldler Frische zur Ilerzensfreiuhder Eltern um «len geselligen Tisch, den Arbeit und Midie mit nahrhaften Speicen. di-r «lerh«‘ii Kost «les I.andmanus. gedeckt diaben. Ja, das i-t «las Glückdes Frommen! Aber cs ijst nicht, damit erschöpft. Gottes Segen möge dis -Glück weihen, das der Ilerzensfrolie allen Frommen wünscht. ..Aus Zion.“ Dorthin wandert man. und s«'gnende I’riesterhände breiten sich \tm dort aus übfr das Volk. Und Jerusalem seihst, das soviel schon zu erdulden halte. e& soll glücklich sein und bleiben. Aür \fenn -es «1er geliebten Stadt, die «las Heiligtum birgt, gut geht, mag <-r seines-eigenen Herdglüekes sich erfr«-uen - - alle Tage seines Lehens. Dann ist «las lange Lehen, diese Sehnsucht des weltfreudigen Israeliten, wirklich gesegnet, und dann sieht er auch beglückt in eine ferne Zukunft, wenn er nicht nur 'die Kinder, sondern die Kinder seiner Kinder heranwijclisi-n sieht. Und es ist, als ob das gerührte Herz, freüdeerfiillt von diesen Gedanken, nun gar nichts mehr sagen ^möchte als nur «len Wunsch, «1er alles enthält — denn nur ini Heil der Gesamtheit kann eigene , Freude währen-: ..Friede über Israel“. ’i

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.