Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 10 - November
- Date
- 1931-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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den stärker als bisher mit den Bert tungsfragen des Generalkomitees zu verknüpfen. lieber die Ausgestaltung der nächsten Großlogentagung, in der die Feier des 50jährigen Bestehens des deutschen Distriktes eri olgen w ird, referierte Br. Jeselsohn.-Mannhei.in. £r machte l orschläge zur Ausgestaltung einer solchen Feier in einfachem Rahmen. An dieser Stelle seien die Beschlüsse der Tagung wiedergegeben Zur Annahme gelangten folgern e Anträge: Ermäßigung des Großlogenbeitri ges (Formulierung ILevi-Lew kow itz): Das Gcncralkomitee beschließt, in Wahrung der sozialen Grundsätze des Ordens in der heutigen Wirtschaftskrise unter Heranziehung aller verfügbaren Fonds und unter miig ichster Einschränkung aller Ausgaben den Kopfbeitrag für das laufende Jahr um M. '2.— pro Bruder des Distrikts z.u ermäßigen, und für die Brüder, die weder J.ogennoch Grofilogenbeitrag entrichten können, den Kopfbeitrag auf M. f>.— zu ermäßigen. Das Geru-ralkomitce erwartet, daß die dadurch bei den flogen ersparten Beträge zi r Linderung der wirtschaftlichen und so/iplen . fot der Gegenwart \erwcndung finden. Br. Großpräsident erhält die Ermächtigung, an die Logen in einem persönlichen schreiben die Bitte richten zu dürfen, von der Ermäßigung des Beitrages nur Gebrauch zu ninchpu, wenn eine gründliche und gewissenhafte' Prüfung der Verhältnisse ihnen das nahelegt. Winterhilfe. Es wird den Logen nahegelegt, dem Beispiele der Berliner Logen entsprechend eine Winterhilfe cinzunchten. ' i » ' i Großlogentagung. Als Notgesetz wird angenommen, daß die Logen zur nächsten Großlogentagung durchschnittlich nur einen Repräsentanten auf Kosten der Großloge entsenden. Die Zustimmung der Logen zu dieser Maßnahme wird eingeholt werden. Ersatzwahlen zum Generalkomitce. Dem Vorschläge des Hessischen Logenverbandes entsprechend, wird an Stelle non Br. Expräsident Blau-Frankfurt Br. Expräsident David Goldschmidt (Sinai-Loge, Kassol) in das .Generalkomitee gewählt. Dem Vorschläge der Vorortloge des ßüdwestdeutschen Logenverbandes, an Stelle des verstorbenen Br. Julius Rheinheimer Br. Expräsident Adolf Blum (Julius Plotke-Loge) in das -. Gencralkomitee zu wählen, wird vorbehaltlich der Zustimmung der übrigen Logen des Verbandes entsprochen. Am Schlüsse der Sitzung widmet Br. Grofipräsident Baeck Br. Yizegroßpräsideilten Lisser- Ilamburg. der infolge Verlegung seines Wohnsitzes nach Amsterdam seine Stelle als \ izeproßpräs_ident niedergelegt hat, herzliche \\ orte i des Abschiedes. t. __ S Arbeitsgemeinschaft der europäischen Distrikte am 25.10.1931. Bei dpr Tagung der Arbeitsgemeinschaft waren folgende Distrikte vertreten: Deutschland, Tschechoslowakei. Oesterreich. Polen, Türkei. Schweiz, 'Holland. Der rumänische Großpräsident,^ I r. I)r. Xiemirower. mußte diesmal von einer Vc stand nehmen, ebenso der englische urd palästinensische Distrikt. Die europäischen Distrikte haben las Hinscheiden zweier j verdienstvoller Ebrenprii lange Jahrzehnte ihre ' ganze Kraft gedanken gewidmet haben, zu beklagen. Ungefähr um die gleiche Zeit starben hochbetagt der F.hrenidenten, die cm Ordcns- An wesend waren: Br. Großpräsident Bacek j Br. Viz«»proßi>riiMil*'iEt stein i VIII. Br. Großsekretär Goldschmidt * Br. Großpräsident Popper (.Tschechoslowakei!,* X. Br. Expräsident Soriano ''Orient-Distrikt'. (XI. Br. Großpräsident Schnabl (Oesterreich», pH, Br. Großpräsident Ader (Polen*. XIII, Br. Exprä^ident van Kaalte 'Holland*, Br. Präsident Myrtil Kahn {Schweix). großpräsident des deutschen Distriktes Br. Berthold Timendorfer und der Ehrengroßpräsident des rumänischen Distriktes, Br. Adolphe Stern, deren Persönlichkeiten in diesen Blättern gewürdigt werden. Die Bedeutung der Tagungen der Arbeitsgemeinschaft liegt in der Aussprache über die Lage der Juden in den einzelnen Distrikten. Etwas wie Wetterleuchten des Weltgeschehens spiegelt sich in der Lage der Juden ab, deren Schicksal behandelt wird. Mit Betrübnis muß festgestellt werden, daß" das schwere Welten-Schicksal ganz besonders dunkle Schatten auf das Ergehen der Juden in den einzelnen I-ändern wirft. Ein wenig hellere Seiten zeigen die Tschechoslowakei, Schweiz und Holland. Aber auch hier beginnt sich die Lage zuzuspitzen. Tn dem voranstehenden Bericht über die Sitzung des Generalkomitees des deutschen Distriktes spiegelt sich die Lage wider, wie sie sich in Deutschland ergibt. 152