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Der Orden Bne Briss · 1933-06-01 · Nr. 6 - Juni (6.1933) · p. Seite 71

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1933
Issue
Nr. 6 - Juni (6.1933)
Date
1933-06-01
Page
Seite 71 (sequence 7)
Language
German
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ClaudeMontefiore.. Persönliches (Br. Heinrich Stern) Als im Jahre 1926 der „Weltveiband für liberales Judentum“ ins Leben gerufen wurde, wallte oder sollte einer der jüdischen Führer Englands, der ^üf anderem Boden itand, hiergegen Stellung nehmen. Hr soll damals mit einem gewissen inneren Achselzucken erwidert! haben, es wäre vielleicht nötig; aber es wäre leichter, wenii dieser Montefiore nicht ein solcher „perfect old gentlemanl wäre. An dieser k einen' Episode sehen wir die Stellung, dile Montefiore in der jüdischen Welt Englands und in 1er Wjelt einnimmt. Seine'jüdische Einstellung ist gewiß nicht unumstritten, nicht einmal hei den Liberalen. Zu dem ft enschlen blicken seihst die Gegner in Ächtung und Liebe auf. Er ist, wenn er auch jede äußere Auszeichnung stets verschmäht hat, ein wirklich adliger Mensch, rein in seinem WJollen und Handeln. Von dem Gelehrten will ich hier nicht sprechen; alter das eine sei gesagt, daß er auch iif Kreisen der christlichen Theologie bedeutendes Ansehen genießt. Er istnoch heute Präsident der Universität Soi thampton, eine Stellung, ::u der man sicherlich keinen Mann i erwählt hätte, der nicht auch in der allgemeinen Gelehrtenwe t Rufj und Ansehen genie ll. In jüdischen Dingen hat er sich heute {fast vollkommen au! seine liberale Arbeit zurückgezoge i. In der. Arbeit in allgemeinjüdischen Körperschaften inr erhallt und außerhalb Englands hat ihn sein Sohn abgelöst. Was über weniger bekam t sein dürfte, ist, daß Montefiore ajich aff sozialem Gebiet und in Erziehungsfragen außerordentlich tätig ist. Er ist Präsident der internationalen Liga gegen ^en Mädchenhandel und wenn nicht die Ereignisse in Deutschland eine so unerwar tete Wendung genommen hätten, sö hätten wir ihn in diesem Monat in Berlin der Sitzung dieses Verbandes präsilieren sehen. ■ Am meisten aber liegt ihm die Arbeit mit der Jugend und für die Jugend am Herten. Er hat sich des jüdischen und profanen Schulwerks angenommen. Das schreibt sich leicht hin! Nur wer ihn kennt, weiß, daß er jeden ein seinen Schüler und jeden einzelnen LeHrer mit-Liebe um! Verständnis umfaßt, daß er im Geheimen für diese „seine“ Schüler und ihre Familien unendlich viel getan, Not gemildert und Existenzen aufgebaut hi|t und dies alles mit dem geborenen Takt des gütigen Menschen nicht alp Almosen, f sondern fast unsichtbar, mit' leiser] Hand. So ist denn unter all seinen jüdischen Werken woh) keines, das so se.ir für ihn spricht, wie seine leider nur jin englischer Sprache erschienene „Bibel für häuslichen Gebrauch“. Dieses Werk führt durch das ganze biblische Schrifttum; es führt 1 Binder durch die heilige Schrift. ■ So kjann zum Kinde nur derjenige sprechen, der <ich voll in flie Kindesseele ein|;efühlt und selber bei aller Weisheit des (feistes ein kindliches Herz' sich bewahrt hat. Auch in seinen Predigten — und er hat nicht nur in seiner Synagoge und| vor seiner Gemeinde gesprochen, sondern auch oft yor Juden und Christen — ■ überzeugt viel mehr als das kluge Wort die tiefe, inn;rliche Frömmigkeit des Herzens, die aus dem ganzen Menschen spricht. Er hat Gott im Herzen und Gott spricht aus ihm. Deutschland hat er zuerst im Anfang der achtziger Jahre besucht, und als er in Berlin im Jahre 1928 den 2. Weltkongreß für liberales Judentum eiöffnete, hat er von seinen Berliner Erinnerungen gesprochen, Er hat die großen Meister der jüdischen Wissenschaft, von Zunz angefangen, nocli seihst gekannt, war. mit der jüngeren Generation befreundet und erlebt heute schon die 3. und 4. Generation des hera wachsenden deutschen Judentums. An seiner vollkommenen Menschlichkeit darf man sich aufrechten, wenn die Ereignisse der Gegenwart uns zu Boden zu ^rücken drohen. Gott erhalte ihn in seiner Kraft des Geistes und der Wärme des Hersens! -richburts: begrü . mit hat. i er der d< $en keit geseg Expräsident Fe Br. Ferdinand M e in Karlsruhe ag. Wir begrüße nder der Carl m Orden durch Br. Marum, der Carl Friedrich n regelmäßigen Beamtenrate! hat er stets auf s r wünschen d* aeten Schaffens! i es Exaräsident Richard Qotthe ■ iid r, Ui seine er in verbip hurt: CottA helft r Expräsident R n Hinscheiden nden war. — A stages haben wir in ur des lei der Trauerfe er im Krema; Jttli im se E rinn Go und alten d,et rtw Pflic g<*ge sei von a i dinond Mor ir u m,Expr beging am 2) n in dem ietlrich-Loge, fast vier J m Termin 1 Loge bekleid Logenbesucher niemals -fehlt Dzialem Gebiet verehrten t/m 80 isident der Mai d. J r|ehrten Br der seiner hrzebnte 9t8/l9 die < r hat, gell n, der bei Eine e entfalte Jubilarin» m 76. Lebensjihr starb unser verehrt? ichard Gott ölgte ihm se' fast fünfzigjähi iger barmonii eher Lebe t nläßlich seinys-'TO. und von Brudi i das Wirken elft in diesen I lättern beleuchtet..’- Br. gehörte der w. Sinai-Loge in Kassel seit i ic bis zu sein ermüdlicher Tre eneralkoinitees ge söhnlich große i-kr« t Bürgersinn, der abgeschlossenen habe zu einer ne hinüberleuchte ilterfüllung. ner Berufskreise w ' heitre; und ü g für 28 Tage |>ro I rztlichc Beliandlun ahre alt. V. Carl Friedseinen 80. Ge- •uper'einen Mit- Loge und dar'reue bewahrt Präsidentschaft noch heute den Beratuniondere Tätigte et 8 dahingeschieden. h e I f t. 36 ne Gattin >m Ablebe war er von 1920 bis zum onujii zu Beteiligung auf wies, sp är Alfred Golds :hmidt nainel s der Groß) erung und des I ankes. Er b« zeichnete elft als die Verkörperung von Familienin seinem Wirken als Zeit gewissermaßen die aen, in die.vin ihm und von Wärme und Treue. Familien- und Gemein nseitigem Verfehlen. Von einer Reihe arde das Wirt Ir. Gotthelft unil seiner. Gattin, dankbar en und die l'urhospital Karlsbid ist auch in diesem Jahre van I rson 1C83 kroien für Wohl Meldungen «luri-li die I-n-rn . Für nahen Verwandten Kaufmann, Anf. 40, ledig, Bruder, sucht Stellu ng bei bescheidenst. Ansprüchen. A^rb, Ober d. Büro d. (irotloge. Assassorln, Übr7Jahre als Hilfsrichterin tätig jewesen, peste Zeugnisse, sehi arbeilsfreudig, gewandt im Verkehr m. dem Publikum, St« nograph. Schreibmaschine, sucl it TStigk. Angeb. üb. d. Büro d. jroßloge. lirditiianwalt, 43 Jahr all, frührr il.ugenprSsidenc suelit [kapitalistische Beteiligung h viele Jahre r und lieber Stunden nach nach, mit der sgemejnschaft seines 75. Ger Expräsident Richard Gottlrer Gründung an. Mitglied Jahre 1928. Kassel, die eine ■jach Br. Großogei Worte der Kruder Richard jemeinschaftsyrrtretier einer Brücke gebilseiner Gattin vOn Liebe und aftssinn, von ron Vertretern Persönlichkeit gewürdigt. s< ll geöffndt. Hegieung, Verpflegung . Büro d«r (äroHogt* 1 Forbter einer l.ogenicb westCr in l!an*halj ii. KrankenjitJrge (Slia(ifs4ii|fii) rKihren, mriit im Ifaudialt oder beim Arzt, evrht. Sanatorium uriigehend Betätigung O/rrrnwn iuJ en gern «ur Verfüg. t«gel>ote Ober d. Büro d..CrQidog* lau Industrie- und lli o nehmen 1 Offerten Ober d. Büro Iqndehunter- oder Bank. il. Croldoge Vertreter (innen) , für Ich Verkauf von Tap'ten an Private gesi eht.- über dar kürt* d. tir^ßlogg Jude j bürget, Facä [ür Glaube i: die eine koip anlage .en als Apport an einer n Jugoslavie i u [oslavischer Staatsim., interessiert sich igen. aus Deutschi. ipl. Strumpttabriksi(w. verkaufen oder die Tellhaoerachaft tttl. Strumpflabr. in überlasten würde. Off. über i . Büro d. GroBloge. 71

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