Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1933
- Issue
- Nr. 1 - Januar (1.1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Kurze Übersicht Der Bund der hebräischen Schriftsteller in Erez Israel sendet anläßlich «es 60. Geburtstages {10. Tcheth) des Dichters Cli. N. Bierlil: einen Aufruf.- Der Monat Tebeth soll Bialik-Feiern gewidmet sein. — Ein Jubiläumsausschuß wird sämtliche Schriften Bialiks herausgeben. ■— Eine besondere Marke (Bialik-Marke) „wird geschaffen werden, j— Berichte über stattgefundene Feiern sind dem Bunde erwliinscht. Die Großloge* für Deutschland VIII. U.O.BB., hat Br. Bialik anläßlich seines 60. Geburtstages ein herzliches Glückwunschschreiben gesandt, in welchem sie seiner literarischen, pädagogischen und Sozialen Leistungen in warmen' Worten gedenkt. | Der „C.V.-Prossi-Dienst“ berichtet, daß innerhalb der allgemeinen Verelendung der Provinz Ostpreußen die jüdische Not von besonderem Druck ist. Der einstmals bedeutende Holz- und Getreide-Handel, der Pferde- und Vienhandcl Und Bekleidungshandel liegen teils völlig brach, teils sind sie erheblich zurückgegangen. Bieten hierfür schon die Königsberger Verhältnisse mit ihren zahlreichen Konkursen und Zahlungsschwierigkeiten '-/.um Teil großer Finnen ein anschauliches Bild, so ist in der Provinz die Lage noch weit trostloser. Die Verelendung der ostpreußischen Landwirtschaft hat zu einer ungeheuren Not der Kleingemeinden geführt. Entfallen auf den Gesamtdurchschnitt im Reic l 0.9 Prozent der Juden auf «len Bevölkerungsanteil, so i iutl cs in Ostpreußen nur 0.5 bis 0.6 Prozent. Die Königs icrger Gemeinde, eine Mittelgemeinde mit 3500 Köpfen, ist in den Jahren 19{0 bis 1925 um 10.7 Prozent zurückgegangen, in «len Jahren 1925 bis 1932 uni 11,3 Prozent. In erster Linie wirkt sich dabei die starke Abwanderung aus wirtschaftlichen Gründen aus; bezeichnend für den wirtschaftlichen Zusammenbruch sind auch «ler Geburtenrückgang sowie «ler Rückgang der Eheschließungen. Nach allem ist rj Pflicht, mit besonderer Aufmerksamkeit und Sorgfalt dic[ Verhältnisse in-Ostpreußen zu beobachten. j Trotz der aufopfernden Arbeit '«ler Ort-Organisation in Litauen kam es infolge der dort herrschenden wirtschaftlichen Scliwierigkeiteii zu einer ganz besonderen Notlage der dort lebenden Juifon. In Verhandlungen mit «len Be bürden wurde versucht Juden etwas zu milde das schwere Los der litauischen Der Betrieb der i ichtigstyn österreichischen Bank, der ..Österreichischen Kreditanstalt" mußte infolge der Wirtschaftskrise erheblich eingeschränkt werden. Bei den zahlreichen Beamt«*hentla< sungeii machten sich antisemitische Tendenzen giütend: hauptsächlich jüdische Angestellte erhielten Kündigungen, io daß mehr als fünfhundert jüdische Familien .brotlos gemacht wurden. In der Nähe run \Uamath am Jordan wurde von einer Archäologische^ Expedition eine Synagoge aus dem 5. Jahrhundert ausgegraben. |Die Mauern tragen hebräische und aramäische Inschriften! Spuren hoher künstlerischer Kultur überraschten «liü Forscher. Der Sektio,ischef Dr. Schüller, Sproß einer alteingesessenen Wiener jüdischen Familie, wurde zum ständigen Vertreter Österreichs beim Völkerbund in Genf mit «lern Titel eines bevollmächtigten Ministers und außerordentlichen Gesandten ernaitnt. Er. Schüller gilt weit über Österreichs Grenzen hinaus als Autorität auf dem Gebiete der internationalen Hanilelspolitik., Er hat fast alle österreichischen . Handelsverträge! der letzten Jahrevorbereitet, lizw. ge-1 schlossen. '! Ini Landia den National genomihen Vetcrirjärbehöl-i Gutachten da I >as deutschen Rui i io/i g von Mecklenburg-1 ozialisteu eingehrachle Berliner Reichsges de des Deutschen Ref Schächten als nicht Der thiii ingische 'Minister Sauckel hielt im Mitteldfunk einen Vortrag, der jiddischen Geschäfte aufforde Mitteldeutsch! wenn wurde" ein von Schächlverbot angeiindheitsamt, die oberste ches, erklärte in einem lier«(uälcrisch. iu_ dem er zum Boykott rte. Vop der Sektion I ind des Ccntral-Vcrciijs wurden die notwendigen Pijotestsc! ritte eingeleitet. Das Kunstl islotische Museum Ös terreichs in Wien, eines der abgesehen iten und größten Mu ieeii der Erde, erwarb vop «lein hek Hinten jüdischen. Bildhauer Max Farbmann- Wien fünf gr >ße Plaketten mit' j idischen Motiven und reihte sie in N^ch den Stadt Berlin stadt £,3 Proji /n| den ja tlischer Geifu «lein Vorsitz ie Sammlung „Moderne Plastik" ein. jetzt erschienenen sto j'jr 19112 bilden die Juden in der Reichshauptent «ler Gesamtbevöllerung., Räumen, des Preußis hen Landesverbandes inden in Berlin faiid im 10. Dezember unter des Dipl.-Ing. Woyda eile Vollsitzung der Arlii ithgemeinsi liaft für Wirtschaftslagen der Juden in Deutschland statt, in der die Berichte der verschiedenen en und die notwendider Arbeiten gefaßt ‘istischen Jahrbuch der Spezia|komm ssionen cntgegengenoinnn gen Beschlüi se für die Fortführung w urden. In H leji starb 60 jährig der Ministerialdirektor im Außenjniinisteriiiin und Leiter «les Pressedepartementü der österreichischen Bundesregierung. Dr. hcrvorragetnle Beamte, einstiger .Student' des Wie'ner Rah-’ liincrseminahat in seiner Jugend mehrere Bücher über lirbräiache Ijiferatur verfaßt. r Der.Germanist und Berner fjniversitätsordinarius Pro fessör Dr. Ffil und Ästhet«1 Strich, einer der führ« nden Literarhistoriker deutscher Zunge, vollendete am 13. Dezember sein 50. Lehensjahr. Üer Gelehrte war bis 1929 Literatur- Professor in München, woer als -Jud« Verfolgungen seitens der nationalsozialistischen Studentenschaft und des reaktionär j gesiiintcn Teils «ler Professorenschaft ausgesetzt war. /dt We von «1« n sl^ der jüdischi großen hol Werihnm \ halten At| am Grabe Friedliof w th dti n län I W <1 ird hi verte wurden a /iii’i Weiliin veriiht. rhtf Schrijf leittlriu aiisschussel «I« rätin für Jas vim-Park, im Zentrum v «chen Behörden in Anw Gemeinde eine öffentliche isch-jüdischen Philautr ich seines hundertste ertheim-Denkmal in det berühmten Wohltäter; n Kränze ni«‘dergelegt. Iißl denen östen viehischen goldenen Sonntag“, dem Bombenattentate auf an Amsterdam, wurde fsenheit der Vertreter Gedenkfeier für den jpen Abraham Corel n Geburtstags ahge- Mitte des Parks und auf^ dem jüdischen nd deutschen Städten letzten Sonntag vor j ’idische Warenhäuser e jüdische ■ Schriftstellerin Dr. Margarete Fdellieim. der C. V,-Zeitung und Vc rsitzrndc des Frauenr Deutschen Staatspartei, wurdfzur Stadt- Bezirksamt Berlin-Tierga rten gewählt. 'tu des io£i Paul Boncour gehild« te neue, französische Kahin-tt « iirdiin 2 Juden als Minister lierufeu. .-Der Bürger-' ineistrr u ul Deputierte von Le Havre Leon Meyer wur«le Marinemii ister und der Senator Ale.randre Israel Staatssekret ir «es Innenministeriums.' In Prlästiiia Wurde eine große Zuckerfabrik errichtet, die nicht Inur {Palästina, sondern auch Syrien, Cyperu und anderif he lachbarte Länder mit Zucke beliefern soll. Der j!idisi}he Oberst der Krakaue - Garnison, Bernhard Mond, wu -de äum General in der polnischen Armee ernannt. l 9