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Der Orden Bne Briss · 1932-04-01 · Nr. 3 - April (4.1932) · p. Seite 38

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1932
Issue
Nr. 3 - April (4.1932)
Date
1932-04-01
Page
Seite 38 (sequence 14)
Language
German
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Die große Mendelssohn-Ausga t e t fort. Von der Jubiläumsausgabe dei Srhriften Mo«es Mendelssohns liegt jetzt der der die von Bruno Strauß herausgegebene Rf sehen Brief-Bände eröffnet. Er umfaßt den Briefwechsel des 25-33 jäh sohn der Jahre 1751 bis 1762. Im Vordergr Gedankenaustausch mit Lessing und einigen i lins lebenden Mitgliedern des I.essing-Krcises. i Hamann n. a. — Kulturhistorisch besonders persönlich aufschlußreich sind die Briefe M. sein«^ Braut (itid deren Familie, die hier zum deutscher Bcaiheifung und Schrift (in hebrii rnthält sie Baud \5 I) erscheinen. he s c h r e;i ■ gesammelten \l. Band vOr. ihe 'der deilt- ■igen MendeJsjnd steht <|er ußerhalh Bfranii mit Abht. cdentsam und delssohns an ersten Male -in -eher Schriift hr Der neue Hau-halt von I)r. Erna Meyer. Ein Wegweiser zu wirtschaftlicher Han-führung. Franchh < kandlutig Stuttgart. Karton. R.M. 5.--. Ganzlei che 5 erlaps- .en RM. 6.£». Der Untertitel .de- Buches heißt: ..Ein Äcgv»ei»er zu wirtschaftlicher Hau,-fiihriing.” Dies zu sein i t der Verfasserin geglückt. Sic «eist der llau-frau den ^ig zu eigenjem Denken, /ii -chüpferischer Ge«taltung oder l mgestaltijng ihres Ilaii-halts den Anforderungen iler . etztzeit —ejntsprrrhend. Gerade durch »1 ie Anrcgmig zu eigenem Denkjrn, /ii -cliiipferi-elieni Wirken i-t es jeder Halls'rau mogUjch, individuelle. z\»eekeiit-prechende Maßnahmen zur Erleichterung und Verhe-serung ihres Hauswesens zu schaffen. Die iolk-wirt-ehaftlichen Einldicke und Ausblicke die die Bedeutung der llau-frau als irt-chaftsträger i n Volk-luiushalt zeigen, das Anfzeigen der Hausfrauenarhc t als vollwerr tige Berufsarbeit, werden die Hau-fraiieu mit der Selbstachtung und inneren Befriedigung erfüllen, die die Vorhedingung-der Freude an der Arbeit i-t. Erleichterungen der Hausarbeit werden durch Beschreibung und i Abbildungen technischer Neuerungen bezüglich . Wohiiuii£'rinriehti|ng, Heizung. Kücfiriiführung — einschließlich arbeitsparender llandwerkzeuge angeregt. Eiii Buch, "das waijm empfohlen werden kauft. . Dir (jisitlsilwfl'zirr liirilrrimg ih r IV issenscliiijt _, v lies Jml enlums. E. V . hielt am 9. März ihre HauptVersammlung ab. Rabbiner l)r. BaeelC. ab stellvertretender Vorsitzender, begrüßte die Erschienenen. Der Schriftführer. I’rof. Dr. I. Elhogcn. er-tattete den Geschäftsbericht und wies1 auf das nunmehr beginnende 30. Geschäftsjahr hin. Wie allf“ kulturellen Organisationen hat auch diese Gesellschaft nur unter stärksten Anstrengungen sich behaupten können. Die von ihr IieTaii-gejebene ..MoHat-schrift für Geschichte und VV issensrhaft des Judentums" hat jetzt ihren 75. Jahrgang abge-ehlo--en. Für das ver-torhene „Aiissrliiißmitglird. Geh. t >hcrre"ierungsrat Dr. David Hugo Mayer. Karlsruhe i. B., wurde P>rof. I)r. I mherto Cässnto. Florenz. ztiaew älilt. George Washington. Zum 200. Geburtstage .— 22. Februar 1032. Deutschland hat sein Goethe-Jahr, Ajneri shington-Jahr. In beiden Fällen darf die Erin l eine Feier der gesamten Kulturwelt sein. George ist einer von den Größten der Menschheit. b< nicht gar zu häufige Vereinigung dpr Leistung des Charakters zusammentrifft. Er war groß und Staatsmann, vielleicht noch größer in i Mensch, der ohne Selbstsucht das allgemeine -tAuge hatte: milde: nachsichtig, verstehend: hanil von diesem Gedanken aus dürfen wir uns seid:: Blättern mit Ehrfurcht erinnern. Er war der erst 38 tä sein Waerung auch Washington i denen die und Größe ils Feldherr .war der Interesse im elnd. Schon r in diesen e Präsident Im Anschluß an. die Hauptversammlung hielt Dozent Dr. Albert Lewkowitz, Breslau, einen Vortrag: „Die Stellungnahme zum Judentum in der Geistesgeschichte des 19. Jahrhunderts.“ Redner zeigte als grundlegendes Problem die Frage, was unter den neuen Verhältnissen aus dem Jude sein des jüdischen Staatsbürgers und den Organisationen des Judentums werden sollte. Eber die Auffassungen Mendelssohns. Kants, Moritz Lazarus', Hermann Cohens, Herders. Frankels. Geigers. Graetz', hinweg kommt der Vortragende zur Gegenwart und zeigt, daß heute im wesentlichen drei Mächte des-Naturalismus eine tragische Krise des- Judentums bilden: der Marxismus, der Darwinismus und die Lehre Nietzsches. Er schließt mit dem Hinweis, daß vom Boden der Geschichte her der Mensch hineinschreite in Gegenwart und Zukunft. Im Jüdischen das Menschheitliche. im Menschheitlichen das Jüdische zu erstreben, das ist seine letzte Aufgabe. — Mux Picnnl: Dos Menschengesicht. (Delphin - Verlag. München 1929.) ■ Das Werk stellt den Versuch einer „Dichtung in Prosa“ mit religiösem Einschlag dar. Ein re.iches Bildermaterial ist dein Buche beigegeben. Philosophen und Psychologen und entsprechend interessierte Laien, die sieh mit dem Stifdimn der affektiven Beeinflussung des menschlichen Denkenfe und der Sprache Befassen, mögen in dem Buch geeignetes Quellenmaterial finden. Eingegangen: Marcus. Ernst. Das Rätsel der Sittlichkeit und Lösung. Mit besonderer Berücksichtigung des Sexualprobleins (sog. Revolution der Jugend). 232 Seiten. Verlajg von Ernst Reinhardt in München. 1932.'Preis brosch. M- :8-50. Leinen M. 10.50. I Aus dem Inhalt seien u. a. angeführt: I. Ethik. Dfr Begriff des Gesetzes. — Ethische Logik.' — Verhältnis von Moral und Zweckmäßigkeit (Utilität)...— etc. II. Sfxual- Ethik. Menschenwürde. — Registriertes Konkubinat oder Vorehe? — etc. Schriften zur Diskussion’des Zionismus: Nr 6 Dr. jHugo Herrmann. Brünn: Die Araberfrage Palästinas. Prag j 1932. N’r 7 Dr. rer. pol. Ludwig Klein, Erfurt: Marxismus und Zionismus. Erster Jahresbericht (Mai 1930—April 1931) der Jerusalemer Library des U. O. B. B. Dr. Gustav Krojanker: Zum Problem des neuen deul- ,«chen Nationalismus. (Schriftenreihe der Jüdischen pUindschau.) I Ludwig Schmidt: Feierstunden der Seele. Aus der Werkstatt eines Freimaurers. Das Buch enthält Gedanken1 über den freimaurerischen Idealismus, über Vaterländisches und über den Tod. (Verlag Ernst Reinhardt, München, 1931p der Vereinigten Staaten von Nord-Atnerika, deren Sel|>ständigkeit von England er erfochten hatte. Die Grundsätze, die dieser Mann aus seinem Charakter heraus vertrat, wprden in die Verfassung seines Landes aufgenommen, praktisch verwirklicht. ' I Washingtons Ideale waren Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Er kannte keine Unterschiede gegenüber den verschiedenen religiösen Bekenntnissen. Toleranz war ein Begriff, den er nicht zu dem seinigen machte, weil ihm zu wenig in ihm lag. Für ihn war der gute Bürger das Entscheidende. Er hat mannigfach seiner Achtung vor jüdischer Religion, vor jüdischen Menschen, Ausdruck verliehen. In Ehrfurcht dürfen wir seiner gedenken.

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