Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 11 - Dezember
- Date
- 1931-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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. 4 4 Jacob auf der Wanderung Seitenfigur aus dem „Großen Bibelleuchter“- SSI«, Genius des Krieges öder Genius des Friedens? Von Br. Dr. Hugo Hahn, Essen. I Der Neue Geist-Verlar,' Berlin, bringt soeben aus dem Nachlaß des zu früh jyersijorbenen Kölner Philosophen Max Sc he ler eine Broschüre heraus: »Die Idee des Friedens und des Pazifismus.« Die Arbeit ist der Niederschlag einer Rede, die Scheler im Jahre 1927 im Reichs well jministerium in Berlin und in der Deutschen Hochschjile für Politik gehalten hat. Es lohnt sich, diesen rielseitigen Wissenschaftler und hochbegabten Philosodien über dieses aktuelle Thema sprechen zu hören. Man weiß, daß Schelcr während des Weltkrieges les öfteren Gelegenheit genommen hat, sich zu den Problem des Militarismus zu äußern. Er gehörte dr mals zu den begeistertsten Verteidigern des Krieges und' insbesondere des deutschen Krieges. - Damals schrieb er: »Welch lichter Genius ist der Krie ', daß er die Welt so weitet und die Gesichte und Zukunft so groß, hell und reich macht.« Oder «an andere' Stelle: »In der Tat; der Krieg ist das Gewitter dnr moralischen Welt.« Es kann aus solcher Sprechweise heraus nicht wundernehmen, daß Scheler sein erstes Kriegsbuch, das den Titel: »Der Genius 'des Krieges - und der Deutsche Krieg« trägt, njit dem Schlllerschc a Motto gierte: »Aber der Krieg auch hat Seine Eh :e, der B« weger des Menschengeschic^s«, Es braucht nicht bes >nders betont zu werden, daff die Gedanke agünge S< helers über den Krieg, die iii seinen Büchern bau« und »Die1 Ursachen des Deutschenhasses« ausgeführt wurden, ,durchaus philosophisch fi ndiert sind und - sich wohlltudnd von dem oft allzuoberflächlichen Kriegsgeschwätz jener Tag e abhebe l. Die Tendenz dieser Schriften liegt klar zu Tage. »Brüdern im Feld« sollte der Sinn ihres Tui Berechtigung ihres Vorgehens '-aufgezeigt Hatte Immanuel Kant der. Welt eine Studie üb :r den »Ewigen Frieden« hinterlassen, so. fühlte sich Max Scheler verpflichtet, inmitten des V eltbrand« s von 1914—1918 eine »Metaphysik des Krieges schreiben. Viel mehr als der -! Friede’ sollte Krieg in diesen Büchern zu seinem Recht ko »Krieg un d. Aufweiter Den s, die wjerden. zu der Um so gespannter durfte man ai f die St< llungn all nie Schelers, zu den in der Nachkriegszeit unternommenen Schritten zur Pazifizierung ader Wcl sein. Das Ergebnis seiner Erwügungeh ist n in der Oeffentnmen. 171