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Der Orden Bne Briss · 1933-08-01 · Nr. 7 - August (8.1933) · p. Seite 73

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1933
Issue
Nr. 7 - August (8.1933)
Date
1933-08-01
Page
Seite 73 (sequence 1)
Language
German
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Berlin, August 1933 Nummer -StUttcihm (Eingetragener Berein. Eigener Verlag der Großloge. — BOroi W 62, KleUtatnße 12. — Nachdruck »ämtlichar Artikel n|u diesen Mi Telephon: Amt B 5 verboten. Sammlung Festschrift rum 50 jihrigen Bestehen des : Ordens Bne-Brisi in Deutschland an den O. B. B. Bne-Briae-Cedanken zur gegenwärtiges Not jüdisch« r Künstler Moritz Erbforschung und Eugeriik Kurze Übersicht Büchereohau . F.xpri ident llemrid Man Magdeburg 80 iahjre Geschäftliches ah re Barfasreaaa MH ■ Aus dem KunstaussiJiuß Lazarus-Loge Güttingen ■cuse-Stettin verschiede^ der Croßloge Briefe 15 Jahrfeier « Jüdische Dr. Moritz Spanier- , .Sammlung" Unser Aufsalt Juni-Nummer (6)-, der den obigen Titel führte, hat im Leserkreise Beachtung gefunden. Wir veröffentlichen eine Reihe von Zuschriften, die wir zu dem obigen Thema erhalteti haben. i Br. Georg Heijlitz (Montefiore Loge) äußert sieh wie folgt: . | ’ j In der tragischen Situation, indie dif deutsche Judenheit durch die politische und wirtschaftliche Gesetzgebung der „nationalen Revolution“ des deutschen Volkes versetzt wordien ist, könnte für die Gestaltung des zukünftigen Schicksals der deutschen Juden nichts verhängnisvoller seit) als der Glaube, daß; das beste Rezept für unser Verhalten gegenüber dem, was uns betroffen hat, die historische. Parole aus der Zeit des Zusariunenbruches im Jahre 1806 sei: „Ruhe ist die erste Bürgerpflicht!“ Nein, sie ist es nicht. Wir sagen das allen denen, die sich bereits wieder zu beruhigen, mit dem, was heute im Blereich des Jüdischen ist, abzufinden beginnen, allen jened, die schon heute etwa sagen: „Nur ruhig, es wird schob nicht so schlimm bleiben.“ Es darf für uns auf d^m Gebiete jüdischen Lejbens keine Ruhe geben. Wir Rollen es vielmehr mit jenem anderen Worte halten, mjit dem einmal in einem Augenblick der Gef ah r und drehende* Verwirrung ein Staatsmann eines anderen Volkes den Augenblick meisterte: „Die Sitzung geht weiter!“ Ja, das Leben geht wjeiter. Für uns, die wir uns unser Leben ohne die Bindung an die jüdische Gemeinschaft und ihre Werte nicht vorstellen können, kann es in unserer gegenwärtigen Situation nur die eine, in allen Katastrophen der Geschichte unseres Volkes tausendfach bewährte Forderung gebejn: unruhig! bleiben, erfüllt,, blcjiben von der inneren, djer heiligen Unruhe d< s tä tigen jüdischen Mensel en um die Zukunft unserer Gemeinschaft. Man mißverstehe mich nicht! Die „heili;e L nruhe“, von. der ich s] »reche, ist nicht die Ruhelosig! .eit, Aufgeregtheit, Verwiirung der Nervösen, sondern die : gefaßte, Nüchterne, kl ir erkennbare und vorausschauenJe Unrast des Tätiger, der in voller Erkenntnis seiner Lage von der Kraft i einer Überzeugung, von der Festigkeit seines Selbstbelt:luptUngswilJens unablässig zum Handeln, zum Weiterte ir eiten auf das Ziel ein Ziel: die die deutsche Judenzu getrieben wird. Wir haben Selbstbehaupt ing der Gemeinschaft,! heit heißt. Dieses Ziel aber werdet .wir-nur erreichen, wenn wir — »vir alle gemeinsam ur d jeder einzelne — die Forderung der Stunde erkennen 1 Diese Forderung heißt: Sammlung, Sa'mmlun | aller' Kräfte zu einem einzigei, zielklaren, durch nichts zu terwirrenden \\ illen, Samt llung des Geistes. zui 'vollen Erkenntnis dessen, was isi, und zur Bereitschaft tus der Wirklichkeit dieses unsere« Lebens die letzten v sn unserer Zukunft als Juden gebotenen Konsequenzen iu ziehen, Sammlung um das, was uns alle verbindet, i m| das Geistige desX Judentums, Sammlung im Zeichen)] der jüdischen Geistesart, deren Erhaltung uns allein das Recht auf die Behauptung ils Sondergruppe verleiht, und Sammlung endlich in G emeinschaft mit all c enen, die über alle Grenzen hinweg sich mit uns, den leutschen Juden, als Juden verbur den fühlen, unser Schicksal pnit uns fühlend und anteilne imend mitleben, und nitleiden. Sammlung ist das Gebot der Sl unde heute fast schon Jahrzehnte zurückliegend scheinenden In jenen uns

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