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Der Orden Bne Briss · 1932-01-01 · Nr. 1 - Januar (1.1932) · p. Seite 10

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1932
Issue
Nr. 1 - Januar (1.1932)
Date
1932-01-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Ich habe besonders einzelne der 1 i I e rar i s tien eingesehen und gute, kennerische Refera Heine.. Hehhel. Hauptmann. Hofmanntthal Referate, nicht Bewertungen, wie es sich fiir ei geziemt. Ein Wertvolles ist liier zumeist errei vität ohne Yerwaschenheit. — % iele gute Bil« stützen wieder in gewohnter und bewährter M «* Darüber hinaus ist durch Porträts. Autogramm für erhöhte Anschaulichkeit gesorgt.’ Die feine I Tönung der Meinen Stadt- und 'Landschaftshil sonders angenehm auf. Auch dies ein typisc n e r Zug dieses erneuerten ..Grollen Brcjckhaui heil Paretwaüber linden - — Handbuch : Objekti.- In unter- ■ den Text, und tlergl. iinstlerisebe ler füllt beri odert< g!>f i i < lit I af< G. ' I Alfred Grone. Das Bürgerhaus in den Pohener I rinden. M. ii b. 9.30 RM.. H. Marcus Verlag. Breslau 1932. Preis g broschiert 8.— RM. Mit 1-78 Abbildungen. Viele Brüder und Schwestern werden in dgn dar-tellenden Zeilen dieses neuen Bandes des deutschen werkes liebe heimatliche ErinneruTlgert ata fl Bauliches mischt sich in diesem erke mit Ges Trauliche eigenartige Bauten der Posenselien Städtchen sind neben Patrizierhäyisern w iedei gegeben, die von starkem Reiz sind. „ Bürgerhausben füllten, dtichtlicheni. Städte und ihr zu Fort- Moses Menrli’lssohn. Schriften zur Philosofdtie u:d tslhelih. Band 2. Bearbeitet von Fritz Batnheiger und I.eo Strauß. Akademieverlag Berlin. Heräu-gegeben vpn J. Elbogen. J. Guttniaun. E. Mittwoch Die außerordentlich verdienstvolle L nter nehiiiiiiig des Akademieverlages, pine w issenschafWirli beai beitete, vollständige Ausgabe der Schriften Moses Mendelssohns schaffen, hat nunmehr in einem zweiten’ Ban|ili Setzung gefunden. M ährend der erste Band der neuen Mendel die ..früheren philosophischen und ästheti-cl behandelte, kehrt der vorliegende Baud zu der Mendelssohnschen Scliriftstellerei zurück 1766. \ ort einer solchen Zusammenstellung d gemäß nicht die Einheit eines aus sich heraus kontinuierlichen Zusammenhangs erwarten, der Geist Mendelssohnschen Denkens hihI manente Einheit in den verschiedenen. Schriften diirclihlieken. Interessant ist es schon, wie Fritz Band auf/,eigt. in den ...Bemerkungen und Entwiir tanePnhüchcrn" diese -gleichen Griindeinsic gleiche Haltung in Gefühl und Ge-innung" at Form und Inhalt ungleichen Tageluichnotizei Darüber hinaus aber bilden die hier mit Kürze und Gedankenschärfe hillgeworfener einen geistigen Genuß, weil sie teilnehmen la sichtigen, gleichsam privaten Deuken Mende ihrer geistvollen Art mancherlei Anreguii( denken gewähren. Besonderes Interesse wird auch die kritische Streitschrift finden ..Pope, ein Metaphysiker",rweil (hierbei Lessing und Mendelssohn sieh zusammengetan hahepi und gemeinsam eine Preisaufgahe der Berliner Akadem e beantworten. Die Akademie wollte mit Stellung dieser Au rgahe zu „einer Bestreitung der olffiselien-I.rihnizsrltcii .1 hilosopliie aufmuntern“. Lessing und Mendelssohn sehen in dem Lehrgedicht Popes -Essay on Man“ kein philoso[ hisches System, sondern eben eine Dichtung. Anlaß genug fiir die beiden als verfehlt zu koraraene, sinnolm-A usgahe eil Arbeiten" en Anfängen iis zum Jahre rf man naturentwickelten. Trotzdem läßt ( Ileus eine imii iigleichartigen erger es auch n aus Koleks Ilten und die all den nach zu erkennen, aphoristischer Ideensplittcr sen am unvorssohns und in zum Weiter- Dioskuren die Fragestellung der Akademie kennzeichnen. — „Ein Gedicht ist ein« vol liehe Rede.-* Der Metaphysiker aber, der seine Gedanken in einem System ordnet, „muß die Worte, lie er brauchen will, erklären“ und im Sinne dieser Begri fsbildung allein anwenden. Von dieser grundsätzlichen Unterscheidung des Dichters und Philosophen ausgehend, beweisen die beiden Leihnizanliänger, daß ,.Pope den metaphysischen Teil seiner Materie mehr zusammengeborgt, als gedacht habe“. Rahlfiner Dr. Dai*in Schönberger. * t Jm Dezemherheft der ..Monatsschrift fiir Geschichte und W issrnschaft des Judentums“ behandelt der Wirtschaftshistoriker Jakob Lestschinsky jüdische Siedlungspläne in einein Aufsatz „Jüdische Wanderungen und Staatsträume im Lichte der Vergangenheit“. Unter den Männern, die in Sibirien. Neurußiand, Amerika und Algier solche Siedlungen begründen wollten, haben sich Philanthropen, Philosophen, auch Rabbiner (wie L. Philippsohn) gefunden. Das gleiche Heft bietet eine lehrreiche Darstellung der Geschichte der Juden in Köln aus der Feder des Rabbiners und Geschichtsforschers Dr. Adolf Kober und den Abschluß der großen Artikelreihe über .das jüdische Schulwesen der Gegenwart: B. Weinryb berichtet über die jüdischen Schulen und Lehrerbildungsanstalten in Sowjetrußland. Untier den Besprechungen wird die eingehende Stellungnahme von I. Scheftelowitz zu dem vielbesprochenen Falasciia-Problem weite Kreise interessieren. I * I I . Gedächtnisschrift zum zehnten Todestage von Micha Josef hin Gorion. Morgenland-Verlag, Berlin-FHedenau. Aus Anlaß des zehnjährigen Todestages hin Gorions (Berdyczewski) 18. November 1931 hat seine Fgmilie eine Gedenkschrift herausgegehen. die Biograpjiie, Bibliographie. Stücke aus dem Nachlaß. Darstellung desliterarischen. editorischen und wissenschaftlichen Werke» von M. J. hin Gorion enthält. Besonders hervorgehoben seiejn der Aufsatz über Berdyczewski-Genealogie und der Nachruf von Moritz Heimann auf Berdyczewski. Den Juden |m Westen ist hin Goripn vor allem durch seine mehrbändigen Sammelwerke „Sagen der Juden" Jim Verlage Rütten und Loening). und\.Der Born Judas" (LnselVerlag.) bekannt. ef. *• I Festschrift fiir Jacob Rosenheini. Geh. 12.50 RM. Verlag I. Katiffmann, Frankfurt a. M. 1931.; Aus .^nlaß des 60. Geburtstages Jacob Rosenheims in Frankfurt a. M„ des Führers der gesetzestreuen Judenheit in Deutschland und des Präsidenten der Agudas Jisroel, erschien in zwei starken von I. Kauffmann Verlag Vorzüglich ausgestatteten Bänden eine Auswahl von Aufsätzen und Reden des Jubilars seihst unter dem Titel „Ohole Jacob“: (die Zelte Jacobs). Außerdem haben seine Freunde und Verehrer ihn durch eine Festschrift mit gleicher Ausstattung erfreut. — Diese Festschrift enthält 21 Aufsätze und Abhandlungen in deutscher Sprache, einen musikalischen Beitrag (das Gehet „Mali nomar“ nach einem altfrankfurter Thema bearbeitet) und 17 Beiträge in hebräischer Sprache. Hervorragende Männer der orthodoxen Judenheit! verschiedenen Ländern hab^n an dieser Festschrift miitgearbeitet u. a. Joseph Wohlgemuth, Joseph Carlehach, Leo Deutschländer. Esra Munk, Isaac Unna. Rahb. Spitzer, der Sejm- Deputierte Rahhi Aron Lewin-Rzeszow, Rabbi Jehuda Löh Zirelsohn-Kischinew u. a. m. Im deutschen Teile werden außer dem Aufsatz von Maximilian Landau: Jacob Rosenheim und sein Werk, .die Beiträge: „Grundgedanken der Religionsphilosophie Max Schelers in jüdischer Beleuchtung“, „Moral und Politik“, „Was ist orthodoxes. Judentum“, „Biblisch-talmudische Sentenzen und Motive in der Weltliteratur“, „Die geplante Kalenderreform und das orthodoxe Judentum“ allgemeines Interesse beanspruchen dürfen. — Im hebräischen Teile werden talmujlisch geschulte Leser die halachischen7 Ab- 10

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