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Der Orden Bne Briss · 1931-11-01 · Nr. 10 - November · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 10 - November
Date
1931-11-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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Dr. Michael Träub. Jüdisdhc Wanderbe w e g n n g e n vor und nach d e in Weltkriege. Berlin 1950. Jüdischer Verlug. Das Buch zerfällt in einen darstellenden Teil und Tabellen. Im ersten Teil behandelt der Verfasser zunächst die Einwanderung nach dep Vereinigten Staaten in den Jahren 1915—1919 und ih der Nachkriegszeit. Es folgen einige kleinere Kapdtel über Kanuda, Argentinien und Palästina. Der Verfasser hat aber Einwanderungsländer, die angesichts der Einschränkung' der Auswanderung naph d^n Vereinigten Staaten und Kanada in den ‘letzten Jahren von Judep vielfach aufgesucht wurdet), nicht berührt, und zwar: Mexikojj Kuba, Brasilien (in den Jahren 1925—1929 nahezu 19 000 Einwanderer) und Uruguay, um nur die vier wichtigsten mittel- und südameri-. kanischen Länder für jüdische Einwanderung anzuführen. Ferner wurden von ihm nicht behandelt die Südafrikanische Union (in den jjuhren 1925—1929 über 9000 jjidische Einwanderer)! und Australien, die bis vor einem bzw. zwei Jahfen noch ansehnliche Gruppen jüdischer Auswanderer uufgenommen haben. Nicht berücksichtigt sind weiter die große Auswanderung nach England zu Ende des .19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts und Uie Binnenwanderung auf dem europäischen Kontinent — der Zug nach Frankreich und Belgien. Kapitel 1 des Buches, betitelt: »Die große Binnenwanderung des osteuropäischen Judentums« ist das schwächste in dem Buch und hätte ganz fehlen können. Man kann nämlich nicht die von den russischen Behörden zu Beginn des Weltkrieges veranlaßte Massenabschiebung von Juden aus den westlichen russischen GebiJeten in das Innere des Landes als Wanderungen schlechthin bezeichnen. Der Entschluß zur Auswanderung muß von den wandernden Menschen selber aijsgehen. Widrige wirtschaftliche und politische Verhältnisse können bestimmend sein für diesen Entschluß Wenn man aber Menschen mit Gewalt abschiebt, so liegt keine Wanderung vor. |. Es wäre da interessanter gewesen, vom Autor /u erfahren, wie sich die Binnenwanderung in Osteuropa nach dem Kriege, hauptsächlich in Sowjet- Rußland, vollzogen hat. Tausende!von Familien sind nach Südrußland, der Krim und d|em Kaukasus und im gewissen Umfange nach Zentfaiasien und dem weiteren Osten und in jüngster!' Zeit nach Biro- Bidschan ausgewandert. Der größte Teil widmet sich bekanntlich der Landwirtschaft. A^ir vermissen auch eine Darstellung der Zahlreichen Beschränkungen der Einreise nach denj meisten überseeischen und kontinentalen Ländern! sowie der sonstigen rechte komplizierten Bestimniungen, die in? den letzten Jahren erlassen wurden. Dies ist für ein Buch über jüdische Wanderbewegjung unerläßlich. Das Buch von Drj Traub, das im .-übrigen mit Fleiß zusammengestelli wurde, gibt somit auf viele brennende Fragen, dile das jüdische Emigrationsproblem heute stellt, 1 keine ausreichende Antwort. , Dies ist im Interesse!dcr Sache zu bedauern, denn wir benötigen gut fundierte Arbeiten über dieses Problem. Mit gewissen Einschränkungen kann man jedoch sagen, daß jeder, der sich für die jüdischen Wanderungen interessiert, l das Buch mit Nutzen studieren wird. M. W. Aus den Logen. I i Ludwig P h i 1 i p p js o n - U o g e, B o n .n. Aus dem Bericht ‘ des Br. prot. Sekretär B a u-m über den Termin Oktober 1930 bis März 193r. Mit Rücksicht a(if die schwierige Wirtschaftslage konnten auswärtige Redner für Vorträge nicht herangezogen werden). Es sprachen daher einige eigene Brüder über üktuelle Fragen. Zu einer- Pro-, paganda-Versammlung wurden einige Herren des Bezirks eingeladcn, deren Mitgliedschaft geeignet erschien. Als Erfolg konnten neun Herren als neue Brüder aufgenommen werden.' ' Jüdischer Bibelleuchtjer. Das 'bedeutsame Werk: ' »Jüdische!-, Bibelleuchter« (2 m hoch, 2220 m breit) des Bildhauers (Br.) Benno Elkan,| Frankfurt a/M.. das in der Ausstellung der Vferke des Künstlers in der Kunsthandlung Viktor Hartberg in Berlin mehrere Wochen Hindurch zu besichtigen war, hat nunmehr in ejhrenvoller Weise eine Aufnähme im Schloßmhseum in Berlin gefunden. Unser Logenheim * Sed befindet sich jetzt (anstraße 26. SitzungsabeDde jeden 2. und 4. Dienstag im Monat. Hille)-Loge, Hildesheim. Danksagung. * Bei dem Hinscheiden unseres hochverehrten und lieben Brud Berthold'Timendorfer ers, Ehrengrößpräsidenten sind uns von dem hochw. Ördenspräsidenten Br. Cohen, aus allen Ordensdistrikten, insbe" sondere von den Logen des Deutschen Distriktes, von einzelnen Brlldsrn und Organisationen so viele herzliche Zeichen der treuen Verehrung für unseren langjährigen Führer zugegangen — alle erfüllt von tiefer Dankbarkeit für sein Wirken und Schaffen — daß wir die Bitte aussprechen möchten, an dieser Stelle unjseren herzlichsten Dank entgegennehmei^ zu wollen. Gjroßloge für Deutschland VIII U. O. B. B. Baeck i Goldschm idt 167 —

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