Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1934
- Issue
- Nr. 4/5 - August/September (8.1934)
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 59 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/6727475-6029209-10846873--3073-4869641- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Sabbathbeobachtung Der V orstand des Allgemeinen Rabbiner verband e’s in Deutschland erließ vor kurzem folgenden Aufruf: ' ..ff ir wenden uns an die Eltern derjenigen ßidischen Kinder, die simultane Schulen -besuchen: Ihnen allen ist geiliß der Erlaß des Innenminister$ bekannt geworden, der vermutlich . in wenigen If ochen in Kraft treten wird. - die Euch geboten ivird! Danach können die jüdischen jjchiiler arid Schülerinnen dem Unterricht am ■ SabbatIt chiiler und Schiileetituyiler .vollkompelt erfordern und legt f men oder doch während der Zeit des Gottesdienstes fernbleiben. Iler indessen von dieser Erlaubnis keinen Gebrauch macht, verwiri t das Recht darauf, sein Kind am Sabbath vom Unterricht im Zeichnen, in dgr Handfertigkeit und vom Sehr ’iben zu befreien. fl ir rufen die Elternschaft auf: Ergreift die Hand. Tut, was in dieser ff iirde, das Ansehen unc, die Ehre des Judentums dopj -eschlassen ein stolzes nis zum Sabbath und zm jüdischen Religion ab!‘‘ y Berufsberatung und Berufsumschichtung Eine grund-ützlirliel Betrachtung von Br. Ludwig Holla n I. . I)ii* Monat-Mütter Wer Großloge für den Grchosloyaki- -rhen Staat mm Mai 19.31 enthalten unter d *r gemein- -amen (, hor-chrift ..Zur Fräse der Beruf-beratu lg und Beriif-uiii-chichtuiig" eine Reihe von hochstehender Auf-ätzä-n. ln der Linie itung-abhandliing ..l mwertuifg" jvon Fr Li x W elt-ch wird eine Rangordnung aufge-tellt. [ in der die von dein jüdischen Men-ehen an daf.i heil zu -tdlleuden .An-' I Sj st -prüclie ihrem \le^n narh gruppiert werden: lL eit V’e f 1. \ erlangen nach dem einfachen I.elieo-jintorhalt. 2. ein ze’wi—es zi\ili-atori-ehcs. und kulturelles Niveau. I! 3. ze-unde. produktive, für die Allgeme vo Ile Arlieit. nhiil wiert- 4. — in -ehr weitem Ali-tand — \ erlangtjn nach einer sozialen Stellung. [ . . sj * ‘ ö. — -ehr viel tiefer da- Streben nach wirtschaftlichen Vorteilen. W ejt-ch führt all-: Auch in einer Zeit, in der es modern geworden i-t. gegen den Geist zu sein, wollen iwir auf ihn nicht verzichten. Man muß allerdings auch «inen Unterschied machen zwischen dem .Geist als religiöser Tat und dem Geist als falscher Aufklärung, zwischen dem Geist als Vagemutigem Froherer. neuen Bewußteins und dem Geist als sattem Besitzer graugewordenen Wissens. Nur in dieser jetzigen Zeit sei da- Strehen narh dem Geiste-zum Streben nach einem jntellektualistischen Berufe geworden, daher die verhängnisvolle Üherfüllung derliberalen Berufe mit Juden. Zur Führung eintg Lebens, in welchem der Gei-t herrscht, bedarf es nicht der Durchführung eines Fachstudiums auf der Hochschule. Daraus folgt: Geist hängt mit dem Beruf gar nicht so zusammen, wie man glaubte wohl aber hat er eine andere wichtige Voraussetzung: Erziehung und Religion. ..Berufsberatung — Michael F e i t h : Er die Berufsberatung unte -Verhältnissen itn allgemeih gen kann. Das Ta'ytordie Arbeitskraft jedes Gipfelpunkt der Möglich das Blühen der Industrie Kräfte , da waren, die -teilt, werden konnten, heute sei es noch eine Tatsache —. daß die Ma -eben oder fast die ins Riesenhafte sich steig« Wirtschaftsgebäude zusam dem Arbeitprozeß teilnäh der Prozeß der Giitcrvertiji -ei die Berufsberatung in Einrichtung. Ihre Wirksa gleich, und sic dürfe in werden. Neig u n g u n rufe s e i e n \ b e i i Menschen nicht ■festzu stell c n. Die liehen Prüfungen seien Berufsberater insbesonder die der zu wählende Beri: f tiger sei .die Berufsschicht tung inacht die Gemein Gefahren narh außen un sondern eherne Notwend tuiig eines großen Teiles Berufe sozial gleich gew Berufsschichtung zu Nu heit angehahnt werden, nicht. Sovieit es möglich arlieit wieder zugeführt Juden, ihr Bildungseifer, muß gefördert werden, wertet. Schreiben um leben, bedeutet nich willen. Nach dieser Ric Zeitgeschmack gehuldigt. Zeit die Ilekenntrujsschich'tung" behandelt Dr. cht die Frage zu beantworten, ob den heutigen wirtschaftlichen en einen größeren Ei folg zeiti em habe den Zweck Menschen bis zu steigern, die Tatsache, den Dienst nn einmal der Fall nmöglichkeit, morgen ■hine die ganze Arbeit verfolgt, höchsten Bedingung war, daß nicht genug de.r Arbeit ge- «jinträte — aber eine der Mengamc übernähme, dann müßte oh der rnden Arbeitslosigkeit das ganze nenstürzen. Je mehr Hände an i ricn. desto leichter vollziehe sich ilung in der Volkswirtschaft. So i er T h e o r i e.einc zu iicgrüßcnde nkeit sei aber nicht zu unseren Tagen Eignung z u jeder Zeit nicht überschätzt u e m Bell s l n e m h e r a n w a c immer mit Sicherheit Fehlergrenzen hei den| dieshezüghedeutend. Auchj müsse der die Aussichten ins Auge fassen, für die Zukunft eröffnet. Wirkung. denn eine gute B|erufsscbichaft stark und wappnet sie gegen nach innen. Nicht freie ^K'alil. gkeit bedinge die Eerufsschichder Mensrhheit.; Erst wenn alle wären, könne eilig künstliche und Frommen Aber soweit stien sei. sollten Juden erden. Das geistige jStreben der weit mehr ist als Wissenseifer, issen werde zu viel als Beruf gez u leben, dichten um zu geistige *■ :1 ltung hin S h -1SC li r rtet der) Allgemein-, w irj nochlange auch der Kopfder Arbeit werde um | viel;zu ihrer seihst viel dem 62