Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1932
- Issue
- Nr. 6 - August (8.1932)
- Date
- 1932-08-01
- Page
- Seite 76 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/6727475-6029206-6074869--2814-4869389- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Auswärtige Distrikte 16. Distrikt —: Ägypten. Nach Trennung von dem 11. Distrikt hat sich der Ägyptische Distrikt als 16. bc stallation wird im Dezember dieses Jahres Der Distrikt besteht aus folgenden Loi;< Nr. 366, Kairo — Eliaou Hannavi Nr. 681 Kairo-Loge Nr. 687, Kairo — Magen Dav souran — Izrael Nr. 990, Port Said ■;— Obel Tantan. . — (Konstantinopel) _ gründet. DicNInerfolgen.;en: Maiinonides Alexandrien — Nr. 968. Man-/ Moche Nr. 876, Zeitschriften anderer Distrikte B'nai B'rith. Monatsblätter der Croßloge fi ir den tschechoslowakischen Staat. I.O.B.B. Mai 1932. Heft 5. ’ Jahrgang Xf. * Die ausführlich wiedergegebene Tagung^des Generalkomitees vom 16. 4. dieses Jahres gibt ein Bild der intensiven Tätigkeit des tschechoslowakischen Distriktes. Auch das Krisenhafte, das gewissermaßen natürliches Bedingnis der gegenwärtigen Notzeit' ist, kommt zum Ausdruck. Die ' bedeutsamen sozialen Aktionen des Distrikte^ werden unter der anerkannten Führung des. Distriktes in \\ eise fortgeführt werden. flans Joachim Schopps: ,Jüdischer Glaube in dieseb Zeit. Prolegomena zur Grundlegung einer‘systematischeil Theologie des Judentums. Die vorliegende Schrift zeichnet den Grundriß einer systematischen Theologie des Judentums. An der Hand einer kritischen Übersicht über die bisherigen Arbeiten aus diesem Gebiet entwickelt der Verfasser seine eigene Auffassung vom Judentum. Im Anschluß an die Religionsphilosophie Steinheims sieht er das entscheidende Moment im Glauben an die übernatürliche Offenbarung der Thora1, in det Gottes Gnade Israel den Heilsweg vorgezeichnet hat. Aus der Göttlichkeit der Thora ergibt sjkh die absolute Verbindlichkeit ihrer Gesetze. Jede Übeitretung eines Thoragebots ist menschliche Auflehnung gegen den Willen Gottes. Die Sünde hat dämonischeji Charakter.! Den Frevler trifft Gottes strafende Gerechtigkeit, die zulr Reue, zu ehrfurchtsvoller Anerkennung der Gottesherrsahaft führen will. Der Verfasser bekämpft mit vollem Recht den Nationalismus, der für die Gefühlswelt des Glaubens kein Verständnis hat, im Judentum ein System sittlicher Gedanken sieht. Man wird ihm zustimmen, wenn er sich gegen die Historisierung der Religion Wendet und auf die Notwendigkeit einer systematischen' Darstellung des Judentums hininverinindertcr B'nai B'rith Mitteilungen für Österreich. Heft 5. Mai 1932. Jahrgang XXXII. Br. Großpräsident Schnabl konnte in sein« m Bericht zum Verbandstag am 23. und 24. April 1932 feststellen, daß das Motto, unter dem er Sein Amt angetreten: Intensivierung des Logenlebens zu seiner Freude auch in schwerer Zeit bewährt werden konnte. _ Br. Bruno Altmann gibt aus den Ah'weli blättern einen Aufsatz von Richard Horlacher-Berjin: ..Hegel und das Judentum" wieder. In der jüdischen Vorstellung des Verhältnisses von Gott und Mensch sieht Hegel „die Tragödie'der Erhabenheit“. Nach ihm hat es drei begabte Völker gegeben: die Juden, die Griechen und die Deutschen. llamenora. X. Jahrgang. April. Mai, Juni 19? 2. Nr. 4. 5, 6. Das umfangreiche Quartalsheft der Zeitichrift „Hamenora“ Nr. 4. 3. 6 umfaßt die Monate April, Mai, Juni in über 120 Seiten. Wir lesen von dem 70. Geburtst lg des in Bulgarien lebenden Bruders Salomon Abraham Rc sanes, der sich auch literarisch einen Namen gemacht hat. Be ionderes Interesse wird in dem Heft den Verhältnissen der Deutschen Juden entgegengebracht, deren korporatives Grundlagen in verschiedenen Berichten behandelt werden. Auch über den Hilfsverein der deutschen Juden linden wir Mitteilungen. Längere Abhandlungen 6ind der Legende de i Baal Schern, der körperlichen Erziehung der jüdischen Jugend gewidmet. Wir erhalten Aufschluß über das Leben der Juden in verschiedenen Logenstädten, über die Entwickln ig des Korporativgedankens des Judentums im 11. Distrikt und über die jüdische Darlehnskasse. j Bucherschau Geschichte der Jüdischen Gemeinde Kassel unter Berücksichtigung der Hessen-Kasseler Gesamt judenheit, Band I. Herausgegeben von der Israelitischen Gemeinde Kassel. Das Werk enthält .Abhandlungen von Rudolf Hallo: „Kasseler Synagogengeschichte“, Julius Da berg: „Volkskunde der Hessen-Kasseler Juden“, Gotthill Walter: »Geschichte der'Religionsschule und des KultusH. — Der Leser gewinnt mancherlei interessante Aufschlüssel über die Entwicklung der jüdischen Gemeinde Kassel, über Einrichtungen und Persönlichkeiten. Eine Reihe vop Illustrationen vervollständigen das Werk. r weist. Scharfen Widersprucl mus, die Romantisierung des tische Ansichten, wie sie die aber fordert sein Irrationalis- Judentums, heraus. Prötestandialektische Theologie vertritt. sind auf das Judentum nydit anzuwenden. Die Vernunft aus dem religiösen Leben hinuuszuweisen, ist vom jüdischen Standpunkt aus unmöglich. I : Ohne Zweifel beruht alle Religion auf Erlebnis, auf Offenbarung. Darin aber ist nicht enthalten, daß Gott sich nicht auf natürliche Weise den Menschen offenbaren kann. Wie sich mit dem Glauben sn eine übernatürliche Offenbarung bei Sch. die Anerkennung der Wellhausenschen Pentateuchkritik verträgt, ist unerklärlich. Der religiöse Heilsbesitz bleibt nur bei einer absolut sicheren Tradition gewahrt, die jeder Kritik entz >gen ist. Ebensowenig ist es zu verstehen, wie die Thora supranatural offenbart sein soll, ohne daß zugleich jeder Buchstabe inspiriert1 zu sein braucht. Von einer Dämonie der (Sünde kann innerhalb der Gedankenwelt des Judentums keine Rede sein. Sein absoluter, Monotheismus schließt daä Vorhandensein eines bösen Prinzips in der Welt aus. Die pünde bleibt in der Sphäre des Menschlichen. 1. -1 Trotz der entschiedenen Ablehnung der von Schoeps vertretenen Auffassung des Judentums aber verdient seine Arbeit als wissenschaftliche, philosophische Leistung volle Anerkennung. Dr L e w k o w i t z , Berl n. ,.Krieg als Krankheit“ von Emil Flusser, mit einem Gi leitwart von Prof. Albert Einstpin., 1,932. Verlag: Paul Riech'ert, Heide in Holstein. 150 Seiten. Preis 2,— RM. Der Gedanke der Abhandlung (Krieg als Krankhe t 1 Massenpsychose, Neurose) der alltäglichen Auffassung wohl fernliegend, aber geistvoll, kenntnisreich, mutig ang :faßt und konsequent behandelt. „Wege zum Frieden“, eine intern! Eugen Relgis, mit einem Vorwo| 1932. Verlag: Paul Riechert, Heil Preis: kart. 2,80 RM.. in Leinen Äußerungen von Geistigen alll Richtung der Zusammenfassung der gung eines wahrhaften Friedens. ” tiefer Gedanken. tionale Rundfrage, t von Romain Rolland in Holstein. 280 Seiten ebunden 3,60 RM. Kulturländer ir der Bestrebungen zur •’estie lesenswerte Auswahl Frankfurter Israelit. Wochenkalender. 25. Jahrgang für das Jahr 5693 (1932/33). Pi4is 0,90 RM. J. Kauffmann, Frankfurt a. M. i Jubiläumsjahrgang mit wissenswerten Notizen für die größeren Städte Deutschlands. 76