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Der Orden Bne Briss · 1932-09-01 · Nr. 7 - September (9.1932) · p. Seite 90

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1932
Issue
Nr. 7 - September (9.1932)
Date
1932-09-01
Page
Seite 90 (sequence 10)
Language
German
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Anna Maria Hirns: I)er Ruf der Zeit. (Aus dem -rinn über-etzt \on Paidine Klaiber-Gottscl Frouiinaniis Verlag (H. Kurtz),. Stuttgart. Hin ehrlich religiöses Ringen um Göttliches, liaft Menschliches. Schwediu.) Fr. 6 S. am wahrha 21 Das Juden proldrm in der Europäischen Revue. August- Nummer. \ III. Jahrgang. Heft 8. Berlin 1932. Folgende Autoren beteiligten sich an der Aussprache- Karl Anton Prinz Rohan. Leo ßaeck. Hans Blüh er, Erich I’rzywara. Jakolt Wassermann. Hans Kolm. Albrerht Erich Günther. W enzel Graf Glei-pach. Ernst Kahn, J< sef Nadler. Arnold Zweig. Kluge Formulierungen von' Geistigen aus v( rschiedenen Lagern iiher das Jiidenprohlem — Christen upd Juden . . . mit dein Willen zu Klärung, zu Abgrenzung und (mit Einschränkung -ei <•- gesagt1) zu Entgegenkommen. Nur will es uns scheinen: dal! die christlichen Autoren — zum Teil wenigsten- .- einen Zu-tand ideologisch .zu verbrämen suchen, der vor dem Riehterstiihl der Geschichte nicht den letzten \n-pruih de- Fortschrittes haben wird. 'Auf alle Fälle aber:. Au--prache tut not! I *! Große Jüdische \uüoiiiil-Biofrtfphip. Von S. W i il i n g e r. Ein Moiiiiiiienl.ilwerk in sieben Bänden. LexeFormat, iiher 1500 Seiten stark, I Enthält iiher 1(1 IHM) Biographien namhafter üdischer .Männer und 1 rauen aller Zeiten mul Länder. —5 D e ersten eclis Hände sind bereits cr-chienen. Der siebente scheint im nächsten Jahre. Band Luser ilplmlxt. I.ine Studie von Victor Gold- - e li m i d I - Heidelberg. Carl ' Winterg Universitätsbiieliliauilliing. Heidelberg 1932. . Da- Alphabet i--t ein monumentales Kunstwerk der grollten W erke de* menschlichen Geistes. An ih Hunderte von Generationen gearbeitet;' nach ein« glücklichen Fa--ung im Hebräischen vor etwa 3000 in.mer weiter -ich abklärend bis zur heutigen Form, nahezu da- V ollkomnieiiste erreicht ist. I)ii l.nl<ti-huna unserer Ziffern. Eine Studie von (riijd-ch m i d t - Heidelberg. Carl Winters -ität-huchhaiidluiig. Heidelberg 1932. Beide Werke gelehrte Abhandlungen über «lie -lehmig de- Mphabet-. der Ziffern. Vergleichend' Eines m halten ■ ersten Jahren , iiTder i|ctor Univer- Ent- For- Professor Richard Willstälter 60 Jahre Am 13. Augu-t vollendete der hervorragende C lemiker, Nobelpreisträger Geheiinrat Professor Richard Willstätter -ein 60. Lebeii-jahr. Die Leser unseres Blattes erinnern sich der Schilderung -eines Lehens und Wirkens, die W.llstütter in unserer Fe-tiiuuimer vom Oktober 1931 ..Jüdisch; Nobelpieisträger" gab. Der inen-elilirhe Ton dieser Darstellung löste die tief-ten mpathieii au*. Willstätter hat ikn Jahre 1913 durch die Aufklärung der chemischen Konstitution des Chlorophylleine epochemachende wissenschaftliche I. e Fs t u n-g vollbracht. Die ErkrTHftnis. daß die Mpttersubstanz des1 Chlorophylls, das P y r r o. auch die Mutterkuhstanz des Hämoglobins, de- Farbstoffs der roten Blutkörperchen, ist. hat die Erfor-dumg der Chemie des Blutes wesentlich gefördert und eine Brücke von den Lebensvorgängen im pflanzlichen zu denjenigen im tierischen Organismus ges< hlagrn. Für «eine Studien über die Pfianzenfarben, die zu den bedeutendsten Arbeiten der modernen Chemie gehören. wurde W illstälter im Jahre 1915 mit denk Nobelpreis ausgezeichnet. Der Gelehrte legte im Jahre 1925 die Professur in schlingen innerhalb der vielfältigen Formungen, die Sprechlaute und Ziffern bei den Kulturvölkern in ihren Entwicklungsstufen aufweisen. * Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums. Juli-August-Nummer. Heft 4. 76. Jahrgang. Die umfangreiche Nummer ist dem Vorsitzenden der s Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums Professor Dr. M. Sobernheim Anläßlich seines 60. Geburtstages gewidmet. Unter den vorliegenden Arbeiten er- : wähnen wir: den freundschaftlichen Briefwechsel zwischen David Kaufntann und P. G. von Möellendorff, ferner den Aufsatz von: Michael Guttmann über den Unterschied' zwischen Gebotsfrömmigkeit und ll^ysterienreligiosität. * r Rosinkess mit Mandlen. Aus der Volksliteratur der Ostjuden. Schwänke und Erzählungen, Sprichwörter, und Rjitsel. Gesammelt von Dr. Immanuel 01s* v a n g e r. Zweite völlig! veränderte und vermehrte Auflage. Basel, Verlag der Schweizerischen Gcsell- schaft für Volkskunde (Fischmarkt 1) 1932. In jiddischer Mundart 'wirjl rin Einblick in Lebensgewohnheiten und Volkscharakter der Ostjuden gewährt. * ' Die Juden . . . Die Not der Deutschen — Die Not der Welt. . — Von Arnim dem Deutschen. Gilhes’sche Verlagsbuchhandlung Leipzig 1932. 32 Seiten. Preis 0.50 Mk. Ein schlichter Appell an die Vernunft. Ein nur!etwas abwägendes Nachdenken müßte — nach dein wohlmeinenden Verfasser'— den Unfug zerstreuen, die Juden für alles Unheil der Welt verantwortlich. zu machen, und zur Selbstbesinnung führen. ' ' Maximilian Stein: Vorträge und Ansprachen. 3. Ergänzte und vermehrte Auflage. J. Kauffniann Verlag Frankfurt a. M. 1932. "In der gleichen stattlichen Form, aber erweitert um Betrachtungen der letzten Vergangenheit, erscheint das Werk: ergänzt im Früheren, gewachsen im Neuen und^wird sich zu den alten Freunden neue erwerben. Naturschutz und Judentum. Ein vernachlässigtes Kapitel jüdischer Sittenlehre von Dr. S. Lichtenstädter. Verlag J. Kauffmann. Frankfurt a. M., 1932. Preis 1,20 RM. München, die er als Nachfolger seines bedeutenden Lehrers von Bayer bekleidete, wegen der antisemitischen Haltung der philosophischen Fakultät in Berufungsfragen nieder, obgleich Rektor und Senat ihn in ehrenvollster Weise zu halten suchten. In dem Schreiben, das an ihn gerichtet wurde, wurde er als ein Forscher von Weltruf, als begeisternder Lehrer, als kostbarer Besitz der Universität bezeichnet. Seine geniale Begabung, seine eiserne Willenskraft wurde gerühmt, die dem großen Ziele' gewidmet war, dem Vaterlande zu dienen, indem dem deutschen Heere chemische Schutzwaffen von Willstätter geschaffen und der Heimat damit neue Lebensquellen , erschlossen wurden. Seine Leistungen haben auch dem Auslande Achtung vor Deutschland und «einer Wissenschaft abgezwungen. Geheimrat Willstätter betätigte sich auch aktiv im jüdischen Leben. Auf der Weltkonferenz des liberalen Judentums im Jahre 1930 hielt er einen Vortrag über den jüdischen Liberalismus und die Wissenschaft. In Verehrung seien dem großen Gelehrten herzliche Glückwünsche ausgesprochen. 90

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