Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1933
- Issue
- Nr. 2/3 - Februar/März (2.1933)
- Date
- 1933-02-01
- Page
- Seite 29 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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k i In Polen wurde bei Verstaatlichung der Tabakfabriken und Einführung des Tabak Monopols in bezug auf Kündigungen rücksichtslos £egen die Juden vorgegangen. Hunderte von jüdischen Angestellten, die zum Teil schon seit Jahrzehnten auf ihren Posten tätig waren, wurden entlassen und damit dem Elend preisgegeben. I * Aus der neuen amtlichen polnischen Wirtstfhaftsstatistik geht hervor, daß die jüdische Bevölkerung des Landes unter der Krise und der allgemeinen Verarmung bedeutend mehr zu leiden hat, als die übrig^ Bevölkerung. Betli In Straße dm und erwei damit die in wurde a Jüdische tlerten Gesti i tadt Berlin F;. Im Ali Alphons wärtigen tiker, Aph hatte. Mu » 1: n 24. Janu eun 'der d«r öffeiit i eine 1 * Am er von 54 J ihren starb Referent fi|r der sich Übersetze dor 1 Cohn, t zu Berlin »ristiker und Bücherschau ,.Gerechtigkeit! Zur Lösung der Judenfrage“, von Dr. h '. c. Friedrich von Oppeln-Bronikowski. Mit einetn Geleitwort von Ricarda HUch. — Nationaler Verlag Joseph Garibaldi Huch, Beriin-Wilmersdorf. Preis 1,80 RM. 1. Es ist notwendig, auf djmse Schrift hinzuweisen, obwohl oder weil sie an verschiedenen Stellen zum Widerspruch herausfordert. Wenn man den Vorwürfen begegnen will, denen wir immer von seiten unserer Gegner ausgesetzt sind, müssen wir uns mit ihrer Einstellung zur Judenfrage vertraut machen und ihren Gedankengängen nachspüren. Hier bemüht sich ein ideal getinnter Mensch um „Gerechtigkeit“ hei Beurteilung des Judenproblems, sucht sich in unsere Seele hineihzufübtenl aus unseren jahrhundertelangen Erlebnissen und Erfahrutagetn unsere Denk- und Handlungsweise zu erklären, Aber a*ch dort, wo der Verfasser irrt, vielleicht irren muß, weil dje Verschiedenheit der Erziehung und des Milieus, aus dem er kommt, selbst das Urteil der nach höchster Objektivität ringenden Menschen beeinflussen muß, bleiben die Ausführungen interessant und wertvoll. Zunächst behandelt ' d^r Verfasser „das jüdische Problem i n_ 1) e ü t s c li 1 a n d, das dr als ein Problem der Qualität und des Wertes ansieht. Als Ursache des Antisemitismus in Deutschland betrachtet er eine Reihe jüdischer Kriegs-, Revolutipns- und Nachkriegserscheinungen, während die Schuld 1 auf der Gegenseite wesentlich darin liege, daß man in der Entrüstung über solche Erscheinungen viel zu weit gegangen sei. Dabei macht der Verfasser den Juden den Vorwurf, daß sie sich für verpflichtet hielten, alles Jüdische, Gutes wie Schlimmes, in Schutz zu nehmen und |m Gegenstoß gegen die antisemitischen Angriffe die 'große Vergangenheit Deutschlands, seine Ehr-, Sitten- und Familienbegriffe verächtlich machten, ja sie hätten Abtreibung, Homosexualität, Abschaffung der Todesstrafe, „Milde“ gegen die scheußlichsten Verbrechen ebenso empfohlen wie die Niederknüpplung jeder nationalen Regung unjd hätten versucht, das deutsche Volk unter dem Deckmantel des Pazifismus, der Volksersöhnung, des Internatiönalismus oder de.r geschlechtlichen Aufklärung zu entnerven. Wenn auch der Verfasser hierbei nur von den Ausschreitungen und Auswüchsen einer kleinen Minderheit die er auf radikal-jüdischer Seite sieht, so hätte li gewünscht, daß ein iich' um Gerechtigkeit mühen- •r /ii spricht, man doc der Mensch, dem man den guten Willen nicht ahsprechen dies: kann, gung na wort: „Pect kargt der den Antisi die den diesem Wg spräche sch|;< Juil und Das o 1 i d a r Seh t: ir in der Oranienburger Gemeinde in seiner neuen lichkeit jibergeben und nswürdigkeit bereichert. in Berlin Regierungsrat Skandinavien im Ausuch als Essayist, Dramä- ^inen Namen gemacht ungeheuerlichen Vorvürfe auf ihre Berechtjeprüft hätte ■ * ■ - * i- . i ■ ■' L atur intra m|i Verfasser an miten, aber en gemachter hnsinn Einhai Verständi|;u und 'nicht nur das Entschuldigungtiros et extrja“ dafür findet. Natürlich uch nicht tie sind ni lächste i t ä t“. mit Vorwürfen gegenüber cht so schwerwiegend wie n. Er sieht die einzige Möglichkeit It zu tun ung beide 5. Kapitel behan Beiden Seiten Kenntnis der wirklicher! Verhältnisie und an „Zivilcourage'4, die t)inge f mit eigenen ehrfront zusammenseti ie Arme trieben und den Reihe n der Juden jüdische Solidarität in jen zu sehen. An mehreren Beispielen zeigt der Verfasseij, wie . lie Rechtsparteien durch ie ungerechte Behandlung der Juden diese zu einer Ahimiddeten und den Linksparteien in wieviel icdeutende Politiker au> hervorgegangenseien, Dabei sei dij- Wirklichkeit gering. Die verschiejdenen jüdischen Grupjpen j bekam »fen | sich nämlich unter-' einander mit der gleichen Heftigkeit wie Juden und Antisemiten. Den Leistungen der Juden' im Weltkrieg und ihren iler Gescl lichte .vielfach bewiesenen Heldenmut wird de(- Verfasser durchaus gerecht. Hiei sieht man das verstände pisvolle Einfühlen in Idie Denkart der Julien, denen Mangel jan «Begeis erung für die national« Sache vorgewArfen wirdl während nan sie durch Fernhallen von den Führerstellen Im Heer«, durch iure Brandmi irkung Schädlinge und Feiglinge gerade jiinelntrei >e. in der ehrlichen Teile. Aut delt „d i e fehlt cs a jüdische i klarer Edals Fremdkörperl in die Oppositjonsstellung ln der Ahbändlulng über ,.J u d e n t ii m u n d Gh ristentu m“ bekennt der Verfasser, daß über alles jTrenneml“ hinaus zwischen der israelitischen Religion uni! ihren beiden großen Tpchterreli gionen, dem Christentum und dem Islam, eine grundlegende .Wesensverwandtschaft bestehe. Die gemeinsame Glauhenswurzel sei das stärkste Rand zwischen Juden und Christen. Man könne sich nicht das Heilige Buch kjer Juden mi t seiner sozialen Tendenz. seinem G:hot der Gebote und der machen und das Volk dieses Buc les von sich stoßen. j ' Die;Grund d fächs tenliebe, leiligung des 5. Hasse juf rage unte r| Begrilffserkliirung, d dem Sittengesetz der 'zehn siebenten Tages zu eigen fsucht der Verfasser auf e~ Carl. Schuchhardt über 29