Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1932
- Issue
- Nr. 5 - Juni (6.1932)
- Date
- 1932-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/6727475-6029206-6074868--2794-4869370- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Berlin, Juni 193^ lOBat n , voni/t Jt!'ntlblh,hek tf«' Nummi m c»meintf® Bar/ra ^Uttdbtss miaj(aaa (ginget raaener Bereut. Barbaros** Eigener Verlag der Großloge. — Büros W 62, Kleiststraße 12. — Nachdruck sämtlicher Artikel aut diesen Mitteilung* epbon: Amt B 5 n verboten. rtingen Briefe' rino, 90 JiiJ den (). B. B. Ans \ re Jarc/l» klulzkin oC Int Jahr der Jubiläen Jugend undj Loge Walter RJntlienati Goetlic-W orte und -hrtnn kurze Übersicht . /ieitsrliriftrn anderer Distrikte * Bfiirherschau Br. Expr. Alexander Ki James Simon Im Jahrder Jubiläen Vpn Br. J. Elbogen Beim Jubiläum des Orden» »oll nicht vergessen werden, daß ejne der tersten Logen «Je» deutselien Distriktes den Namen Leopoljd-Zunz-Loge /trug. Es sind gerade 100 Jalirf her, daß Ztjnz sein erstes großes Vi erk veröffentlicht uiid seinen Rühm begründet hat. „Die gottesdienstlicheil Vorträge der Juden“ waren mehr als der TiteUsägt, Waren mehr als ein BuehJ sie waren eine ganze Enzyklopädie jüdischer Kulturentwicklung. Die eben erst begonnene jüdische wissenschaftliche Forschung führte sicji^flamit in glanzvoller W eise in die gelehrte Vi elt ejn, ein angcseliener chri schrieb, daß seit Spinoza kein Jude e Buch verfaßt habe. Zunz wollte mit seinem Buch auf! das Lehen ein wirken und unterzog darum in der Vorrede die Lage der Juden eineif ernsten Betrachtung. Es war dip Zeit, lende Bürgertum um seine Freiheit zu ehafteu des Li .ieviel sie ihnen leralisnius gering, zu danken haben; diose Errungen denken nicht-, v W ahrheit und >ereehtigkeit ai genhlieklij'h nicht in Kurs stehen, verlieren sie dei Glauben iuii ihren Wert, I- ' / Jt. ‘ . der — trptz allem 1832 sind sie ma liehen Schritt w denkwürdige Vorrede enthält : Seit liehe .Mahnung schützenden A ewjg is; und ewi; bleibt. iter gekommen. — her auch eine cini die Mahnung „iiacl^ der der da das aufatrefi< kämpfen begann, das Jahr, in| Zeitschrift „Der Kampf auf und und Freiheit st währt werden: recht, aber ein dem Gabriel Rießer seine Jude“ heraus gab; auch Zunz nahm den schrieb: „Es Juden in Europa, insonderheit in Deutschland, Recht itt der Reclile und der Freiheiten gekein kiimmer iches, erniedrigendes .Vorvollständiges erhebendes Bürgertum.“ Zunz ist sein langes Leben hindurch ein Mann von aufrechter demokratischer Gesinnung und Vorkämpfer einer freiheitlichen Verfassung geblieben. Er hat sich auch stets in Wort und Schrift für die bürgerliche Gleichberechtigung der Judei eingesetzt, die von ihm begründete Wissenschaft des J udentums hat ganze Berge .von Vorurteilen beseitigt und zur Aufklärung der öffentlichen Meinung beigetragen. Viele kluge Leute von heute, denen Freiheit und Gleichheit als selbstverständliches Besitztunt hi den Sch >ß gefallen sind, schätzen * Der Name l,eo|| mit der Deutschen tlicher Kritiker in so wertvolles ist endl ch Zeit, daß den dahin zu ihrer pold Zunz hat «ine doppelte Ordensbcziehimg; ilie int Jahre 18*)l in II leichs-Logc venchmolzen, Zunz'Name 190? in Braiinsdiwcig hei der tinz ring- Ein- . die llieoveraii die Juden, Listolt, die den Fortschritt und W issenschaft eine Grundlage werde“. Es hat langt* gedauert, bis die Erfüllung -folgtet. Mail war in Dei tscliland zu iselir daran gewöhnt, daß der Stadt fiir die riehtuiig wissenschaftlicher Ins itute sorgte —f fü Juden sprgte er freilich nicht, -sie waren auf Selbst li i I f e angewieten und mußten zu dieser Krkenntni i erst erzogeni werden. 1854 konnte endlich <las Jüdisch- .1 1 logische Seminar in Breslau eröffnet werden, es dankte seine Entstehung der 1 ochlierzigen Schenkung eine», einzelnen. Erst 1872, voi gerade 60 Jahren, begannen in Berlin die Hochschi le für diel W issens liaft des Judentums ijiiid das Rahhinerseminar für das orthodoxe Judentum jihre Tätigkeit, die beide auf die Unterstützung weiterer Kreise angewiesen waren, wenn sie bestehen sollten] Beiden ist da< Dasein nicht leicht gemacht worden, mir unter den allergrößten Anstrengu ngen und Schwierigkeiten konnteri >ie sich 50 Jahre lang behaupten. Dann aber kam die nflation und vemic itete ‘nichtnur ihre Stiftungskapitaiir;n, die sie muhsan angesammelt, sondern auch. den Wohlstand derer, di«: bis Erhaltufig he getragen hatten. Dem besser, auch sein Es, Wurde, wie Breslaue.r Seminar ging es nieli mögen schmolz zusammen Schwestern, genötigt, Freiinde und Förderer zu suchen Wie icine Kette; n den Füßen lälimt die ewige Unshherüerlin gegrümlrtc l.eh XJgrngrflndung. w iqdc Vereine pidd Zunz-l.oge ■wurde r. aufgenommen. Die 1894 Red. 57