Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1933
- Issue
- Nr. 2/3 - Februar/März (2.1933)
- Date
- 1933-02-01
- Page
- Seite 25 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Rudolf Hallo ln Hamburg ist am 29. Januar der Leiter des Kasseler Kupferstichkabinetts und der Bücherei der Staatlichen Kunstsammlungen Dr. Rudolf Hallo einer Grippe erlegen. Es ist noch nicht lange her, daß die „Kasseler Synagogengeschichte14 erschienen war, als die Publikation -Judaica44, ein beschreibender Katalog jüdischer Kunstdenkmäler, Zeugnis von dem ungemein raAhen Tempo ab-, legte, das die wissenschaftliche Tätigkeit Dr. Rudolf Hallos angeschlagen hatte. Der 36jährige ist heute einem fruchtbaren Leben entrissen, ein Mann, der für die familiengeschichtliche und lokalhistorische Forschung seltene Gaben ‘ mitbrachte, die Fähigkeit, ergriffen zu werden vom Volksmäßigen, Kleinstädtischen, Handwerklichen und einen dem Stoff überaus kongenialenverschnörkelten und verspielten Stil. Die Arbeiten Hallos sind unentwirrbar untereinander verknüpft. Auf seinen „Jüdischen Kult- und Kunstdenkmäl-rn im Hessischen Landesrauseum zu Kassel44, 1927, baute sich „stillschweigend44, wie er das so anmutig formulierte, seine „Jüdische Volkskunst in Hessen44, 1928 (Festschrift «ier Sinai-Loge), auf. Die „Kasseler Synagogengeschichte44, 1932, bedeutete den weiteren wissenschaftlichen Ausbau des Stoffes. Seine „Geschichte der Familie Hallo44, 1930, die „350 Jahre aus dem Leben einer deutschen Hofjuden- und Handwerkerfamilie44 behandelt, zeigt, was Familie und heimatlicher Boden dem Forscher waren. Viele Züge des hessis' jüdischen verwan pation die Anglei wesentlich fortgei und Ausgeglichen Achten wir sie kennung der Gef' für die (vir zu wi eben 1 olk^charakters s dt. Ha Ho/stellt fest,, dal i'hung Jes jüdischen an ichrittc^ ist. Von diese heit nseint er: „Noch licht gii gering! Denn;enw^1, der Zeit, faus irken und in die wir : qhienen ihm dem seit der Emanzilas hessische noch r Angeglichenheit Stehen wir in ihr. sie ist die Anerler wir zu lebtn( ii sterilen habend Hallp ist mi: 36 Jhhren viel zu früh ings zu spät,, de cn- Worte sch Überzeugun liehen und zuversi in den fünf darauffolgenden Jahren ist politische Enttäuschung zuteil geworden iiius schöpfte er Aus einer Zeit, dem meier, die den Juden Wohlwollen entg: lese in der „Jüdischen Volkskunst in über die Geschichte des Synagogenhaus :i die ganze führende Arcjhitektenschaft liehen Aufgabe I useinanaersetzte. und den orientalisierl'W Bauplan verwarf, *w die doch zum L j inde gehörten, durch lisst gefällige Sonderbarkeit von Volkssi und Umgebung; alihebe Man wird j.H der Geschieht Dank wissen. Aus Amerika Bericht Nr. 9». -* i B’nai-Brith-Magazine Nov.-/Dez. 1932. barten Mexiko. Auf der R ickreise forderte der Präsident in «llo für ipanche wertvolle < er jüdischen Gemeind« R. Wisch gestorben, für nn seine versöhnr eb er 1928, und ihm wohl manche Seinen Optimis- Jeutsghen Biedergenbrachte. Man ijlessen“ S. 56—59 j in Kassel, wie sjich mit der bauie die Regierung il er „die Jud«yi. ne bloßer Schaute, Himmelsstrich Das neue Geschäftsjahr der amerikanischen Logeu steht unter dem Zeichen des 90. Gedenktages der Gründung unseres Ordeps durch den Hamburger Maschinenbauer Henry Jones. Die Ordensleitung erwartet, daß die Einzcllogen anläßlich dieser Feiern einen Zuwachs an neuen Biüdern — „90. Jubiläums-Gruppen“ — erhalten werden. Voll Stolz verzeichnet das Ordehsorgan die Wahl zweier Juden zu Gouverneuren: Herbert 11. Lehmann, bisher die „rechte Handl4 des neuen Staatspräsidenten Franklin D. Roosevelt, wurde Gouverijcur des Staates New York; Henry Horner erhielt bei der Gouiverneurwahl im Staate Illinois (Hauptstadt Chicago) die Mehrheit. Beide Regierungschefs sind für jüdische Dipge interessiert. Der Ordenspräsident Br. iAlfred \1. Cohen widmet diesen beiden Männern eine ausführliche Würdigung, an deren Schluß er auch die Wahl von zwei anderen jüdischen Gouverneuren bekanntgibt. Der Führer des Ordens spricht sich über die Notstandsmaßnahmen der südamerikanischen Gemeinden aus. Als 1 Leiter des größten Verbandes wurde Br. Cohen zum Vor-' sitzenden der Hilfsaktion in seiner Vaterstadt Cincinnati ■ gewählt. Auf einer Inspektionsreise sprach er in Kansas f City und Topeka über die Lage;der Juden in dem benach- Der lOrdeii beklagt durften lj31 225 Juden in 1931 nurij35 576 Fremde letzten zehn Jahren über von A. A Paul, „Canada stellt fesu daß diese Einw. rechterliHiung I der Gottesdienste Und ,Sie halben Wi« jdas Organ des Ordens um ei vermehrt j wur«le, so hat ei jetzt eine fügt, we Iflie Frau Estelle Juden44, „Eine (Elisabeth steppe44) gödin), Meister in schaftliclier A Wei t Volle Reminiszenz aus n in Deutschland nitzer-Bdrnstcin. St. Louis'auch-die dortigen Logen zur Aufbringung von Geldmitteln fü^ die (notleidenden kulturelle» und sozialen Institutionen der amerikanischen Judenheit auf. die Einwanilerjingssperre: 1914 Amerika ei nwandern; im Jahre iberhaupt. Canada -nahm in den' 40 000 Judm auf. Ein Aufsatz braucht jüdische Einwanderer!“, imlerer in vielen Fällen die Aufdes Gemeindelebens überbau])! ermöglichten. ,,Siehalfen uns, «len Geist des Judentuiqs auf diesem’ Ge itade «les Ozeans wachzuhalten.44 hi. Ste'rnbet ger redigiert. Aufsätze.: einstige Chris Zlirokoff, ge: Idi Rubinstein Eine L000 Jahre a der Kunst4 lfschwung in Br. Pntfessor Dr. Eugen Wofbe.-Moi tefiore-Loge, Berlin. ne „Präsidentenseite- Frauenbeilage ange-. Die Tragödie des. polnischen tin als neu hebräische Dichterin“ bannt. „Ruh von der Wolga- (die grölte französische Träte Synagog; in Polen“, „Jüdische- Joseph Klausner und „Wirt- Palästina“! von Maurice Samuel. 25 i