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Der Orden Bne Briss · 1932-04-01 · Nr. 3 - April (4.1932) · p. Seite 37

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1932
Issue
Nr. 3 - April (4.1932)
Date
1932-04-01
Page
Seite 37 (sequence 13)
Language
German
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Bücherschau Arthur Galliner,' Sigismutd (Band'XII der Frankfurter Stern. Lebensbilder^ hlVausgegeben von der Ilistoriscbcn Kommis non der Stadt Frankfurt am Main.) Die Meisterhand Bi. Arthur Galliiprs hat (ins schon manches Bild dieses un 1 jenes bedeutenden Mannes mit Farbe oder Stift entworfen lund gestaltet. Wir, und die nach uns kommen, sind ihm d ifiir zu herzlichem Dank verpflichtet. Seine Porträtkunst eistreckt sich aber auch auf die Formung durcli das Wort. In seinem Buch über Sigismund Stern gibt er uns ein außerordentlich einprägsames Bild vom Lehen und Schaffen und von dei Umwelt seines) — man piüchte fast sagen — Helden, in dessen Geartuug ejsich liebevoll versenkt. Der Zusammenklar g der Grundaiischauungen erleichtert oder ermöglicht es erst dem Bildgejstalter, seine eigene Schau anderen zur Ansch luung zu bringjen. Wie Br. Galliner nicht in der Enge einseiti;en Wollens mid Könnens verharrj und sich die Freiheit Und Weite des Blickes bewahrt; so hat ihn die Figur Sigismund Sterns nelieh äußeren Gründei) und Anlässen —- beiden ist das Philaptropin in Frankfurt am Main Stätte der Berufsarbeit — i|m der Vielseitigkeit der Strebungen und Leisl iingeu willenj stark angezogen. Er zeichnet und zeigt uns mit gewissenhafter Kleinmalerei, die den großzügigen Entwurf der Gesantpersönlichkeit erst recht zur Geltung bringt, .ilie Vielfalt im Wesen und Wirken dieses deutschen Juden und jüdischen Menschen: Vor unser Auge treten in Klarheit der Linienführung die Hauptstationen des Lebensweges (11112—1867) i ach einer posenschen und schlesischen Kleinstaat Berlin unr Frankfurt am Main. Wir sehen vor uns den Literaten ur d Schriftsteller, den' Philologen und Sprachforscher, den leligiösen Reformator als den Begründer der jütischen Refor mgenieimle in Berlin, den Politiker und Geschic ltsschreiber, sowie den Pädagogen als Lehrer und Schulleiteij und als Vo kserzieher (vgl. auch die Überschriften der \Kapitel und Unterabschnitte des Buches). Sigismund Stern gehört in die leihe der deutschen Juden, die das Werk der Emanzipation ihrer engeren Gemeinschaft tatkräftig, nicht zum wenigsten auch durch die Ausstrahlungen ihres eigenen Charakte s auf ihre Umgehung. bereiten und fördern halfen. Weil einem Teil des heutigen Geschlechts der Wert dieser Arbeit — gemeint ist die sogenannte innere“ Emanzipation — fragwürdig erscheint, ist Br. Galliners Buch für klaie und gerec ite ■Urteilsbildung ein überaus notwendiger Beitrag. Und wenn nichts anderes an (Sigismund Stern anzuerkennen und zu rühmen wäre, so doch 'sjrine hohe Begabung, sein unermüdlicher Fleiß, seine stete Hingabe. Für Deutschtum t nd Judentu n, für humanistischen Idealismus: das sind gleichsam die Losungsworte seines Da- Religion, Steigerung aller sittlichen Kräfte, Freiheit im Stiiatsleben. Einheit des Volksganzen, Aufwärtseutv icklung der die Grundlinien im charaktervollen Sterns. Leuchtend treten sic hervor im thur Galliner geschenkt. Dank dem Spender! Arnold Lazarus. n, blentch Goethe. Von Dr, Fritz S i n y.i Lutz Nachfolger Otto Schram 3;25 RM, Leinen 4,50 RM. In einer neuen Bücherreihe „Schn liehe“ erschien als 1. Band: Mensch Spiegel. Selbstzeugnisse, Zeitberichte ('.Buch will keine Biographie im ühlic i ' ^Verfasser läßt Goethe selbst in Tagebuc Briefen sprechen. er läßt Zeitgenosi Feinde — zu Worte kommen, und z gisch geordnet, soweit nicht innere Menschheit: das sind Streben Sigisrtiund Bild, das uns Br. Arinwerfer ins Mensch- Goethe. Ein Lehens- Schlaglichter. Dies ien Sinnesein. Der iberichten, Gedichten, ien — Freunde uiul zumeist chronolo- Zusammenhänge eine andere Anordnung erfoi d e. Verlag: Robert Stuttgart. Kart.^ aus den oft widersprechenden IUrteilen dern. Aus diese •— unterstützt durch Einleitung und zweckt ntsp führungen und Überschriften zu.den vert abschnitten — eil lebendiges Bild der G Menschen Goethel Wir gewinnen Einhli Sprüche seiner Seele, in ihre Lust uhd Q lind Werden.' De n Se Ibsthrrichten, übeihn ersteht rechende Auschietlenjen Lebensethe-Zeit und des :ke in die Widerlal, jn ihr Ringen ätirh und We^de“, Abschnitte seines r Mens :h "Goethe, wird uns r ahe gebracht pnd seine Größe tim so klarer dtirch das das deutlich erkennbar die verschiedenen Lebens, sein ganzes Lebe i kennzeichnet. In der richtigen Erkenntnis jGoethes 1 iegt' eigentlich die Verpflichtung zeitgemäßen Werdens in „ jeder Gegenwart, jdso auch in der Zukunft — und'so'Go ithea zeitlose Bedeutung. ■Jüdische Wissenschaft in der Krisen zeit. Daß das Judentum sich-trotz aller Stürme nicht, von der Pflege seines edelflen Gutes, seiner Wissetisc.haft, äbbringeu läßt, zeigt das soeben erschienene Februar left der ..Monats- Schrift für Geschichte u id Wissenschaft des Judentum!“. Die „Monatsschrift“ hat das dritte Viert iljahrhundert beendet und tritt soeben ip den 7Ö. Jahrgang ein— ein e irtlürdiges Alter, auf das -licht vple .wisse isch.iftliche Zeitschriften zurückblicken. Sie hat sich verjii lgt i nd erscheint i|n neuen Jahrgang wieder in ejner äuß< rlicl weit ge äl- Ijgeren Form. In dein neuen Heft* findet der Lilie ein warm ■ind anschaulich;eschrfebenes Lebensbit 1 Wolf Heidenheims, des vor 1(0 Jahren ans | dem Leben jteschiedei ien Sprachforschers urd Begründers der weltbekannten Röbelbjeiiner Druckereien: auch dir übersieht dei bekannten Folkloristen Rabbiner pr. Grunwald über, jüdische Sagrnku darf weitestes Interesse beanspruchen II | Eine der aktuellsten trägen und Schriften imme bildet zweifellos Fußland; Fünfjahresplan u r, Ruß)aud Fragen, die in r wieder zur Erö der. Leider gibl keilen, sein Für und W Kenner des alten und neien Rußlands; di tiven Betrachtungsweise zugleich auch verh scliaftliclie Bildung, die 1 tjsclie W ollen des njoderne Der Ernst P o 1 I a lt Verl Mapnc das Wort gegeben zahlreichen teri ng komm Sei ne Mögl nur w inblit-k und Urt^i i russischen Vjtlk a g (Berlin W 10) riifen erscheint es zu ergreifen. A sich seit sechzehn Jahren mit russ über F nß|and, r t h u ischen seit sechs Jahren a|ucb ab Berichterstatter Zeitung in der Sojwjetuni an lebt Il&ehill freiwillig.nach Sibilien.“ - Schon dieser T^tel den et an, <1 njinmt, mit uns eiijc' Reise durch die in launigem Pl^udertou die L; überwindet. Sechzehn C riginalf )tografien Anschaulichkeit die)- Erzählung. Klar u kristallisiert sich diie Meinung des Verfasset« Rätebund „keine Probleme mehr, sonderi Ablauf historischer Zwangsläufigkeiten“ sieqt tDas Thema des Bucliri empfiehlt es r Erzählerkiiust und der Urteilstjiefe des s Buch zu einem der he literatur. - nennt aß der V Kateru angewei t der ob. defi die wis il iit' das gi(; >s btanspruc hat nun eit ler wirklich W. Just, gen befaßt der Kölnisc fein Buch: Din iten den gegenwi Ilr. Davin Schön!) Verfasse r, ßr. Rabb aufrajerksam, daß 30% auf ner für die liostocker Esther-Rolln. Der Dr. Silberstein-Röstock, inicbt darauf Logen und Brüdeij eine Ermäßi;ung ■Leinenausgabe — also Mappe Dr RM (st und Rolle 17,50 R^ (statt 25 RM) 25% fü aiisgabeu I 30 RM (^tatt -10 RM), II 37.50 RM (statt 50 HM) gewährt wird. de oren, i eilige eksenan- Hen. ein beder nd ien .Mit ßla l< Erfasser es un t nd zu macl der Statist! vermehren ijtl unzweiden heraus, der den' »ebne I l selbst. Die Verfassers m rtigen Rußl. rger, Aache eren, i|ten die t>g im en Art i cht nditt 20 RM), Text i die Pergament- 37 *

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