Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 11 - Dezember
- Date
- 1931-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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erheblichen Streitpunkte zwischen beid :u, aber auch auf das einigende Band, das beide : usammenhäft, hingewiesen. In einem weiteren Kap tel setzt sieh der Verfasser mit dem j Zionismus und Nationalismus auseinander, die er entschieden ableljnt. Das geschieht aber, wie schon in dem vorhergehenden Kapitel in vornehmer Weise, um nicht | den Andersdenkenden durch schaffe polemische Worte.zu ver- Ait der Glrcnzf. ^Gustav der Yer- Lebensart Heinrich Knrtzig: Engel Verlag, Leipzig. Den »ostischen Menschen«, eine aus bindung jüdischer tpnd de ltsch-polmscher hervorgegangenen Kulturerscheinun'g, wilJ Heinrich Kurtzig uns in seinem Buch »An der Grenze« nahebringen. Doch er tut mehr: er gibt'eine Darstellung ostdeutschen Judentums iit so lebendiger letzen. Das gleiche giljt von den folgenden kupitcln. fassender Form, daß man die von den Unterschieden zwischen Christentum, vom Neuen Testament, voln Idealen und Liebe und Feindeslfebe harfdeln. trachtung über Glauben und Wissen gehaltvolle Buch. Mit einer Bechlicßt dieses E. F, udentum und Ur und die Sintflut von (f,, L e o n a i| <1 W o o 1 1 e y. •Sieben Jahre Ausgrabung in Chnldüt, der Heimat Abrahams. Mit 92 Abbildungen. 8 Murk. Verlag F. A. Brockhaus, Leipzig 1950. . Wahres Neuland itnd doch uraltes, wo nicht gar ältestes Kulturland| der Menscheit wird-hier dem Leser erschlossen und (in Bildern von spannendstem Interesse vor Augen geführt. Dabei sind es, sachliche und in gemeinverständlicher Form abgcfafltc Beschreibungen der Ergebnisse, die die seit] etwa 7 Jahren gemeinsam Moni dem Britisl Museum und dem Universitäts-Museum von PensyT unia in Cliuldäa, der Heimat Abrahams, untern« inmenen Ausf rabungeu zu Tuge gefördert haben. Mjer ein Zwicaches ist es, das das^nteresse des I esers und sein Verständnis für den (außerordentlich bedeutsamen Wert dieser Forschungsergebnisse weckt und wuchliält. mag er sonst wissenschaftlicher Forschung fernstehen. Da ist zunächst die Tatsachp. daß schon vor mehr als 5000 Jahren in der Heinat des Patriarchen eine Kultur untl Technik geschaffen worden sind, denen selbst der Mensch der Gegenwart staunende Bewunderung nicht versagen kann. Sodunn aber auch die rein menschliche Tei nähme un den unsäglich großen Mülnjn. die GeleTirt:: und Arbeiter aufwenden müssen, uip dem Schoß der Erde seit Jahrtausenden verschüttete und verlorene Urkunden, Schütze und Geheimnisse einstigen geschichtlichen Lebens zu entreißen. Die interessantesten und -kiinstlcriscb wertvollsten, die hier gewonnen wurden und die der Verfasser beschreibt, sind ohne Zweifel die Kostbarkeiten, die unter einer . Pflasterscl icht* in ■' einem Tempel zu Ur gefunden wurden um die un Schönheit und Pracht mit denen aus dem EMiuraonengrube Tut-en-CJiamuns wetteifern. Wie man zu ihnen gelangte und was sie fiir die Kulturgeschichte bedeuten, das kann der Leser aus >1em Buche Woolleys erfahren. Dazu aberj noch die Stiicke selbst auf einer großen Anzahl prächtiger Originalbildcr bestaunen. ' , Von ihrer Bcdeutipng für Kultu rgcschicjitc und Archäologie abgesehen, sind die hier geschilderten Ausgrabungen eine Indirekte glt nzende Rechtfertigung der Bibel in Iden Teilen, dij man noch vor wenigen Jahrzehnten pn wissenschaftlichen Kreisen als unhistorisch mit Geringachtun j glaubte behandeln zu dürfen. j II. Buche beim Niedergang begriffen^ Kulturepoche Blütezeit selbst erlebt zu t aben glaubt, dai man auf kujnwischer Erde wjie auf dem Heimatbodgn wandelt und die Menschen, de»cn man in dickem gegnet, wie Freund^ grüßt. Ein junger Metpsch, tin »Bocher«, hht Heimat und Elternhaus verlassen, lim .»etwas zu lernen«. Das Ziel seiner Wünsche! seiner Gedanken, seiner Träume ist Deutschland, daq Land der Kultur, das Dichter und Denket. Und indem wir diesen jungen Gelehrten durch die für seine Entwicklung, entscheidendsten Juhra begleiten, indem wir um Erlangung geistiger F-eiheit, uüi Ueb :rwindung dumpfiger, lichtloscg Tain udstuben, ringei i, erleben wir das jüdische Ja!hr mi^ seinen Feiertagen, seinen heiligen Gebräuchen und dem gunten Zauber jüdischen Familienlcbenls. Was die Bedeutung dieses Buches übei reinen Kulturdurstcdlung ,ioch hinaushebi, , ist sein hoher ethischer Wert. -Einfluß ausübenc, so lange man lebt, -die Jugend erziehen und. bilden für die Aufgaben der nächsten Generatioji-, dieser Leitgedanke des Buches| bleibt, als ernstfe Erme hrtung im Herzen der Leser zurück. diese «jetzt leijder schon in ihrer I' »Wenn es so fortgel i schein hat, so w ird ü an in zw'ei oder sehenaltern scjhon seien, was diese Hierbüuchc und Schinnucllilümmt haben.« Geeignete Worte lieh fiir die Ge: Martin Gebhardt: G Gr. 8° VIII 165 S. mit 16 tafeln und drei Farbtafel RM 5.20, Leinen 5.H0. G. l’.rote Vedagt -B(i und umdie einer W. L. Goethe-Kalendeii auf das Jahr( 1952. Jubi- 1 u u in s j a li r g a n a. Ilei nusgegeben. voiu Frankfurter Goethe-Musei m. Dieterich’spbe VerlugsbuchharlcTiung Leipzig. 25! Jahrg. -62 S. riiJt S Biltlbeigaben. In Leinen RM 4.—- - I Ein überuus würdiges [beschenk! für dis Goethegedenkjahr ist der mit liebevoller Sorgfalt; usannnengestellte und gescnmackvjll ausgejstattete' Jubiläum s j a h r g a n g. Er enthält viejl Neues und Unbekanntes aus der! Lebeussphäre |Goetlus, ferner eine Studie von. Alfons P a u o t yjbejr Goethes Reisen und Beschreiben, p-iuc anmutsvoll^ ' Plat iderei zur dritten llarzreise (tt’84).voii Lena V p ß n. a. m. Die das Kalendarium begleitenden Sprüche ■Goethe ^ür alle Tilge: zeigen diel innig«, oft kannte' Liebe, unseres Dicliterfürstei ■ zum deutschen Vaterlamle. Einer «jieser Sprüche der wert wäre, bei jeder Universitätsfeier in Erinnerung gebracht zu werden, lautet en sollte, wie «js den Andrei Men- 1 aus Deutschland gemacht genwart. . F. e t h e als I’!i y s i k e Textfig.uren, 4 Kunstdruckbrosch: RM 4.20« kart. erlin 1952. 179 -