Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1932
- Issue
- Nr. 3 - April (4.1932)
- Date
- 1932-04-01
- Page
- Seite 34 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Stanislaus Bender geboren 21. Februar 1882. Zum 50. Geburtstag des Münchener Kün itjjrs. Br. Stanislaus Bender kam vor 25 Jahren in s Paris, von der Kunstschule, aus der Lehre von Jean Paul „aurens und Jules Lefebre, nach München in die Kunstakaden ie. Bei Peter Halm studierte er die Technik der Radierung, bei Ludwig Herterichr lernte er malen, in einem kräftigeren, moderneren Stil als in der-Pariser Schule. In vielseitiger und unermüdlicher Tätigkeit haute ersich seitdem in München seine Existenz auf; als Maler. Zeichner und Radierei entwickelte er ein fruchtbares und erfolgreiches Schaffen als Plakatkünstler. Kunstgewerbler .und Schöpfer .von . nnendekorationen verschaffte er sich Ansehen. Der färben] rächtige Pavillon vpn \ oliacli auf der Kölner Pressa im Jal^re 1928 war sehrWerk; ilie Feurich-Packungen. -deren künst erische Ausführung Weltruf erlangten, stammen von Bender. Unzählige > v v *■ Stani>lau* Rttulvr Aus der Arbeit des Hilfsvereins der Deutschen Juden im Jahre 1931 \\ ir üel>en den Bericht des I lilfsvereins, de s<> \iele Geiiieiiiramkciten mit dem Orden Bne gern \\ ie,ler. t * Es i«t trü-tlreh zu sehen, dal» in einer Zt i Elilllosiskeit mannigfache Hilfe geleistet w \«m den fünf Sommerferienkolonien für Kinder der ärmsten Schichten in-Polen, zu deren Errichtung vom Hilfsverein in den letzten anderthalb Jahren RMl 50 000,- zur Verfügung gestellt wurden, sind im Sommer 1931 drei in Betrieb genommen worden. 683 Knaben und Mädchen vom Säuglingsalter bis zum 18. Lebensjahr fanden dart Erholung; zwei weitere Sommerferienkolonien werden eröffnet werden. m Mai 1932 ■t ■ Der Bau des Kinderhauses in Kowno, zu dem der Hilfsverein RM 24 000,- beigesteuert hat, wurde i n Jahre 1931 begonnen und zu Ende geführt. Es hat vier Stockwerke, 6500 cbm. Raum, einen Garten von 2000 qm., und ist für 120 Kinder eingerichtet, davon 50 Säuglinge. Das Haus ist im Februar 1932 eröffnet worden^. Der Hilfsverein sorgte für Verschickung von erholungsbedürftigen Kindern mittelloser Eltern in Meiiel. Qem Israelitischen Kindersparverein in Köln 'bewilligt e er auch im Jahre 1931 einen namhaften Betrag. E ' t 34 ' Plakate von eindringlicher und suggestiver Wirkung, bei denen wir nicht mehr an den Urheber denken, die uns in ihrer originellen, blickfangenden Bildkraft jm Gedächtnis haften, sind aus seiner Werkstatt hervorgegajigen. Auf dem eigentlichen Gebiet der Malerei hat Bender durch seine jüdischen Bilder aus der Ghetto-\/elt des Ostens sich einen weit verbreiteten Namen gemacht kanntesten gewordene, von Fritz v. Ostini schreibenden Text versehene, heute längst ve Seinp am benit einem hergriffene Sammelmappe enthält die Wiedergabe von zwölf ausgewählten Gemälden aus dem Stoffkreis der polnischrr Jndenviertel; diese Szenen der Armut, des altgläubigen polnischen Judentums sind in ihrer grellen Manier von nachhaltiger Wirkung. Das '•Kinderheim der Münchener Israelitischen Jugend- .Hilfe schmucken zwei biblische, in Felderr eingelassene Wandbilder, von denen wir das Eine ..Moses nijnmt Abschied vom Volke“ hier wiedergehen. ti r Moses nimmt Absehi« d vom Volke sen Tätigkeit tri.-» auf«eist, it drückender . erden konnte. In Rumänien wurden wie in den Vorjahren die jüdische Volksuniversität, die zentrale jüdische Berufsberptungsstelle, die Knahengewerheschule l.Ciocanul“, eine IMädchetagewcrbeschule und das jüdische Mädchenheim ijn Bukarest, ferner eine Anzahl von Elementar- und Fachschulen sowie gewerbliche Kurse bei Waisenanstalten in Galat^, Jassy und Kischinew unterstützt. Die Gesamtzahl der Schüller in diese'n Anstalten betrug 2500, die Aufwendungen des Hilfsvereins RM 12 251,-. Für Schulen in Polen und Palästina wurden RM 10 677,- bewilligt. j Die Ambulatorien in den jüdischen Kolonien in der Ukraine und Krim haben im Jahre 1931 eine regje Tätigkeit entwickelt. Das Ambulatorium in der Krim trägt den Namen von „Dr. Paul Nathan“, Mitbegründer und Vizepräsident des Hilfsvereins. Dieses soziale Hilfswerk erforderte einen Gesamtaufwand von RM 80 637,-. ' An dem Wiederaufbau der im Frühjahr 1931 durch Überschwemmung zerstörten Ortschaften nördlich von Wilna und der durch Feuersbrunst verheerten alten jüdischen Gemeinde in Plungiany in Litauen, beteiligte sich der Hilfsverein mit einem Betrage von RM 6 42Ö,-. * Aus Mitteln der Haffkine-Stiftung wurden im Jahre 1931 erstmalig Jeschiwot (Talmudhochschulen) in Litauen, Polen, Rumänien, Ungarn und der Tschechoslowakei unterstützt. RM 19 200,- wurden für die Wiederherstellung von kranken (fasst Buch boh5f 1 dir Bibliothek dir JDi Qameindi Barliit ■i-i